Eigentlich war für den März eine stärkere Konsolidierung erwartet, ja erhofft worden, aber sie kam (noch) nicht. Dennoch taten sich die Märkte schwer, so dass die Kursavancen begrenzt blieben. Am…..
ETFLab Newsletter – Wertarbeit 04/2012
stärksten legten die amerikanischen Technologiewerte zu. Der Nasdaq gewann rund fünf Prozent. 3,7 Prozent zog der Nikkei an, 3,1 Prozent der S & P 500. In Deutschland entwickelten sich die mittleren und kleineren Werte besser als die Blue Chips im DAX. 2,6 Prozent brachte der MDAX auf die Waage, der DAX nur 1,3 Prozent. Verlierer bei den Aktienindizes war der Euro STOXX 50, der 1,4 Prozent abgab. Stärker erwischte es die Edelmetalle, die in den Vormonaten kräftig gewonnen hatten. Der Silberpreis verlor 6,5 Prozent, der Goldpreis 1,4 Prozent. Und auch die Emerging Markets mussten Federn lassen. Der MSCI-Index gab 3,5 Prozent ab.
Wer da kräftig gewinnen wollte, benötigte schon ETFs mit einem Hebel, am besten natürlich in zweifacher Stärke. Aber auch einzelne Branchen schafften Avancen von mehr als fünf Prozent, so zum Beispiel Immobilien, Technologie und Gesundheit. Die schwachen Edelmetallpreise forderten ihren Tribut bei ETFs auf Goldminen, die zweistellig zurückfielen. Auch mit chinesischen Aktien hatte man keine Freude, die Verluste erreichten acht bis zehn Prozent. In China schien der steile Anstieg vom Jahresbeginn früher in eine Korrektur zu münden als anderswo.
Auf Grund der Schwäche in einzelnen Bereichen bewegte sich die Bilanz der Assets under Management (AuM) im März leicht nach unten. Das Volumen der in Europa gehandelten Fonds verringerte sich um 0,3 Prozent auf 222,8 Milliarden Euro. Bei den Fondszahlen ging es weiter nach oben, 0,7 Prozent auf jetzt 1.370 gehandelte Titel in Europa.

Rohstoff-ETFs büßten beim verwalteten Vermögen im März etwas ein. 3,0 Prozent auf 24,0 Milliarden Euro verringerte sich das Volumen. Die Anleihe-ETFs waren hingegen gut dabei, hier ging es 2,9 Prozent nach oben. Die Aktien schaffen nur ein „knapp behauptet“ und markierten ein leichtes Minus von 0,6 Prozent bei 151,1 Milliarden Euro. Derivative Produkte waren wenig gefragt, 1,5 Prozent verringerten sich ihre AuM. Am stärksten erwischte es wiederum die Geldmarktfonds. Ihr Volumen nahm um 5,4 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro ab, der geringste Stand seit der Finanzkrise 2007.

Zur schwächlichen Entwicklung der Aktien-AuM passte das Nettomittelaufkommen. Es war im März mit 418,5 Millionen Euro negativ. Ganz anders die Renten, die 928,5 Millionen Euro mehr verbuchten. Entsprechend dem verwalteten Vermögen büßten die Rohstoffe bei den Nettomitteln 127,9 Millionen Euro ein. Rund 240 Millionen Euro flossen aus den Geldmarktfonds ab.

Die Bilanz der ersten drei Monate für das Nettomittelaufkommen kann sich jedoch sehen lassen. Am stärksten legten die Aktien mit 1,8 Milliarden Euro zu, gefolgt von den Unternehmensanleihen mit 1,7 Milliarden. Staatsanleihen waren nicht mehr gefragt, hier ging das Aufkommen um 1,2 Milliarden Euro zurück. Emerging Markets waren wieder beliebt, um 923 Millionen Euro stiegen die Mittel.

Werden die nächsten drei Monate auch so gut? Darüber ist man sich am Markt nicht einig. Nach den kräftigen Kursavancen gilt eine ordentliche Konsolidierung als überfällig. Anlass dazu könnte die Nachrichtenlage bieten. Die EZB dürfte ihre Liquiditätshilfen erst mal nicht mehr aufstocken, während die guten Nachrichten von der Konjunktur europäischer Südländer auf sich warten lassen. Dennoch herrscht bei den Investoren überwiegend Gelassenheit. Ein Rückfall des DAX auf 6.500 Punkte gilt immer noch als erwünschte Konsolidierung. Und auf diesem Niveau spätestens sollte die Nachfrage nach Dividendentiteln mit historisch hohen Renditen wieder deutlich zunehmen.
Source: ETFLab Newsletter – Wertarbeit 04/2012
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