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MM: Brüderle: Für eine moderne Industriepolitik

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Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle fordert in einem Gastbeitrag für das Handelsblatt eine neue Industriepolitik. Andernfalls verliere die deutsche Wirtschaft an Wettbewerbsfähigkeit. .Denn Deutschlands …

 

Industrie kann im harten weltweiten Wettbewerb schwer um Medaillenplätze kämpfen, wenn bei uns schon die Startaufstellung von Zögerern und Zauderern ausgebremst wird., erklärte der Minister. Dabei soll nach Auffassung Brüderles die spezifische Situation Deutschlands . sowohl Großunternehmen als auch ein industrieller Mittelstand . besonders beachtet werden.
Die Regierung erarbeite gerade ein wirtschaftspolitisches Gesamtkonzept. Folgende Punkte stünden im Fokus, so der Minister: die dringende Notwendigkeit qualifizierter Fachkräfte, Verbesserung der Innovationsfähigkeit, kosteneffizienter Umwelt- und Klima- schutz, langfristige Rohstoff- und Energieversorgung sowie offene und faire Rahmenbedingungen auf den internationalen Märkten.

Issing warnt vor Euro-Austritt

Der ehemalige Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank, Otmar Issing, hat in Bedrängnis geratene EuroLänder vor einem Austritt aus der Währungsunion gewarnt. Ein solcher Schritt wäre ein Eingeständnis, nicht mit den starken Volkswirtschaften in Europa mithalten zu können, sagte er auf einer Konferenz zur Zukunft des Euro in Berlin. .Das wäre politischer und wirtschaftlicher Selbstmord., fügte Issing hinzu. Bereits als Griechenland in eine Schuldenkrise geriet, hatten einige Ökonomen einen Austritt des Landes aus der Eurozone gefordert, unter anderem Ifo-Chef HansWerner Sinn. Der Chef des Eurorettungsschirms EFSF, Klaus Regling, befürwortete den Vorschlag von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, einen permanenten Mechanismus für die Währungsunion zu installieren, der eine Schuldenkrise künftig vermeiden hilft. .Ein Krisenmechanismus ist nötig für extreme Notfälle, und zwar mit strenger Konditionalität., sagte Regling.  Generell sieht der EFSF-Chef die Gemeinschaft jedoch nicht gescheitert. .Die Europäische Währungsunion ist Im Interesse sowohl der schwachen wie der starken Mitgliedsländer., erklärte er.

IfW sieht globale Instabilität

Die Weltwirtschaft befindet sich augenblicklich in einem .instabilen Gleichgewicht., sagt Dennis Snower, Chef des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) in einem Interview mit dem Manager Magazin. Zwar erlebe vor allem Deutschland momentan einen konjunkturellen Aufschwung. Dennoch könne man nicht davon ausgehen, dass sich daraus ein langfristiger Wachstumstrend ergebe, erklärte er anlässlich des Global Economic Symposium (GES) in Istanbul, dessen Direktor Snower ist..Wenn die Politik durch Aktivismus vorzugaukeln versucht, dass sie Stabilität garantieren kann, schafft sie in Wahrheit immer neue Risiken., mahnte der IfW-Chef an.

EU-Rehn vorerst gegen Krisenmechanismus

Im Gegensatz zu Deutschland will die EU-Kommission momentan nicht über ein dauerhaftes Rettungssystem für finanziell angeschlagene Euro-Staaten diskutieren.
Zunächst müssten Erfahrungen mit dem befristeten Euro-Rettungsschirm zusammengetragen werden, sagte EU-Wirtschaftskommissar Olli Rehn. Das könnte jedoch erst im kommenden Jahr geschehen. .Ich denke, die Zeit dafür ist noch nicht reif., sagte Rehn. Da das Hilfsprogramm für Griechenland noch bis 2013 laufe, habe man noch ausreichend Zeit, über eine langfristige Lösung nachzudenken. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hatte einen dauerhaften Krisenmechanismus für in Schwierigkeiten geratene Euro-Länder gefordert. Seit längerem ist auch die Gründung eines Europäischen Währungsfonds im Gespräch.




