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MM: IfW: 2011 halbiert sich deutsche Wirtschaft

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Deutschlands Wirtschaftswachstum wird sich im kommenden Jahr voraussichtlich halbieren. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für Weltwirtschaft (IfW) in seiner jüngsten Konjunkturprognose. Demnach sinkt der Wirtschaftszuwachs auf 1,7 Prozent, während in diesem Jahr noch mit einem Plus von 3,4..……

 

Prozent gerechnet werden kann. Allerdings haben die Ökonomen des Instituts damit ihre Konjunktureinschätzung kräftig nach oben revidiert. Zuvor hatten sie für 2010 noch einen Anstieg von 2,1 und für 2011 von 1,2 Prozent prognostiziert. .Die weitere Expansion wird maßgeblich von der Binnenwirtschaft getragen, während die außenwirtschaftlichen Impulse allmählich auslaufen., erklärten die Forscher. Gleichzeitig warnten die Wirtschaftsexperten vor einer zu großen Euphorie. .Denn der Höhepunkt der weltwirtschaftlichen Expansion scheint überschritten.. Außerdem sei die Finanzkrise noch nicht vorüber.

Kritik an IWF-Kreditvergabe

Die Kreditvergabe des Internationalen Währungsfonds (IWF) sollte Einschränkungen unterworfen werden, forderte EZB-Chefvolkswirt Jürgen Stark. Der Fonds  gewähre mit immer neuen Instrumenten immer mehr und leichter Hilfen für angeschlagene Staaten. .Ich frage mich, was eigentlich die Exit-Strategie des IWF ist., sagte Stark bei einem Treffen der Unions-Bundestagsfraktion in Berlin. Auch die Abgeordneten äußerten sich skeptisch zu dem Fonds. Sie kritisierten, dass der IWF künftig Kredite ohne klare Bedingungen vergeben kann. Deutschland lehnt es ab, dem Fonds weiteres Kapital für neue Kreditprogramme zur Verfügung zu stellen. Auf der IWF-Jahreskonferenz im Oktober soll über die künftige Ausrichtung der Organisation diskutiert werden.

Kein echter Konjunkturaufschwung in Europa

Die europäische Wirtschaft hat sich noch lange nicht erholt und ein harter Sparkurs ist deshalb eine Gefahr für die Region, schreibt der Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung, Gustav Horn, in einem Gastbeitrag in der Financial Times Deutschland. Der momentan zu verzeichnende Aufschwung basiert demnach hauptsächlich auf staatlichen Konjunkturprogrammen aus der Vergangenheit. Eine tragfähige Erholung ist nach Auffassung von Horn dagegen noch nicht zu erkennen. Teile Europas und die USA bereiteten nach wie vor Sorgen, da das Wirtschaftswachstum trotz Fördermaßnahmen nur schleppend steige, erklärt der Ökonom. Deshalb sollten Staaten mit einem höheren Konjunkturaufschwung keinen strikten Sparkurs einschlagen. .Länder mit Leistungsbilanz überschuss und vergleichsweise gesundem Staatshaushalt sollten weiterhin eine expansive Fiskalpolitik verfolgen., empfiehlt Horn.

Wettbewerbsfähigkeit: Schweiz immer noch Nr. 1

Die Schweiz ist nach wie vor das wettbewerbsfähigste Land der Welt. Das ergab eine Studie des  Weltwirtschaftsforums. Demnach konnte sich Deutschland um 2 Plätze auf den 5. Rang hinter Schweden, Singapur und
den USA verbessern. Besonders weiterentwickelt hat sich das deutsche gesamtwirtschaftliche Umfeld im globalen Vergleich. Dagegen wird der Arbeitsmarkt hierzulande wegen mangelnder Beweglichkeit bei der Lohnfindung und des starken Kündigungsschutzes als zu starr empfunden.

OECD erwartet deutsche Wachstumsdelle

Die deutsche Konjunktur wird laut Prognose der OECD stark abkühlen. .Deutschland muss sich in den nächsten Quartalen auf Wachstum auf niedrigerem Niveau einstellen., sagt Felix Hüfner, Volkswirt der Organisation. Für das 3. Quartal dieses Jahres sagt die OECD für Deutschland lediglich ein BIP-Plus von 0,2 Prozent voraus. Allerdings rechnet Chefökonom Pier Carlo Padogan mit einem generellen Abflauen der Wirtschaft in allen Industrieländern. .Wir sehen aber derzeit keinen Rückfall in die Rezession., betonte er.
Quelle: Cognitrend  – Exklusiv für Deutsche Bank

