EUR USD (1,2995) Die Schere klafft scheinbar immer weiter auseinander: Während viele US-Unternehmen mit ihren Quartalsergebnissen positiv überraschen und sich für die Zukunft optimistisch geben, sind die Konsumenten alles andere als überzeugt von einer wirtschaftlichen Erholung. Die…
Verbrauchervertrauensdaten belegen das eindrucksvoll. Zeitgleich zeigen sich institutionelle US-Investoren überaus optimistisch und stocken ihre Aktienquote auf. Privatanleger hingegen sehen auch am Aktienmarkt Tristesse . laut der Umfrage des Anlegerverbands AAII ist die Stimmung so mies wie zuletzt im Juli 2009. Ihre schlechte Laune ist vermutlich eine direkte Folge ihrer angespannten Konsumentensituation. Wenn man allerdings bedenkt, dass ein Gutteil der Firmengewinne nicht vom US-Verbraucher abhängen, sondern von ausländischer Nachfrage, ausländischen Produktionsbedingungen etc., erscheint der Kontrast zwischen Institutionellen und Privaten gar nicht mehr so dramatisch. Dennoch: Die Zentralbank wird sich bei ihren geldpolitischen Entscheidungen vor allem am Verbraucher orientieren . hohe Firmengewinne hin oder her. Erst muss der Konsum wieder auf die Beine kommen, sich der Arbeits- und Häusermarkt stabilisieren, bevor an eine Zinserhöhung überhaupt nur zu denken ist. W ährend es in jüngster Vergangenheit noch die widrige wirtschaftliche Situation in Amerika war, die man für den fallenden Dollar verantwortlich machte, so ist es nun interessanterweise steigender Risikoappetit, genauer: robuste Aktienmärkte, die als Grund herhalten müssen. Nichtsdestotrotz bleibt das kurzfristige Aufwärtspotenzial bis 1,3090 (danach 1,3300) erhalten, solange die 1,2910er Marke hält. Der positive Trend wäre aber erst unterhalb von 1,2700 in Gefahr.
USD JPY (87,70) Der Dollar pendelt seiner Konsolidierungszone zwischen 86,35 und 89,15. Da wir immer noch an einen Test der Unterkante glauben, würden wir im Falle einer kleinen Erholung 40 Stellen vor dem Widerstand bei 88,60 eine bearishe Strategie eröffnen. Das Risikolimit läge oberhalb letztgenannter Marke.
EUR JPY (113,95) Nachdem die 113,40er Hürde schließlich gefallen ist, steht nun die Oberkante der Konsolidierungszone bei 114,40 zur Disposition, die aber selbst nur schwachen Widerstand bietet. Nächste Marke darüber: 115,50. Derweil rechnen wir mit Unterstützung bei 113,40 und 112,60.
GBP USD (1,5580) In der vergangenen Woche erfreute sich Sterling einer ordentlichen Rallye nach erfreulichen britischen Einzelhandelsums ätzen. Umso bemerkenswerter ist die Tatsache, dass Analysten die gestrigen Kursgewinne nun der monatlichen Umfrage von CBI zuschreiben, die den Optimismus des UKEinzelhandels auf dem höchsten Niveau seit sechs Jahren anzeigt. Im Monatsvergleich legten die Erwartungen der britischen Einzelhändler den größten Sprung seit 1989 hin. Damit schlägt man natürlich zweimal in dieselbe Kerbe: Da die Juni/Juli-Umsätze selbst für die Einzelhändler unerwartet robust ausfielen, haben sie den günstigen Trend womöglich einfach extrapoliert. Demnach hätte das Pfund die gestrige Rallye gar nicht verdient, vor allem wenn die starken Umsätze tatsächlich, wie von den Analysten betont, auf die Fußball-WM und außergewöhnlich gutes Wetter zurückzuführen sind. Wir denken jedoch, dass die Erholung weniger den CBI-Daten zu verdanken ist. Vielmehr hatten sich viele Händler am Vortag noch zurückgehalten, sahen sich aber nun . nach Überwinden des April- Hochs . schlichtweg gezwungen, auf den fahrenden Pfund-Zug aufzuspringen. Das erlaubte uns, das Risikolimit unserer bullishen Strategie auf 1,5475 nachzuziehen. Auf der Oberseite bleibt das Kursziel unverändert bei 1,5640, wobei der beste Widerstand ein wenig höher, bei 1,5675/95, angesiedelt ist.
