1 Maerkte am Morgen

MM: Wirtschaftsministerium hebt BIP-Prognose an

  • Home
  • Focus
  • MM: Wirtschaftsministerium hebt BIP-Prognose an

Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle erwartet für das Gesamtjahr 2010 ein BIP-Plus von knapp 3 Prozent. Damit hebt auch das Wirtschaftsministerium seine Konjunkturprognose an, nachdem bereits zahlreiche Institute bessere Aussichten verkündet haben. .Die Zahl hinter der Zwei und dem Komma wird eine sehr hohe Zahl werden., sagte Brüderle der Bild am Sonntag. Bislang hatte das Ministerium mit einem Anstieg von 2,5 Prozent gerechnet. Der FDP- …

 

Politiker warnte allerdings vor allzu großem Optimismus. Das Wachstumstempo werde sich normalisieren, betonte er. Dagegen zeigte er sich in Bezug auf die Arbeitsmarktentwicklung mehr als zuversichtlich. .Schon in diesem Herbst wird die Arbeitslosenzahl unter 3 Mio. fallen. Wenn der Aufschwung sich verstetigt, können wir in den nächsten vier bis fünf Jahren Vollbeschäftigung in Deutschland erreichen.

EZB besorgt über fragiles Finanzsystem

In der Europäischen Zentralbank (EZB) macht sich Sorge über Europas Bankensystem breit. Nach Angaben von Ratsmitglied Yves Mersch ist das Finanzwesen immer noch fragil. Es sei nach wie vor ungewiss, ob nicht doch noch Rückschläge eintreten könnten. Das Produktions- und Einkommensniveau befinde sich unter dem von vor der Krise, obwohl die Wirtschaft wachse. Die EZB ist laut Mitglied Ewald Nowotny auch darüber beunruhigt, dass manche Banken nur durch die unbegrenzt von den Währungshütern zur Verfügung gestellte Liquidität überleben. Einem Bericht der Börsen-Zeitung zufolge mahnte Italiens Zentralbankchef Mario Draghi an, eine einseitige Refinanzierung durch die EZB durch regulatorische Maßnahmen der EZB zu verhindern.

IWF: China gewinnt an Einfluss

China soll im Internationalen Währungsfonds (IWF) so viel Einfluss erhalten wie Japan. Das berichtete zumindest die japanische Zeitung Nikkei. Demnach soll der chinesische Anteil im Fonds auf 6 Prozent erhöht werden. Bereits in diesem Herbst ist eine Reform des IWF geplant. Dabei sollen die Änderungen bekannt gegeben werden. Auch andere Schwellenländer wie Indien, Südkorea, Indonesien und Brasilien werden voraussichtlich mehr Stimmrechte erhalten. Bislang sind die Quoten zugunsten von Deutschland, Frankreich und Großbritannien verteilt. Sie sind Gründungsmitglieder und liegen mit ihrem Einfluss hinter den USA und Japan. China wird Japan voraussichtlich noch in diesem Jahr als zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt ablösen. Deutschland würde sich laut Regierungskreisen auf einen Kompromiss einlassen, allerdings zu Lasten kleinerer EUStaaten.

Stresstests für EU-Staaten gefordert

Im Kampf gegen Staatsschulden haben die 3 großen deutschen Bankenverbände Stresstests für die Haushalte der EU-Mitgliedsländer gefordert. In einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel mahnten der Bundesverband deutscher Banken (BdB), der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) und der Bundesverband der Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) an, dass die mittelfristigen Ziele für die Verschuldung der EUStaaten stärker beachtet werden müssen. Die Welt am Sonntag veröffentlichte Auszüge aus dem Schreiben. Bei der Überwachung der Haushalte müsse dringlicher kontrolliert werden, dass der Schuldenstand, der im Maastrichter Vertrag auf 60 Prozent des BIP festgelegt ist, eingehalten wird. .Je weiter sich das Schuldenniveau eines Mitgliedstaates vom 60-Prozent-Schwellenwert entfernt hat, desto strikter müssen die zusätzlichen Anstrengungen zur Rückführung sein., zitiert die Zeitung aus dem Brief.

Start des Milleniumsgipfels in New York

In New York treffen heute mehr als 100 Staats- und Regierungschefs zusammen, um den aktuellen Stand der Milleniumsziele zu diskutieren. Auch Kanzlerin Angela Merkel nimmt daran teil.

 Quelle: Cognitrend  – Exklusiv für Deutsche Bank


Disclaimer

Die auf dieser Website abgebildeten Grafiken, Bilder, Texte und sonstigen Darstellungen entsprechen unserem Kenntnisstand zum Zeitpunkt der Erstellung. Spätere Änderungen behalten wir uns vor. Alle Angaben und Quellen werden sorgfältig recherchiert. Dennoch behalten wir uns trotz größter Sorgfalt und Prüfung einen Irrtum in Bezug auf den Inhalt, insbesondere Zahlenangaben, Kurse und Statistiken, ausdrücklich vor. Wir schließen jegliche Haftung für Schäden, die direkt oder indirekt aus der Benutzung dieses Berichts entstehen, aus. Für Irrtümer übernehmen wir keine Haftung. Im Falle von Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie von sonstigen Schäden, die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung beruhen, verbleibt es bei der gesetzlichen Regelung. Die bereitgestellten Informationen stellen zudem keinerlei Form der Handelsempfehlung oder -beratung oder die Empfehlung zur Vornahme einer Anlageentscheidung dar. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Risiken im Wertpapier- und Währungshandel mit der jeweiligen Hausbank oder Broker abgestimmt und geklärt werden müssen. Unsere Informationen ersetzen nicht die Beratung durch einen Anlageberater.

