1 Maerkte am Morgen

MM: Irland gibt Details zur Bankenrettung

  • Home
  • Focus
  • MM: Irland gibt Details zur Bankenrettung

Die Rettung der Banken in Irland wird den Staat weitere Milliarden kosten. Für die Abwicklung der verstaatlichten Anglo Irish Bank muss das Land bis zu 34 Mrd. EUR hinlegen, wie die irische Notenbank …

  bekanntgab. Zudem benötigen 2 weitere Finanzinstitute Hilfen in Milliardenhöhe. Bis November will die Regierung Pläne präsentieren, wie das Haushaltsdefizit eingedämmt werden soll. .Die Ankündigungen von heute bringen die Sanierung des irischen Bankensystems einen bedeutenden Schritt voran. Das ist eine Bedingung für eine stabile wirtschaftliche Erholung., erklärte Irlands Zentralbankchef Patrick Honohan am Donnerstag. Bisher plant das Land, bis 2014 die Neuverschuldung unter 3 Prozent des BIP zu drücken. Damit das klappt, muss nach Ansicht von Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker jedoch ein neues Sparprogramm aufgelegt werden. Er sieht dennoch keinen Bedarf für europäische Hilfe. .Mein Eindruck ist nicht, dass Irland unter den Schirm treten wird., erklärte Juncker.

Bundesregierung gegen EU-Einlagensicherung
Die Bundesregierung kritisiert die EU-Pläne zur Reform der Einlagensicherung. Da die deutschen Banken bereits über eine eigene Sicherung verfügen, müssten sie doppelt zahlen, wenn die Neuerungen nach den Vorstellungen von EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier umgesetzt werden. Demnach müssen die europäischen Geldhäuser in Zukunft Kundeneinlagen bis 100.000 EUR sichern. Zudem sollen die Einlagensicherungssysteme so ausgestattet sein, dass über einen Zeitraum von 10 Jahren 1,5 Prozent der erstattungsfähigen Einlagen vorgehalten werden. Allerdings besteht in Deutschland bereits eine freiwillige Sicherung der Kundeneinlagen, die weit über die 100.000-EuroGrenze hinausgeht. Die schwarz-gelbe Koalition hat sich nun auf einen gemeinsamen Antrag geeinigt, den EU-Vorstoß zu stoppen. In dem Schreiben heißt es, den EU-Ländern solle weiterhin die Möglichkeit bleiben, .unter Berücksichtigung ihrer nationalen Besonderheiten bestehende institutssichernde Systeme von der Pflicht zur Mitgliedschaft in einem Einlagensicherungssystem zu befreien.. Ähnlich sieht das Österreich. Die Sparkassen des Landes stehen dem gleichen Problem gegenüber, da sie einen Haftungsverbund haben, der dem deutschen gleicht. Deshalb hoffen die Institute, die EU-Pläne noch stoppen zu können. .Das ist völlig überflüssiger Luxus, der weder den Sparern noch den Sparkassen etwas bringt., erklärt der Präsident des österreichischen Sparkassenverbandes Michael Ikrath.

Deutscher Maschinenbau wächst weiter
Erneut gute Nachrichten vom deutschen Maschinenbau: Die Auftragseingänge stiegen im August um 45 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für das Gesamtjahr 2010 erwartet die Branche nun ein Wachstum von 6 Prozent, wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) mitteilte. Das Vorkrisenniveau ist nach Auffassung von VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers jedoch noch lange nicht erreicht. Das Wachstumsziel befindet sich ebenfalls noch in weiter Ferne. .In den ersten 5 Monaten des Jahres wurden wir noch mit Minusraten in der Produktion konfrontiert. Mittlerweile hatten wir einen Schwenk: In den ersten 7 Monaten hatten wir bereits ein Plus von 2 Prozent. Zwischen dem Plus 2 und dem Plus 6 zum Jahresende ist also noch Luft., so Wiechers.

Amerikaner zweifeln an deutschem Wachstum
Die Mehrheit der in Deutschland ansässigen amerikanischen Unternehmen zweifelt an der Nachhaltigkeit des hiesigen Wirtschaftsbooms. Das ergab eine Umfrage der amerikanischen Handelskammer (AmCham Germany). Dennoch hat sich das Ansehen Deutschlands bei den US-Firmen deutlich verbessert, wie 62 Prozent der Befragten angaben. 51 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben jedoch an, dass das deutsche Wachstum nicht nachhaltig ist, da ein erheblicher Fachkräftemangel droht.

 

 Quelle: Cognitrend  – Exklusiv für Deutsche Bank


Disclaimer

Die auf dieser Website abgebildeten Grafiken, Bilder, Texte und sonstigen Darstellungen entsprechen unserem Kenntnisstand zum Zeitpunkt der Erstellung. Spätere Änderungen behalten wir uns vor. Alle Angaben und Quellen werden sorgfältig recherchiert. Dennoch behalten wir uns trotz größter Sorgfalt und Prüfung einen Irrtum in Bezug auf den Inhalt, insbesondere Zahlenangaben, Kurse und Statistiken, ausdrücklich vor. Wir schließen jegliche Haftung für Schäden, die direkt oder indirekt aus der Benutzung dieses Berichts entstehen, aus. Für Irrtümer übernehmen wir keine Haftung. Im Falle von Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie von sonstigen Schäden, die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung beruhen, verbleibt es bei der gesetzlichen Regelung. Die bereitgestellten Informationen stellen zudem keinerlei Form der Handelsempfehlung oder -beratung oder die Empfehlung zur Vornahme einer Anlageentscheidung dar. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Risiken im Wertpapier- und Währungshandel mit der jeweiligen Hausbank oder Broker abgestimmt und geklärt werden müssen. Unsere Informationen ersetzen nicht die Beratung durch einen Anlageberater.

