Der Asset Manager VanEck listet drei neue Krypto–ETNs an der Deutschen Börse Xetra.
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Martijn Rozemuller, CEO bei VanEck Europa
Nachdem VanEck, zum Teil als erster Anbieter in den jeweiligen Märkten, bereits börsengehandelte Produkte zu Bitcoin und Ethereum in den Vertrieb gebracht hatte, folgen nun weitere ETNs um den Zukunftsmarkt der Krypto–Währungen für europäische Anleger zu erschließen. Der versierte ETF–Anbieter baut damit seine Vorreiterrolle für innovative und zukunftsorientierte Investmentlösungen weiter aus.
VanEck konzentriert sich dabei auf Smart–Contract–Plattformen. Smart Contracts sind Programme, die auf einer Blockchain gespeichert und automatisiert ausgeführt werden, wenn zuvor festgelegte Bedingungen erfüllt sind. Sie ermöglichen zum Beispiel verbesserte Vertragsprozesse und ganz neue Geschäftsmodelle. Sie können etwa Workflows automatisieren und vordefinierte Aktionen auslösen, ohne dass ein Vermittler beteiligt ist oder Zeit verloren geht. Bekanntestes Beispiel für eine solche Plattform ist Ethereum mit der integrierten Krypto–Währung Ether. „Ethereum erfreut sich weiterhin wachsender Beliebtheit, doch bieten jüngere Plattformen auch viele Vorteile, wie etwa niedrigere Transaktionskosten oder schnellere Prozesse“, beobachtet Martijn Rozemuller, CEO bei VanEck Europa.
Die drei neuen ETNs ermöglichen Anlegern bei einer Gesamtkostenquote von nur 1,5 Prozent börsengehandelt an der Entwicklung digitaler Assets teilzuhaben, ohne diese selbst kaufen zu müssen. Ausgewählt wurden diese anhand der sieben Kriterien Verwendungsmöglichkeiten und Funktionsweise, Anzahl der Transaktionen, Verfügbarkeit an den Börsen, Track Record und Entwicklerteam sowie anhand der Marktkapitalisierung.
Aus rund 100 möglichen Kandidaten entschied sich VanEck für diese drei:
Solana ist ein Base–Layer–Blockchain–Protokoll, das ganz auf Geschwindigkeit optimiert ist. Sein Ziel ist es, eine Plattform bereitzustellen, mit der Entwickler dezentrale Apps (dApps) erstellen können, ohne Leistungsengpässe in Kauf nehmen zu müssen. Mit 50.000 Transaktionen pro Sekunde zählt die Solana–Blockchain aktuell zu den schnellsten. Dabei kostet eine Transaktion zurzeit lediglich 0,0001 US–Dollar. Gegründet wurde Solana von Anatoly Yakovenko, zusammen mit den ehemaligen Qualcomm–Ingenieuren Greg Fitzgerald und Stephen Akridge.
TRON will eine besonders kostengünstige Plattform für die gemeinsame Nutzung von Inhalten schaffen und hat nach eigenen Angaben ein schnelleres Netzwerk und günstigere Transaktionsraten als Bitcoin oder Ethereum. So sind die Transaktionen für die ersten 5.000 Bytes täglich kostenlos. TRON basiert auf dem Prinzip des Delegated Proof of Stake (DPoS). Es soll so energieeffizienter und schneller sein als Proof–of–Work– oder Proof–of–Stake–Modelle. Gegründet wurde die Plattform 2017 in Singapur von Justin Sun, einem chinesischen Millionär und erfolgreichen Serienunternehmer. Branchenkenner sehen sie vielfach als die Blockchain für Asien. Die Netzwerk–Transaktionen bei TRON übertreffen diejenigen bei Bitcoin, Ethereum und Polkadot mittlerweile um ein Vielfaches.
„Ether und Bitcoin sind als die zwei größten Krypto–Währungen zwar stark am Markt etabliert. Durch die geringe Korrelation zu anderen Anlageklassen stellen sie auch gute Möglichkeiten dar, das eigene Portfolio zu diversifizieren“, erklärt Rozemuller weiter. „Doch der Markt ist weiterhin in Bewegung: Insgesamt gibt es rund 10.000 verschiedene Krypto–Währungen und niemand weiß, welche in zehn Jahren die Wichtigste sein wird.“ Rozemuller zieht Parallelen zum Handy–Markt: „Wer hätte denn in den 90er Jahren gedacht, dass etwa Nokia und Blackberry einmal so an Bedeutung verlieren würden? Anleger sollten also die Möglichkeit bekommen, auch bei Digital Assets breit gestreut zu investieren. Das gehen wir jetzt an.“
Quelle: ETFWorld
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