Die nach wie vor attraktive Bewertung sowie Anzeichen für eine Verbesserung der Weltwirtschaft sprechen für Aktien. Der zweite Faktor begünstigt auch jene Rohstoffanlagen, welche mit einer hohen Gewichtung des Energiebereichs stark von der Entwicklung des Ölpreises abhängen…….
4. Dezember 2012 Swisscanto Investment Update
Während die Überschuldung der europäischen Peripherie-Staaten die Finanzmärkte weiterhin beschäftigen wird, hat ein anderes Thema bisher wenig Beachtung gefunden. Der Immobilienmarkt in den USA hat sich stabilisiert und die Häuserpreise haben wieder steigende Tendenz. Die Bedeutung dieser Trendwende sollte nicht unterschätzt werden, denn mit ihrem Volumen sind Wohnimmobilien in den USA die grösste Anlageklasse der Welt. Der negative Effekt, der zur Subprime- und danach zur allgemeinen Finanzkrise 2008/2009 führte, kann sich nun in die positive Richtung entwickeln: Bei höheren Immobilienpreisen wird für viele Hauseigentümer die Belastung durch ihre Hypothek wieder erträglicher, was wiederum zu höheren Konsumausgaben führen dürfte. Dieser wichtige Beitrag zum Wachstum der US- und der Weltwirtschaft ist an den Märkten noch nicht honoriert worden. Weniger problematisch als befürchtet könnte aus unserer Sicht das Seilziehen um den US-Haushalt verlaufen. Ein Kompromiss zwischen Präsident Obama und dem Kongress zur Verhinderung des Fiscal Cliff (automatische Ausgabenkürzungen und massive Steuererhöhungen im Falle einer Nichteinigung) scheint wahrscheinlich. Demgegenüber kommen aus Japan negative Signale. Die Konjunkturdaten deuten darauf hin, dass sich das Land bereits in der Rezession befindet. Angesichts der massiven Staatsverschuldung ist es gut möglich, dass diese kritische Lage an den Märkten vermehrt in den Vordergrund rücken wird.
Aktien bleiben attraktiv
Den grössten Renditebeitrag in einem gemischten Portfolio dürften nach wie vor die Aktien leisten. Die günstige Bewertung, erste Anzeichen für ein Ende der konjunkturellen Talfahrt in den Euroländern sowie der saisonale Effekt der Jahresend-Rally stimmen uns zuversichtlich. Neben Titeln aus Europa werden nun auch US-Aktien übergewichtet. Bevorzugte Sektoren sind unter anderem Lebensmittel, Software, Banken und Energie, während wir bei Versorgern, Versicherungen und Telekommunikationsdienstleistern eine unterdurchschnittliche Kursentwicklung erwarten. Das zusätzliche Aktienengagement geht zulasten der Anleihen.
Etwas vorsichtiger bei Unternehmensanleihen
Die Suche nach guten Renditen hat zu einer grossen Nachfrage nach Unternehmensanleihen geführt. Es sind technische Faktoren wie zum Beispiel Mittelflüsse, welche zurzeit diesen Markt treiben. Generell bevorzugen wir weiterhin Unternehmensanleihen gegenüber Staatsanleihen. Wir achten jedoch darauf, die Risiken in den Portfolios etwas zu reduzieren.
Quelle: ETFWorld – Swisscanto
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