 Quelle: Cognitrend  – Exklusiv für Deutsche Bank


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EUR USD (1,1955) Gestern zweifelten Devisenmarktakteure daran, ob der Beitritt Estlands in die Eurozone im kommenden Jahr gutes Timing sei. Aber das Land würde ohnehin die Auswirkungen der Krise zu spüren bekommen, hieß es. In der Währungsunion lassen sich die Probleme angeblich besser verarbeiten und zudem kann man noch in „den Genuss der Vorteile“ kommen, meint Estlands Finanzminister. Nun, hoffentlich ist er sich der neuen Spielregeln wirklich bewusst, die gerade in Brüssel aufgestellt werden. Denn: Strafen bei Verstößen der Mitgliedsländer sollen nun wesentlich früher und schärfer geahndet werden.
Außerdem sollen Eurostat-Inspekteure mit erweiterten Vollmachten ausgestattet und im Verdachtsfall umfangreiche Kontrollen durchgeführt werden. Eigentlich war diese Reglung schon vor sechs Jahren im Gespräch. Damals schien aber keiner daran zu glauben, dass so etwas jemals nötig sei. Oder einige Mitgliedsländer wollten sich schlicht nicht in die Karten schauen lassen. Der Widerstand war seinerzeit jedenfalls ziemlich heftig. Doch trotz strengerer Regeln und trotz eines erkennbaren Spar- und Kontrollwillens, hegen Investoren derzeit große Zweifel am Fortbestand der Eurozone. Eine Umfrage, die unter 1.001 Bloomberg-Nutzern durchgeführt wurde, ergab, dass lediglich 23 Prozent der Befragten an Letzteres glauben. Daran ändert auch der gespannte 750- Mrd.-Euro-Schutzschirm nichts. K ein Wunder, dass derzeit der Druck auf den Euro so hoch ist. Gestern aber brachte uns die Erholung auf 1,2010 eine bearishe Strategie mit Kursziel 1,1520. Das Risikolimit bleibt vorerst bei 1,2065.

USD JPY (91,50) Er gilt als Verfechter strikter Haushaltsdisziplin und hat aus seiner Vorliebe für einen schwächeren Yen nie einen Hehl gemacht: Japans frisch gebackener Ministerpräsident Naoto Kan. Diese Prinzipien einen ihn mit Yoshihiko Noda, den Kan gestern erwartungsgemäß zum Finanzminister seines neuen Kabinetts kürte. Viele unbekannte Gesichter sind darin übrigens nicht zu finden. Zu Stellvertretern Nodas wurden Motohisa Ikeda sowie Naoki Minezaki ernannt. Vor allem Letztgenannter scheint sich ebenfalls dem Niedrig-Yen-Dogma verschrieben zu haben.
In der Vergangenheit sparte er darum nicht mit Kritik an der BoJ, die seiner Ansicht nach ihre geldpolitischen Lockerungsbemühungen verstärken sollte. Nichtsdestotrotz mahnen Analysten, die Erwartungshaltung der Marktteilnehmer in Sachen schwächerer Yen, d.h. die Interventionsfantasie, sei schlichtweg übertrieben, solange sich die Welt im Krisenmodus befinde. Der Dollar pendelt weiter in einer breiten Konsolidierung (89,10 – 93,65).

EUR JPY (109,35) Auch wenn der Yen von hohen japanischen Maschinenbauaufträgen heute Morgen ein wenig Rückenwind erhalten haben mag – die Kursbewegungen spielten sich in einer äußerst engen Spanne ab. Für den Euro besteht Abwärtsrisiko bis 107,10. Darunter findet sich erst bei 104,10 weitere Unterstützung. Widerstand zeigt sich bei 110,90/11,05 und darüber bei 112,95.

GBP USD (1,4435) Dass die Ratingagentur Fitch einen schnelleren Abbau des britischen Defizits fordert, hätte Investoren gestern eigentlich nicht zu beunruhigen brauchen. Spätestens seit dem Schicksal Spaniens sollte bekannt sein, dass AAA-Bewertungen nicht als selbstverständlich erachtet werden können. Überdies hatte die neue Regierung ja bereits angekündigt, den Gürtel spürbar enger schnallen zu wollen. Dennoch geriet das Pfund nach den Fitch-Kommentaren etwas unter Druck. Abwärtsbewegungen könnten sich bis 1,4310 (leicht tiefer adjustiert) und dann bis 1,4190 erstrecken. Solange Sterling unter 1,4560 handelt, bleibt unsere Einschätzung negativ.

AUD USD (0,8220) Die gestrige Erholung ändert nichts an unserem schwachen Ausblick: Das Risiko reicht weiterhin bis 0,8065. Wir würden diese Marke gar als Kursziel einer bearishen Strategie anpeilen, sollte sich der Austral-Dollar bis 0,8300 erholen. Das Risikolimit läge bei 0,8345.


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