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EUR USD (1,1955) Gestern zweifelten Devisenmarktakteure daran, ob der Beitritt Estlands in die Eurozone im kommenden Jahr gutes Timing sei. Aber das Land würde ohnehin die Auswirkungen der Krise zu spüren bekommen, hieß es. In der Währungsunion lassen sich die Probleme angeblich besser verarbeiten und zudem kann man noch in „den Genuss der Vorteile“ kommen, meint Estlands Finanzminister. Nun, hoffentlich ist er sich der neuen Spielregeln wirklich bewusst, die gerade in Brüssel aufgestellt werden. Denn: Strafen bei Verstößen der Mitgliedsländer sollen nun wesentlich früher und schärfer geahndet werden.
Außerdem sollen Eurostat-Inspekteure mit erweiterten Vollmachten ausgestattet und im Verdachtsfall umfangreiche Kontrollen durchgeführt werden. Eigentlich war diese Reglung schon vor sechs Jahren im Gespräch. Damals schien aber keiner daran zu glauben, dass so etwas jemals nötig sei. Oder einige Mitgliedsländer wollten sich schlicht nicht in die Karten schauen lassen. Der Widerstand war seinerzeit jedenfalls ziemlich heftig. Doch trotz strengerer Regeln und trotz eines erkennbaren Spar- und Kontrollwillens, hegen Investoren derzeit große Zweifel am Fortbestand der Eurozone. Eine Umfrage, die unter 1.001 Bloomberg-Nutzern durchgeführt wurde, ergab, dass lediglich 23 Prozent der Befragten an Letzteres glauben. Daran ändert auch der gespannte 750- Mrd.-Euro-Schutzschirm nichts. K ein Wunder, dass derzeit der Druck auf den Euro so hoch ist. Gestern aber brachte uns die Erholung auf 1,2010 eine bearishe Strategie mit Kursziel 1,1520. Das Risikolimit bleibt vorerst bei 1,2065.

USD JPY (91,50) Er gilt als Verfechter strikter Haushaltsdisziplin und hat aus seiner Vorliebe für einen schwächeren Yen nie einen Hehl gemacht: Japans frisch gebackener Ministerpräsident Naoto Kan. Diese Prinzipien einen ihn mit Yoshihiko Noda, den Kan gestern erwartungsgemäß zum Finanzminister seines neuen Kabinetts kürte. Viele unbekannte Gesichter sind darin übrigens nicht zu finden. Zu Stellvertretern Nodas wurden Motohisa Ikeda sowie Naoki Minezaki ernannt. Vor allem Letztgenannter scheint sich ebenfalls dem Niedrig-Yen-Dogma verschrieben zu haben.
In der Vergangenheit sparte er darum nicht mit Kritik an der BoJ, die seiner Ansicht nach ihre geldpolitischen Lockerungsbemühungen verstärken sollte. Nichtsdestotrotz mahnen Analysten, die Erwartungshaltung der Marktteilnehmer in Sachen schwächerer Yen, d.h. die Interventionsfantasie, sei schlichtweg übertrieben, solange sich die Welt im Krisenmodus befinde. Der Dollar pendelt weiter in einer breiten Konsolidierung (89,10 – 93,65).

EUR JPY (109,35) Auch wenn der Yen von hohen japanischen Maschinenbauaufträgen heute Morgen ein wenig Rückenwind erhalten haben mag – die Kursbewegungen spielten sich in einer äußerst engen Spanne ab. Für den Euro besteht Abwärtsrisiko bis 107,10. Darunter findet sich erst bei 104,10 weitere Unterstützung. Widerstand zeigt sich bei 110,90/11,05 und darüber bei 112,95.

GBP USD (1,4435) Dass die Ratingagentur Fitch einen schnelleren Abbau des britischen Defizits fordert, hätte Investoren gestern eigentlich nicht zu beunruhigen brauchen. Spätestens seit dem Schicksal Spaniens sollte bekannt sein, dass AAA-Bewertungen nicht als selbstverständlich erachtet werden können. Überdies hatte die neue Regierung ja bereits angekündigt, den Gürtel spürbar enger schnallen zu wollen. Dennoch geriet das Pfund nach den Fitch-Kommentaren etwas unter Druck. Abwärtsbewegungen könnten sich bis 1,4310 (leicht tiefer adjustiert) und dann bis 1,4190 erstrecken. Solange Sterling unter 1,4560 handelt, bleibt unsere Einschätzung negativ.

AUD USD (0,8220) Die gestrige Erholung ändert nichts an unserem schwachen Ausblick: Das Risiko reicht weiterhin bis 0,8065. Wir würden diese Marke gar als Kursziel einer bearishen Strategie anpeilen, sollte sich der Austral-Dollar bis 0,8300 erholen. Das Risikolimit läge bei 0,8345.


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