Die Europäische Zentralbank (EZB) wird die außerordentlichen Hilfen für die Finanzinstitute weiterhin beibehalten ..….
IWF mahnt zu Schuldenabbau
Die Industrieländer haben in wirtschaftlich guten Zeiten die Reduzierung ihrer Schulden zu wenig vorangetrieben,
bemängelt der Internationale Währungsfonds (IWF) in einem Positionspapier. Ländern wie Griechenland, Italien, Japan und Portugal helfen demnach nur noch radikale Sparmaßnahmen, um eine Staatspleite zu vermeiden. Zu den gefährdeten Industriestaaten zählt der Fonds mittlerweile auch die USA und Groß-britannien. Bis 2015 rechnet der IWF für die USA mit einer Schuldenlast von 110 Prozent des BIP. Die Verbindlichkeiten von Deutschland werden bis dahin voraussichtlich von derzeit 72,5 auf 81,5 Prozent ansteigen.
Der frühere Chefvolkswirt des Fonds benennt die kritische Schuldengrenze bei 90 Prozent des BIP. Trotz der alarmierenden Situation vieler Industrieländer sieht der IWF allerdings keine Gefahr von Staatsbankrotten.
EU plant Leerverkaufsverbot im Krisenfall
Die EU-Kommission will ein Verbot von Leerverkäufen von Aktien und Staatsanleihen ermöglichen. Damit gibt sie dem Drängen von Deutschland nach. Dabei sollen die Risiken solcher Geschäfte zwar begrenzt, deren nützliche Wirkung auf die Finanzmärkte jedoch nicht beeinträchtigt werden. „In Notsituationen könnte es notwendig sein, dass die zuständigen Behörden Leerverkaufsaktivit äten verbieten oder begrenzen, die andernfalls legitim wären“, heißt es in dem entsprechenden Gesetzesentwurf der EU-Kommission. Verantwortlich für das Verhängen der Verbote soll die geplante europäische Wertpapieraufsichtsbehörde ESMA sein. Bereits im Mai hatte Deutschland Leerverkäufe auf Bankaktien und europäische Staatsanleihen verboten.
Bernanke bereut Schweigen bei Lehman-Pleite
Fed-Chef Ben Bernanke bereut, den US-Kongress 2008 in Bezug auf die Lehman-Pleite nicht klar und deutlich über die Situation aufgeklärt zu haben. So sei der Eindruck entstanden, die amerikanische Zentralbank hätte die Möglichkeit gehabt, das Finanzinstitut vor dem Untergang zu bewahren. Bernanke musste vor dem Kongressausschuss Financial Crisis Inquiry Commission zur Bankenrettung im Zuge der Finanzkrise 2008 Stellung nehmen. Der Währungshüter betonte, die Fed habe die heftigen Reaktionen der internationalen Märkte auf die Lehman-Pleite nicht einschätzen können. Einen Tag vor der Aussage Bernankes vor dem Kongress musste sich der ehemalige Lehman-Chef Dick Fuld rechtfertigen.
Er sagte, die Fed hätte die Bank zur damaligen Zeit mit Finanzhilfen stützten können.
Japan: Regierung diskutiert Yen-Intervention
Die japanische Regierung diskutiert die Möglichkeit einer Intervention des Yen-Wechselkurses. Dabei geht es vor allem um einen Alleingang, da mit Unterstützung aus den USA nicht zu rechnen ist. Japan leidet unter der starken Währung, die die Exporte verteuert. Allerdings sieht die Regierung Yen-Verkäufe ohne Beteiligung der USA als problematisch an.
Quelle: Cognitrend – Exklusiv für Deutsche Bank
Disclaimer
USD JPY (91,50) Er gilt als Verfechter strikter Haushaltsdisziplin und hat aus seiner Vorliebe für einen schwächeren Yen nie einen Hehl gemacht: Japans frisch gebackener Ministerpräsident Naoto Kan. Diese Prinzipien einen ihn mit Yoshihiko Noda, den Kan gestern erwartungsgemäß zum Finanzminister seines neuen Kabinetts kürte. Viele unbekannte Gesichter sind darin übrigens nicht zu finden. Zu Stellvertretern Nodas wurden Motohisa Ikeda sowie Naoki Minezaki ernannt. Vor allem Letztgenannter scheint sich ebenfalls dem Niedrig-Yen-Dogma verschrieben zu haben.
In der Vergangenheit sparte er darum nicht mit Kritik an der BoJ, die seiner Ansicht nach ihre geldpolitischen Lockerungsbemühungen verstärken sollte. Nichtsdestotrotz mahnen Analysten, die Erwartungshaltung der Marktteilnehmer in Sachen schwächerer Yen, d.h. die Interventionsfantasie, sei schlichtweg übertrieben, solange sich die Welt im Krisenmodus befinde. Der Dollar pendelt weiter in einer breiten Konsolidierung (89,10 – 93,65).
EUR JPY (109,35) Auch wenn der Yen von hohen japanischen Maschinenbauaufträgen heute Morgen ein wenig Rückenwind erhalten haben mag – die Kursbewegungen spielten sich in einer äußerst engen Spanne ab. Für den Euro besteht Abwärtsrisiko bis 107,10. Darunter findet sich erst bei 104,10 weitere Unterstützung. Widerstand zeigt sich bei 110,90/11,05 und darüber bei 112,95.
GBP USD (1,4435) Dass die Ratingagentur Fitch einen schnelleren Abbau des britischen Defizits fordert, hätte Investoren gestern eigentlich nicht zu beunruhigen brauchen. Spätestens seit dem Schicksal Spaniens sollte bekannt sein, dass AAA-Bewertungen nicht als selbstverständlich erachtet werden können. Überdies hatte die neue Regierung ja bereits angekündigt, den Gürtel spürbar enger schnallen zu wollen. Dennoch geriet das Pfund nach den Fitch-Kommentaren etwas unter Druck. Abwärtsbewegungen könnten sich bis 1,4310 (leicht tiefer adjustiert) und dann bis 1,4190 erstrecken. Solange Sterling unter 1,4560 handelt, bleibt unsere Einschätzung negativ.
AUD USD (0,8220) Die gestrige Erholung ändert nichts an unserem schwachen Ausblick: Das Risiko reicht weiterhin bis 0,8065. Wir würden diese Marke gar als Kursziel einer bearishen Strategie anpeilen, sollte sich der Austral-Dollar bis 0,8300 erholen. Das Risikolimit läge bei 0,8345.
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