EUR USD (1,1955) Gestern zweifelten Devisenmarktakteure daran, ob der Beitritt Estlands in die Eurozone im kommenden Jahr gutes Timing sei. Aber das Land würde ohnehin die Auswirkungen der Krise zu spüren bekommen, hieß es. In der Währungsunion lassen sich die Probleme angeblich besser verarbeiten und zudem kann man noch in „den Genuss der Vorteile“ kommen, meint Estlands Finanzminister. Nun, hoffentlich ist er sich der neuen Spielregeln wirklich bewusst, die gerade in Brüssel aufgestellt werden. Denn: Strafen bei Verstößen der Mitgliedsländer sollen nun wesentlich früher und schärfer geahndet werden.
Außerdem sollen Eurostat-Inspekteure mit erweiterten Vollmachten ausgestattet und im Verdachtsfall umfangreiche Kontrollen durchgeführt werden. Eigentlich war diese Reglung schon vor sechs Jahren im Gespräch. Damals schien aber keiner daran zu glauben, dass so etwas jemals nötig sei. Oder einige Mitgliedsländer wollten sich schlicht nicht in die Karten schauen lassen. Der Widerstand war seinerzeit jedenfalls ziemlich heftig. Doch trotz strengerer Regeln und trotz eines erkennbaren Spar- und Kontrollwillens, hegen Investoren derzeit große Zweifel am Fortbestand der Eurozone. Eine Umfrage, die unter 1.001 Bloomberg-Nutzern durchgeführt wurde, ergab, dass lediglich 23 Prozent der Befragten an Letzteres glauben. Daran ändert auch der gespannte 750- Mrd.-Euro-Schutzschirm nichts. K ein Wunder, dass derzeit der Druck auf den Euro so hoch ist. Gestern aber brachte uns die Erholung auf 1,2010 eine bearishe Strategie mit Kursziel 1,1520. Das Risikolimit bleibt vorerst bei 1,2065.

USD JPY (91,50) Er gilt als Verfechter strikter Haushaltsdisziplin und hat aus seiner Vorliebe für einen schwächeren Yen nie einen Hehl gemacht: Japans frisch gebackener Ministerpräsident Naoto Kan. Diese Prinzipien einen ihn mit Yoshihiko Noda, den Kan gestern erwartungsgemäß zum Finanzminister seines neuen Kabinetts kürte. Viele unbekannte Gesichter sind darin übrigens nicht zu finden. Zu Stellvertretern Nodas wurden Motohisa Ikeda sowie Naoki Minezaki ernannt. Vor allem Letztgenannter scheint sich ebenfalls dem Niedrig-Yen-Dogma verschrieben zu haben.
In der Vergangenheit sparte er darum nicht mit Kritik an der BoJ, die seiner Ansicht nach ihre geldpolitischen Lockerungsbemühungen verstärken sollte. Nichtsdestotrotz mahnen Analysten, die Erwartungshaltung der Marktteilnehmer in Sachen schwächerer Yen, d.h. die Interventionsfantasie, sei schlichtweg übertrieben, solange sich die Welt im Krisenmodus befinde. Der Dollar pendelt weiter in einer breiten Konsolidierung (89,10 – 93,65).

EUR JPY (109,35) Auch wenn der Yen von hohen japanischen Maschinenbauaufträgen heute Morgen ein wenig Rückenwind erhalten haben mag – die Kursbewegungen spielten sich in einer äußerst engen Spanne ab. Für den Euro besteht Abwärtsrisiko bis 107,10. Darunter findet sich erst bei 104,10 weitere Unterstützung. Widerstand zeigt sich bei 110,90/11,05 und darüber bei 112,95.

GBP USD (1,4435) Dass die Ratingagentur Fitch einen schnelleren Abbau des britischen Defizits fordert, hätte Investoren gestern eigentlich nicht zu beunruhigen brauchen. Spätestens seit dem Schicksal Spaniens sollte bekannt sein, dass AAA-Bewertungen nicht als selbstverständlich erachtet werden können. Überdies hatte die neue Regierung ja bereits angekündigt, den Gürtel spürbar enger schnallen zu wollen. Dennoch geriet das Pfund nach den Fitch-Kommentaren etwas unter Druck. Abwärtsbewegungen könnten sich bis 1,4310 (leicht tiefer adjustiert) und dann bis 1,4190 erstrecken. Solange Sterling unter 1,4560 handelt, bleibt unsere Einschätzung negativ.

AUD USD (0,8220) Die gestrige Erholung ändert nichts an unserem schwachen Ausblick: Das Risiko reicht weiterhin bis 0,8065. Wir würden diese Marke gar als Kursziel einer bearishen Strategie anpeilen, sollte sich der Austral-Dollar bis 0,8300 erholen. Das Risikolimit läge bei 0,8345.


Newsletter
Ich habe gelesen Privacy & Cookies Policy und ich stimme der Verarbeitung meiner persönlichen Daten für die darin genannten Zwecke zu.
Ich habe gelesen Privacy & Cookies Policy und ich stimme der Verarbeitung meiner persönlichen Daten für die darin genannten Zwecke zu.