EUR USD (1,1955) Gestern zweifelten Devisenmarktakteure daran, ob der Beitritt Estlands in die Eurozone im kommenden Jahr gutes Timing sei. Aber das Land würde ohnehin die Auswirkungen der Krise zu spüren bekommen, hieß es. In der Währungsunion lassen sich die Probleme angeblich besser verarbeiten und zudem kann man noch in „den Genuss der Vorteile“ kommen, meint Estlands Finanzminister. Nun, hoffentlich ist er sich der neuen Spielregeln wirklich bewusst, die gerade in Brüssel aufgestellt werden. Denn: Strafen bei Verstößen der Mitgliedsländer sollen nun wesentlich früher und schärfer geahndet werden.
Außerdem sollen Eurostat-Inspekteure mit erweiterten Vollmachten ausgestattet und im Verdachtsfall umfangreiche Kontrollen durchgeführt werden. Eigentlich war diese Reglung schon vor sechs Jahren im Gespräch. Damals schien aber keiner daran zu glauben, dass so etwas jemals nötig sei. Oder einige Mitgliedsländer wollten sich schlicht nicht in die Karten schauen lassen. Der Widerstand war seinerzeit jedenfalls ziemlich heftig. Doch trotz strengerer Regeln und trotz eines erkennbaren Spar- und Kontrollwillens, hegen Investoren derzeit große Zweifel am Fortbestand der Eurozone. Eine Umfrage, die unter 1.001 Bloomberg-Nutzern durchgeführt wurde, ergab, dass lediglich 23 Prozent der Befragten an Letzteres glauben. Daran ändert auch der gespannte 750- Mrd.-Euro-Schutzschirm nichts. K ein Wunder, dass derzeit der Druck auf den Euro so hoch ist. Gestern aber brachte uns die Erholung auf 1,2010 eine bearishe Strategie mit Kursziel 1,1520. Das Risikolimit bleibt vorerst bei 1,2065.

USD JPY (91,50) Er gilt als Verfechter strikter Haushaltsdisziplin und hat aus seiner Vorliebe für einen schwächeren Yen nie einen Hehl gemacht: Japans frisch gebackener Ministerpräsident Naoto Kan. Diese Prinzipien einen ihn mit Yoshihiko Noda, den Kan gestern erwartungsgemäß zum Finanzminister seines neuen Kabinetts kürte. Viele unbekannte Gesichter sind darin übrigens nicht zu finden. Zu Stellvertretern Nodas wurden Motohisa Ikeda sowie Naoki Minezaki ernannt. Vor allem Letztgenannter scheint sich ebenfalls dem Niedrig-Yen-Dogma verschrieben zu haben.
In der Vergangenheit sparte er darum nicht mit Kritik an der BoJ, die seiner Ansicht nach ihre geldpolitischen Lockerungsbemühungen verstärken sollte. Nichtsdestotrotz mahnen Analysten, die Erwartungshaltung der Marktteilnehmer in Sachen schwächerer Yen, d.h. die Interventionsfantasie, sei schlichtweg übertrieben, solange sich die Welt im Krisenmodus befinde. Der Dollar pendelt weiter in einer breiten Konsolidierung (89,10 – 93,65).

EUR JPY (109,35) Auch wenn der Yen von hohen japanischen Maschinenbauaufträgen heute Morgen ein wenig Rückenwind erhalten haben mag – die Kursbewegungen spielten sich in einer äußerst engen Spanne ab. Für den Euro besteht Abwärtsrisiko bis 107,10. Darunter findet sich erst bei 104,10 weitere Unterstützung. Widerstand zeigt sich bei 110,90/11,05 und darüber bei 112,95.

GBP USD (1,4435) Dass die Ratingagentur Fitch einen schnelleren Abbau des britischen Defizits fordert, hätte Investoren gestern eigentlich nicht zu beunruhigen brauchen. Spätestens seit dem Schicksal Spaniens sollte bekannt sein, dass AAA-Bewertungen nicht als selbstverständlich erachtet werden können. Überdies hatte die neue Regierung ja bereits angekündigt, den Gürtel spürbar enger schnallen zu wollen. Dennoch geriet das Pfund nach den Fitch-Kommentaren etwas unter Druck. Abwärtsbewegungen könnten sich bis 1,4310 (leicht tiefer adjustiert) und dann bis 1,4190 erstrecken. Solange Sterling unter 1,4560 handelt, bleibt unsere Einschätzung negativ.

AUD USD (0,8220) Die gestrige Erholung ändert nichts an unserem schwachen Ausblick: Das Risiko reicht weiterhin bis 0,8065. Wir würden diese Marke gar als Kursziel einer bearishen Strategie anpeilen, sollte sich der Austral-Dollar bis 0,8300 erholen. Das Risikolimit läge bei 0,8345.


Newsletter
Ich habe gelesen Privacy & Cookies Policy und ich stimme der Verarbeitung meiner persönlichen Daten für die darin genannten Zwecke zu.
Ich habe gelesen Privacy & Cookies Policy und ich stimme der Verarbeitung meiner persönlichen Daten für die darin genannten Zwecke zu.