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MM: Buba-Chef Weber sieht keine Gefahr

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Die schärferen Eigenkapitalregeln für Banken, Basel III, werden die Wirtschaft nicht gefährden, sagte Bundesbankpr äsident Axel Weber auf der Tagung .Banken im Umbruch.. Zwar würden die Finanzinstitute durch hö- here Mindestkapitalanforderungen stärker belastet.……

Allerdings zeigten aktuelle Kosten-Nutzen-Abwägungen, dass keine negativen Auswirkungen auf die Konjunktur zu erwarten seien. Zudem gebe es großzügige Übergangsfristen, so Weber. Insgesamt wird das neue Regelwerk nach Auffassung des Buba-Chefs die Stabilität der Banken erhöhen. .Die eigentliche Herausforderung besteht darin, die international harmonisierten Regeln mit national unterschiedlichen Rahmenbedingungen in Einklang zu bringen., erklärte Weber.

EU-Barnier fordert Strafen für Banken

EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier gehen die neuen Bankenregeln noch nicht weit genug. Die Finanzinstitute hätten die Krise verursacht und müssten nun mit härteren Reformen bestraft werden, sagte er in einem Interview mit dem Handelsblatt. Für die Zukunft fordert der Kommissar strengere Kontrollen der Banken. .Ich bin auf jeden Fall der Meinung, dass wir Stresstests künftig regelmäßig durchführen müssen., erklärte Barnier. Einen Wettbewerbsnachteil gegenüber amerikanischen Geldhäusern sieht er nicht, da in den USA die Finanzmarktregulierung

genauso schnell voran kommt wie in Europa. Derweil wurde bekannt, dass die europäischen Banken bereits ab 2013 mehr als doppelt so viel Kapital für den Krisenfall aufweisen müssen wie bislang. Damit würden die neuen Finanzmarktregulierungen früher eingeführt als ursprünglich geplant.

Amerika braucht noch Jahre für Erholung

Amerika werde noch sehr lange brauchen, die Folgen der Finanzkrise zu überwinden, schreibt Kenneth Rogoff, ehemaliger Chefvolkswirt des IWF, in einem Gastbeitrag in der Financial Times Deutschland. Es habe mehr als 10 Jahre gedauert, das Loch zu graben, in dem sich die US-Wirtschaft momentan befinde. Deshalb werde sie einige Zeit brauchen, wieder herauszukommen,

argumentiert Rogoff. Schwierigkeiten bestehen nach Auffassung des Ökonomen unter anderem darin, dass sich das Finanzsystem nach der Krise zunächst regenerieren und der Kreditfluss wieder richtig in Gang kommen muss. Zwar seien Steuersenkungen grundsätzlich nicht schlecht, sie bergen jedoch mehrere Probleme, so Rogoff. Die amerikanische Staatsverschuldung steuere auf das höchste Defizit seit dem Zweiten Weltkrieg zu.

Außerdem werde die Nachfrage kurzfristig nur begrenzt angehoben, erläutert er. .Unterm Strich werden die Amerikaner noch viele Jahre Geduld haben müssen, während der Finanzsektor sich regeneriert und die Wirtschaft langsam aus dem Loch klettert, in das sie gefallen ist..

Fachkräftemangel kann in 4 Jahren Folgen haben

Bereits in 4 Jahren könnte der Fachkräftemangel in Deutschland verheerende Folgen haben, warnt der Prä- sident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Klaus Zimmermann. Deshalb fordert er die gezielte Anwerbung ausländischer Akademiker oder gar die Rente mit 70. Nach Angaben des Forschers braucht die deutsche Wirtschaft mindestens 500.000 mehr Einwanderer pro Jahr als augenblicklich der Fall ist. Nur so könne die Wirtschaftskraft des Landes dauerhaft gesichert werden, sagte Zimmermann gegenüber dem Hamburger Abendblatt. .Ab 2015 verlieren wir jedes Jahr rund 250.000 Mitarbeiter. Dann fehlen aber bereits 3 Mio. Arbeitskräfte am Markt . insbesondere Fachkräfte ., erklärt der DIW-Chef.

DAX-Sentiment

Schlechte Nachrichten vom europäischen Bankenmarkt sind nicht genug, um den Daxianern Angst einzujagen. Das ergab die aktuelle Sentimenterhebung von Cognitrend und der Börse Frankfurt. Stattdessen bleiben die Investoren gelassen und spielen das Spiel mit der Konsolidierungszone weiterhin munter und flexibel mit. Der Bull/Bear-Index bleibt im Vergleich zur Vorwoche unverändert.

