LGIM : Im November 2021 gaben Verbraucher allein in den USA 109,8 Milliarden Dollar online aus und profitierten von den frühen Angeboten, die sich über den ganzen Monat erstreckten.
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Aanand Venkatramanan, Head of ETFs , EMEA – LGIM
„Solche Online-Ausgaben wären ohne Kartenzahlungen nicht möglich“, sagt Aanand Venkatramanan. Venkatramanan sieht die nächste große Entwicklung im Zahlungsmarkt im Bereich Open Banking und Omnichannel-Lösungen:
„Die Ausgaben für den E-Commerce unter Verwendung von Zahlungskarten sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen: Eine kürzlich durchgeführte Studie zeigt, dass 2020 – angefeuert von den weltweiten Lockdowns – die Rekordsumme von 7,7 Billionen Dollar für den E-Commerce unter Verwendung von Zahlungskarten ausgegeben wurde. Zwar hat die Pandemie die Ausgaben für den elektronischen Handel mit Zahlungskarten in die Höhe getrieben, doch die Nutzung von Zahlungskarten für Online-Einkäufe steigt bereits seit einigen Jahren.
Bis 2026 dürfte laut Schätzungen das weltweite Volumen von E-Commerce-Kartentransaktionen 20 Billionen Dollar erreichen und die jährlichen Ausgaben für Zahlungskarten um durchschnittlich 18 % steigen.
Der digitale Zahlungsverkehr ist vielschichtigerals oft angenommen und umfasst Unternehmen, die sowohl Kartenzahlungen als auch kartenlose Open-Banking-Zahlungen anbieten. Zu den wichtigsten Playern zählen Issuing-Banken, Acquiring-Banken, Zahlungs-Gateways, Zahlungsabwickler, Anbietern von Zahlungstechnologien, zusätzliche Zahlungsdienstleistern und Anbieter kartenloser Zahlungsdienste.
Wir sind der Ansicht, dass innerhalb dieses Ökosystems Omnichannel-Zahlungslösungen eine wesentliche Funktion für Online-Kunden darstellen, die ständig zwischen Online- und Offline-Interaktionen mit Unternehmen wechseln. Die Omnichannel-Zahlungsabwicklung ermöglicht Verbrauchern den Zugang zu mehreren Zahlungsoptionen, die in einer einzigen Lösung über einen Anbieter integriert sind.
Zum Zeitpunkt der Kaufabwicklung werden dem Kunden mehrere Zahlungsoptionen angeboten, die auf ihre oder seine Präferenzen zugeschnitten sind. Der Vorteil von Omnichannel-Zahlungen besteht darin, dass sie mehrere Kanäle, sowohl online als auch offline, umfassen und so die Kundenzufriedenheit und den Komfort erhöhen. Auch die Verkäufer profitieren davon, denn sie können die Daten von Kundenbestellungen, Sendungen und Rücksendungen verwalten und so ihre Kunden dank eines verbesserten Service an sich binden.
Die primären Kanäle, die in Omnichannel-Zahlungsplattformen üblicherweise genutzt werden, reichen von Kredit- und Debitkartenzahlungen, manuellen Überweisungen, Lastschriften bis hin zu mobilen Geldbörsen, POS-Systemen oder Sofortüberweisungen, die durch Open Banking unterstützt werden.
Open Banking hat zudem nach unserer Einschätzung ein enormes disruptives Potenzial, weil es den Verbrauchern eine sichere Möglichkeit bietet, ihre Finanzdaten mit Händlern oder Dienstleistern auszutauschen oder eine Zahlung direkt von ihrem Bankkonto aus zu autorisieren. Damit wird das gesamte Kartennetz umgangen. Unserer Ansicht nach dürften Echtzeitzahlungen über die offene Bankenstruktur den Wettbewerb auf dem Markt für digitale Zahlungen verstärken und den Verbrauchern mehr und bessere Wahlmöglichkeiten zwischen verschiedenen Arten von Zahlungsdiensten und Dienstleistern bieten.
Digitale Zahlungstechnologien ermöglichen nicht nur das Online-Shopping, sondern verbessern auch das Kundenerlebnis erheblich. Noch kann zwar niemand wissen, wie die digitale Zahlungsindustrie in Zukunft genau aussehen wird. Wir glauben jedoch, dass sowohl Einzelpersonen, Unternehmen als auch Regulierungsbehörden, die einfache, direkte und sichere Zahlungsoptionen suchen, weiterhin Wachstumschancen für die Einführung digitaler Zahlungen schaffen werden. Digitale Zahlungstechnologien ermöglichen die Durchführung von Groß- und Kleinbetragszahlungen in Echtzeit und den Zugriff auf Echtzeit-Transaktionsdaten. Das dürfte Bankgeschäfte für alle einfacher und erschwinglicher machen und darüber hinaus die finanzielle Teilhabe fördern.“
Quelle : ETFWorld
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