Zyklische Analyse: Sehen wir uns an, was bestimmte Indikatoren aus den Märkten für implizite Volatilität und Optionen über den weltweit wichtigsten Markt – die USA – aussagen.
Von Eugenio Sartorelli – www.investimentivincenti.it
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Beginnen wir mit dem klassischen Index für implizite Volatilität, dem VIX (Tagesdaten ab Januar 2024 bis zum Nachmittag des 30. Mai):

Dieser Indikator zeigt das typische konträre Verhalten zum S&P-500-Index und bildet insbesondere ausgeprägte Höchststände bei Markttiefs aus, wie im Chart deutlich zu erkennen ist. Daher wird er auch als „Angstbarometer“ bezeichnet.
Kürzlich erreichte der VIX am 8. April (siehe blauer Pfeil) einen signifikanten Spitzenwert bei fast 52 Punkten – ein Niveau, das seit März 2020 nicht mehr beobachtet wurde. Gleichzeitig markierte der S&P-500-Index ein deutliches Tief (siehe roter Pfeil) um 4980 Punkte. Auslöser dieser Turbulenzen war die Diskussion um drohende US-Zölle. Anschließend fiel der VIX bis zum 16. Mai (siehe grüner Pfeil) auf rund 17 Punkte. Dies fiel mit der Erholung des S&P 500 bis heute zusammen. Allerdings zeigt der VIX nun Anzeichen von Nervosität um seinen historischen Durchschnitt. Dies scheint ein Signal dafür, dass der S&P 500 in eine Erschöpfungsphase der Erholung eingetreten ist.
Betrachten wir einen weiteren Stimmungsindikator im Zusammenhang mit Volatilität: den VVIX-Chart (Tagesdaten):

Der VVIX-Index misst die Volatilität des VIX-Index selbst, der über Futures und Optionen gehandelt werden kann. Er teilt ähnliche Eigenschaften mit dem VIX, kann jedoch als Volatilitätsverstärker und manchmal als Frühindikator wirken.
Auch hier bildete der VVIX am 8. April (siehe blauer Pfeil) einen markanten Peak zeitgleich mit dem S&P-500-Tief. Anschließend fiel der VVIX bis zum 12. Mai und bewegte sich danach wieder um historische Durchschnittswerte. Auch der VVIX deutet darauf hin, dass der S&P 500 [5000, sic] eine potenzielle Top-Formation testet.
Abschließend analysieren wir das VVIX/VIX-Verhältnis:

Ohne auf zu viele Details dieses Indikators einzugehen: Er bestätigt oder widerlegt häufig potenzielle Wendepunkte. Bemerkenswert ist, dass dieses Verhältnis am 16. Mai (siehe blauer Pfeil) einen Höchststand erreichte, der auf eine potenzielle Top-Bildung beim S&P 500 hindeutet.
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