Quelle: Cognitrend  – Exklusiv für Deutsche Bank


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EUR USD (1,1955) Gestern zweifelten Devisenmarktakteure daran, ob der Beitritt Estlands in die Eurozone im kommenden Jahr gutes Timing sei. Aber das Land würde ohnehin die Auswirkungen der Krise zu spüren bekommen, hieß es. In der Währungsunion lassen sich die Probleme angeblich besser verarbeiten und zudem kann man noch in „den Genuss der Vorteile“ kommen, meint Estlands Finanzminister. Nun, hoffentlich ist er sich der neuen Spielregeln wirklich bewusst, die gerade in Brüssel aufgestellt werden. Denn: Strafen bei Verstößen der Mitgliedsländer sollen nun wesentlich früher und schärfer geahndet werden.
Außerdem sollen Eurostat-Inspekteure mit erweiterten Vollmachten ausgestattet und im Verdachtsfall umfangreiche Kontrollen durchgeführt werden. Eigentlich war diese Reglung schon vor sechs Jahren im Gespräch. Damals schien aber keiner daran zu glauben, dass so etwas jemals nötig sei. Oder einige Mitgliedsländer wollten sich schlicht nicht in die Karten schauen lassen. Der Widerstand war seinerzeit jedenfalls ziemlich heftig. Doch trotz strengerer Regeln und trotz eines erkennbaren Spar- und Kontrollwillens, hegen Investoren derzeit große Zweifel am Fortbestand der Eurozone. Eine Umfrage, die unter 1.001 Bloomberg-Nutzern durchgeführt wurde, ergab, dass lediglich 23 Prozent der Befragten an Letzteres glauben. Daran ändert auch der gespannte 750- Mrd.-Euro-Schutzschirm nichts. K ein Wunder, dass derzeit der Druck auf den Euro so hoch ist. Gestern aber brachte uns die Erholung auf 1,2010 eine bearishe Strategie mit Kursziel 1,1520. Das Risikolimit bleibt vorerst bei 1,2065.

USD JPY (91,50) Er gilt als Verfechter strikter Haushaltsdisziplin und hat aus seiner Vorliebe für einen schwächeren Yen nie einen Hehl gemacht: Japans frisch gebackener Ministerpräsident Naoto Kan. Diese Prinzipien einen ihn mit Yoshihiko Noda, den Kan gestern erwartungsgemäß zum Finanzminister seines neuen Kabinetts kürte. Viele unbekannte Gesichter sind darin übrigens nicht zu finden. Zu Stellvertretern Nodas wurden Motohisa Ikeda sowie Naoki Minezaki ernannt. Vor allem Letztgenannter scheint sich ebenfalls dem Niedrig-Yen-Dogma verschrieben zu haben.
In der Vergangenheit sparte er darum nicht mit Kritik an der BoJ, die seiner Ansicht nach ihre geldpolitischen Lockerungsbemühungen verstärken sollte. Nichtsdestotrotz mahnen Analysten, die Erwartungshaltung der Marktteilnehmer in Sachen schwächerer Yen, d.h. die Interventionsfantasie, sei schlichtweg übertrieben, solange sich die Welt im Krisenmodus befinde. Der Dollar pendelt weiter in einer breiten Konsolidierung (89,10 – 93,65).

EUR JPY (109,35) Auch wenn der Yen von hohen japanischen Maschinenbauaufträgen heute Morgen ein wenig Rückenwind erhalten haben mag – die Kursbewegungen spielten sich in einer äußerst engen Spanne ab. Für den Euro besteht Abwärtsrisiko bis 107,10. Darunter findet sich erst bei 104,10 weitere Unterstützung. Widerstand zeigt sich bei 110,90/11,05 und darüber bei 112,95.

GBP USD (1,4435) Dass die Ratingagentur Fitch einen schnelleren Abbau des britischen Defizits fordert, hätte Investoren gestern eigentlich nicht zu beunruhigen brauchen. Spätestens seit dem Schicksal Spaniens sollte bekannt sein, dass AAA-Bewertungen nicht als selbstverständlich erachtet werden können. Überdies hatte die neue Regierung ja bereits angekündigt, den Gürtel spürbar enger schnallen zu wollen. Dennoch geriet das Pfund nach den Fitch-Kommentaren etwas unter Druck. Abwärtsbewegungen könnten sich bis 1,4310 (leicht tiefer adjustiert) und dann bis 1,4190 erstrecken. Solange Sterling unter 1,4560 handelt, bleibt unsere Einschätzung negativ.

AUD USD (0,8220) Die gestrige Erholung ändert nichts an unserem schwachen Ausblick: Das Risiko reicht weiterhin bis 0,8065. Wir würden diese Marke gar als Kursziel einer bearishen Strategie anpeilen, sollte sich der Austral-Dollar bis 0,8300 erholen. Das Risikolimit läge bei 0,8345.


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