AUD USD (0,8930) AUD konnten 0,9050 zwar marginal überschreiten, wurden heute Früh aber wegen niedrigerer Konsumentenpreisinflation abgestraft. Unterstützungen liegen bei 0,8850 und 0,8780 (Stabilitätspunkt). Oberhalb von 0,9030 winken Kursgewinne bis 0,9275.
Quelle: Deutsche Bank CMS: FX-Tagesausblick; Autor: Cognitrend
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USD JPY (91,50) Er gilt als Verfechter strikter Haushaltsdisziplin und hat aus seiner Vorliebe für einen schwächeren Yen nie einen Hehl gemacht: Japans frisch gebackener Ministerpräsident Naoto Kan. Diese Prinzipien einen ihn mit Yoshihiko Noda, den Kan gestern erwartungsgemäß zum Finanzminister seines neuen Kabinetts kürte. Viele unbekannte Gesichter sind darin übrigens nicht zu finden. Zu Stellvertretern Nodas wurden Motohisa Ikeda sowie Naoki Minezaki ernannt. Vor allem Letztgenannter scheint sich ebenfalls dem Niedrig-Yen-Dogma verschrieben zu haben.
In der Vergangenheit sparte er darum nicht mit Kritik an der BoJ, die seiner Ansicht nach ihre geldpolitischen Lockerungsbemühungen verstärken sollte. Nichtsdestotrotz mahnen Analysten, die Erwartungshaltung der Marktteilnehmer in Sachen schwächerer Yen, d.h. die Interventionsfantasie, sei schlichtweg übertrieben, solange sich die Welt im Krisenmodus befinde. Der Dollar pendelt weiter in einer breiten Konsolidierung (89,10 – 93,65).
EUR JPY (109,35) Auch wenn der Yen von hohen japanischen Maschinenbauaufträgen heute Morgen ein wenig Rückenwind erhalten haben mag – die Kursbewegungen spielten sich in einer äußerst engen Spanne ab. Für den Euro besteht Abwärtsrisiko bis 107,10. Darunter findet sich erst bei 104,10 weitere Unterstützung. Widerstand zeigt sich bei 110,90/11,05 und darüber bei 112,95.
GBP USD (1,4435) Dass die Ratingagentur Fitch einen schnelleren Abbau des britischen Defizits fordert, hätte Investoren gestern eigentlich nicht zu beunruhigen brauchen. Spätestens seit dem Schicksal Spaniens sollte bekannt sein, dass AAA-Bewertungen nicht als selbstverständlich erachtet werden können. Überdies hatte die neue Regierung ja bereits angekündigt, den Gürtel spürbar enger schnallen zu wollen. Dennoch geriet das Pfund nach den Fitch-Kommentaren etwas unter Druck. Abwärtsbewegungen könnten sich bis 1,4310 (leicht tiefer adjustiert) und dann bis 1,4190 erstrecken. Solange Sterling unter 1,4560 handelt, bleibt unsere Einschätzung negativ.
AUD USD (0,8220) Die gestrige Erholung ändert nichts an unserem schwachen Ausblick: Das Risiko reicht weiterhin bis 0,8065. Wir würden diese Marke gar als Kursziel einer bearishen Strategie anpeilen, sollte sich der Austral-Dollar bis 0,8300 erholen. Das Risikolimit läge bei 0,8345.
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