EU-Länder, die sich in Zukunft nicht an die vorgegebene Defizitgrenze von 3 Prozent des BIP halten, sollen mit Geldstrafen belegt werden. Dies geht aus Plänen der EU-Kommission hervor. Demnach sollen die bereits möglichen Sanktionen gegen Defizitsünder schon früher greifen. Außerdem
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will die Europabehörde auch Nachlässigkeiten bei Wirtschaftsreformen zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit mit Geldbußen ahnden. .Wir werden die Schrauben allmählich anziehen, aber die Strafe kann durch korrigierende Maßnahmen vermieden werden., sagte EUBinnenmarktkommissar Olli Rehn einer finnischen Zeitung. Dennoch sollen die EUMitglieder durch die Sanktionen nicht dauerhaft belastet werden. .Es ist eine beachtliche Summe, die aberdie Wirtschaft eines Mitgliedstaates nicht in den Bankrott stürzen würde., erklärte Rehn. Am Mittwoch will der Kommissar zusammen mit EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso den Entwurf zu den schärferen Sanktionen vorlegen.
Konjunktur kann Regierung stützen
Die Bundesregierung könnte von der wirtschaftlichen Entwicklung der kommenden Jahre profitieren und ihr Ansehen bei der Bevölkerung steigern, schätzt Klaus Zimmermann, Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). .Ökonomisch wird die Regierung vom Glück verfolgt. Das tolle Wachstum 2010 setzt sich 2011 auf gebremstem Niveau fort und geht mit schrumpfenden Arbeitslosenzahlen einher., erklär te Zimmermann gegenüber Handelsblatt Online. Aktuell befindet sich die schwarz-gelbe Koalition ein Jahr nach dem Wahlsieg bei der Wählergunst in einem Rekordtief. Das jüngste ZDF-Politbarometer ergab, dass die Bundesregierung bei einer Wahl nur noch auf 31 Prozent der Stimmen käme. Dabei hat auch der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Konjunkturprognose für Deutschland angehoben. Laut einem Bericht des Spiegels erwartet der Fonds für dieses Jahr ein Wachstum des deutschen BIP um 3,3 Prozent, für 2011 um 2 Prozent. Die Prognose gilt noch als streng vertraulich, da sie erst Anfang Oktober veröffentlicht werden soll. Durchgesickert ist jedoch bereits, dass der IWF neben dem starken Export auch die steigende Binnennachfrage als einen wichtigen Faktor für eine positive Entwicklung der deutschen Wirtschaft sieht.
Weiterhin starker Kapitalfluss ins Ausland
Deutschland belegt bei den Auslandsinvestoren weiterhin den 2. Platz, hinter den USA. Das ergab die Studie .Globale Standort-Trends. der IBM-Sparte Plant Location International (PLI), die das Investitionsverhalten der einzelnen Länder 2009 untersucht hat. Demnach investierten die deutschen Unternehmen vor allem in den USA, gefolgt von China und Indien. Das meiste Geld kam aus der Automobil- und Verkehrsbranche: Mehr als ein Drittel der Investoren gehörten zu diesem Sektor. Deutschland erhält laut der Studie deutlich weniger Kapital aus dem Ausland, als von hier ausgeht. Im vergangenen Jahr konnte Berlin die Finanzmetropole Frankfurt als erste Adresse für ausländische Investoren überholen.
Neuer Labour-Chef will mildes Sparprogramm
Der neue Labour-Chef Ed Miliband will die starken Einsparungsmaßnahmen der britischen Regierung abmildern, da er fürchtet, sie könnten das wirtschaftliche Wachstum des Landes gefährden. Dennoch erkennt er die Notwendigkeit einiger Ausgabenkürzungen an. .Defizitabbau ja, aber in einem vorsichtigen Tempo und derart, dass er der Wirtschaft hilft und sie nicht hemmt., erklärte Miliband in einem Interview mit dem TV-Sender BBC. Dafür sollten seiner Meinung nach allerdings die Banken stärker besteuert werden. Sie hätten schließlich die Krise mit verursacht, so der einstige Energieminister gegenüber BBC. Die Labour-Partei plant, die Mindereinnahmen Großbritanniens bis 2015 zu halbieren. Am Samstag setzte sich Ed Miliband auf dem Parteitag bei der Wahl des neuen Parteivorsitzenden gegen seinen 5 Jahre älteren Bruder David Miliband durch.
Quelle: Cognitrend – Exklusiv für Deutsche Bank
Disclaimer
USD JPY (91,50) Er gilt als Verfechter strikter Haushaltsdisziplin und hat aus seiner Vorliebe für einen schwächeren Yen nie einen Hehl gemacht: Japans frisch gebackener Ministerpräsident Naoto Kan. Diese Prinzipien einen ihn mit Yoshihiko Noda, den Kan gestern erwartungsgemäß zum Finanzminister seines neuen Kabinetts kürte. Viele unbekannte Gesichter sind darin übrigens nicht zu finden. Zu Stellvertretern Nodas wurden Motohisa Ikeda sowie Naoki Minezaki ernannt. Vor allem Letztgenannter scheint sich ebenfalls dem Niedrig-Yen-Dogma verschrieben zu haben.
In der Vergangenheit sparte er darum nicht mit Kritik an der BoJ, die seiner Ansicht nach ihre geldpolitischen Lockerungsbemühungen verstärken sollte. Nichtsdestotrotz mahnen Analysten, die Erwartungshaltung der Marktteilnehmer in Sachen schwächerer Yen, d.h. die Interventionsfantasie, sei schlichtweg übertrieben, solange sich die Welt im Krisenmodus befinde. Der Dollar pendelt weiter in einer breiten Konsolidierung (89,10 – 93,65).
EUR JPY (109,35) Auch wenn der Yen von hohen japanischen Maschinenbauaufträgen heute Morgen ein wenig Rückenwind erhalten haben mag – die Kursbewegungen spielten sich in einer äußerst engen Spanne ab. Für den Euro besteht Abwärtsrisiko bis 107,10. Darunter findet sich erst bei 104,10 weitere Unterstützung. Widerstand zeigt sich bei 110,90/11,05 und darüber bei 112,95.
GBP USD (1,4435) Dass die Ratingagentur Fitch einen schnelleren Abbau des britischen Defizits fordert, hätte Investoren gestern eigentlich nicht zu beunruhigen brauchen. Spätestens seit dem Schicksal Spaniens sollte bekannt sein, dass AAA-Bewertungen nicht als selbstverständlich erachtet werden können. Überdies hatte die neue Regierung ja bereits angekündigt, den Gürtel spürbar enger schnallen zu wollen. Dennoch geriet das Pfund nach den Fitch-Kommentaren etwas unter Druck. Abwärtsbewegungen könnten sich bis 1,4310 (leicht tiefer adjustiert) und dann bis 1,4190 erstrecken. Solange Sterling unter 1,4560 handelt, bleibt unsere Einschätzung negativ.
AUD USD (0,8220) Die gestrige Erholung ändert nichts an unserem schwachen Ausblick: Das Risiko reicht weiterhin bis 0,8065. Wir würden diese Marke gar als Kursziel einer bearishen Strategie anpeilen, sollte sich der Austral-Dollar bis 0,8300 erholen. Das Risikolimit läge bei 0,8345.
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