Kennzahlen SIX Swiss Exchange und Scoach Schweiz: Juni 2013 / 1. Halbjahr 2013

Im ersten Halbjahr 2013 wurden an SIX Swiss Exchange und Scoach Schweiz insgesamt 17‘817‘289 oder pro Tag durchschnittlich 146‘043 Abschlüsse getätigt. Das ist ein Plus von 6,4% gegenüber der Vorjahresperiode. Im Segment Aktien inkl. Fonds + ETPs kam es zu 16‘573‘448 Abschlüssen. Das entspricht einer Zunahme von 6,5%. Ebenfalls stark zugelegt hat das ETF-Segment. Hier wurden insgesamt 505‘917 Abschlüsse getätigt. Dies sind 26,9% mehr als in der Vorjahresperiode….

Der Handelsumsatz aller Wertpapiere ist im ersten Halbjahr 2013 gesamthaft um 12,4% auf CHF 540,0 Mia. gestiegen. Pro Tag wurden somit durchschnittlich gut CHF 4,4 Mia. umgesetzt. Zu dieser Steigerung beigetragen haben vor allem die Umsätze in den Segmenten Aktien inkl. Fonds + ETPs (+18,3%), ETFs (+30,1%) sowie Strukturierte Produkte und Warrants (+6,5%). Rückläufig war hingegen der Umsatz im Segment Anleihen CHF. Hier ging der Umsatz um 12,8% auf CHF 85,4 Mia zurück.
Im Juni wurden insgesamt 3‘089‘714 Abschlüsse mit einem Umsatz von CHF 93,6 Mia. getätigt. Während die Anzahl der Abschlüsse im Vergleich zum Vormonat stabil blieb (0,0%), stieg der Umsatz um deutliche 6,9%. Ein ähnliches Bild zeichnet sich im Segment Aktien inkl. Fonds + ETPs ab: Mit 2‘877‘051 Abschlüssen wurde der Vormonatswert beinahe egalisiert (-0,1%), und der Umsatz stieg deutlich um 6,3% auf CHF 66,0 Mia. Bei den ETFs stieg der Handelsumsatz um 12,8% auf CHF 9,5 Mia. und die Anzahl der Abschlüsse legte um 4,7% auf 88‘298 zu. Bei den Strukturierten Produkten und Warrants sank der Umsatz um 16,5% auf CHF 3,2 Mia. Es wurden zudem 10,9% weniger Abschlüsse (74‘234) verzeichnet. Bei den Anleihen CHF stieg die Anzahl der Abschlüsse um 17,2% auf 48‘718 und die Umsätze auf CHF 14,8 Mia. (+12,4%).
Im Juni wurden 37 neue Anleihen CHF (+68,2%) und 4‘388 neue Strukturierte Produkte und Warrants  (+9,5%) zugelassen. Damit wurden seit Jahresbeginn insgesamt 172 neue CHF Anleihen (-6,5%) und 24‘562 neue Strukturierte Produkte und Warrants (-0,8%) kotiert.
Die Aktienindizes tendierten schwächer gegenüber Mai 2013 : Der Blue-Chip-Index SMI® scloss bei 7‘683,0 Punkten (-3,3% gegenüber dem Vormonat, +12,6% gegenüber Ende 2012), der SLI Swiss Leader Index® PR bei 1‘157,4 Punkten (-4,0% gegenüber Vormonat, +11,6% gegenüber Ende 2012) und der breiter gefasste SPI® bei 7‘247,6 Punkten (-3,3% gegenüber Vormonat, +15,2% gegenüber Ende 2012).

Quelle: ETFWorld.de – SIX Swiss Exchange

 

Deutsche Börse zweifelt Wirkung einer Finanztransaktionssteuer an
Eklatanter Widerspruch zwischen politischen Zielen und Wirkungen/Risikoimport durch die Hintertür

 

Die Deutsche Börse zweifelt den Sinn des heute von der Europäischen Kommission veröffentlichten Vorschlags einer Finanztransaktionssteuer an. Die Wirkungen dieser potentiellen Steuer stehen in einem diametralen Widerspruch zu den aus der Finanzkrise abgeleiteten politischen Zielen: auf der einen Seite will die Europäische Union berechtigterweise Transparenz und Stabilität der Finanzmärkte erhöhen und den Finanzsektor an den Kosten der Krise beteiligen. Auf der anderen Seite wird genau eine derartige Steuer dafür sorgen, dass Finanztransaktionen vermehrt in weniger regulierte und intransparente Märkte verlagert werden. Mögliche systemische Risiken bleiben damit unverändert, sie werden bloß dem Einfluss und der Kontrolle der Aufsicht entzogen.

Durch eine Einführung in nur 11 Mitgliedstaaten der Europäischen Union werden sich diese negativen Effekte noch intensivieren. Zumal sich Länder mit wichtigen Finanzplätzen wie London und Luxembourg nicht an einer verstärkten Zusammenarbeit beteiligen werden. Dies wird eine einseitige Schwächung des Finanzstandortes Deutschlands mit massiven wirtschaftlichen Folgen nach sich ziehen.

Eine Steuer auf Finanztransaktionen nach dem Vorschlag der EU Kommission wäre somit ein Geschenk an die weniger regulierten und intransparenten Finanzmärkte. Länder, die eine Finanztransaktionssteuer einführen, importieren so durch die Hintertür wieder genau die Risiken für Kunden und Verbraucher, die sie eigentlich abstellen wollten. Damit läuft eine solche Steuer den Bestrebungen der G-20 entgegen, nach der Finanzkrise die regulierte und transparente Finanzmarktinfrastruktur zu stärken.

Außerdem werden auch all diejenigen die Steuer zahlen, die gemeinhin nicht zu den Verursachern der Krise zählen. Im Gegenteil: Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen aus Wirtschaft und Industrie werden sich infolge der steigenden Transaktionskosten wesentlich höheren Kapitalbeschaffungskosten gegenübersehen. Auch viele Sparer und Privathaushalte hätten mit großen finanziellen Einbußen zu rechnen, da die Steuer direkt ihren Altersvorsorgeprodukten belastet wird.


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