Die Forscher vom IWH-Institut Halle haben sich in die mittlerweile schon längere Riege der Konjunkturoptimisten eingereiht: .Wir gehen derzeit davon aus, dass die Wirtschaft um 2,1 Prozent zulegt., sagte IWHKonjunkturchef Oliver Holtemöller. Bislang lag die Prognose bei 1,8 Prozent. Der Euphorie wolle er sich aber nicht anschließen, sagte …
Holtlemöller. Denn trotz bestandener Banken-Stresstests seien die Probleme im Finanzsektor noch nicht behoben. Zudem seien die Staatshaushalte in Deutschland und bei den wichtigen europäischen Handelspartnern noch nicht konsolidiert. Vor allem sei für Ende 2010 bereits eine Verlangsamung des Aufschwungs zu erwarten. Auch das Berliner
S&P gibt Banken keine schlechteren Noten
Am deutschen Aktienmarkt waren die Stresstests für europäische Banken schnell abgehakt. Viele Bankenwerte konnten zulegen. Auch europaweit gehörten Finanzwerte zu den größten Gewinnern an den Börsen; die bösen Überraschungen waren ausgeblieben. Schlechte Noten wird es auch von der Ratingagentur Standard & Poor.s nicht geben. Sie sieht keine Notwendigkeit, die Bonitätsnoten deutscher Banken zu senken, wie S&P-Bankenexperte Stefan Best erklärte. Der Test habe eher die Meinung der Agentur über die Banken bestätigt. Auch mit zusätzlichem Druck durch Kapitalerh öhungen rechnet er nicht. Unterdessen gibt es aber Streit darüber, ob und wie oft ein solcher Test wiederholt werden soll. Der Zusammenschluss der europäischen Bankenaufseher (CEBS) spricht sich laut Handelsblatt für Untersuchungen in regelmäßigen Abständen aus. Bei der deutschen Finanzaufsicht hieß es aber, dies müsse ein einmaliges Unterfangen bleiben. .Der zeitliche und organisatorische Aufwand steht in, keinem Verhältnis zum zusätzlichen Erkenntnisgewinn für die nationalen Aufseher., zitierte die Zeitung aus Finanzkreisen. Banklobbyisten kritisieren, der CEBS sei mit dem .Mammutprojekt. überfordert gewesen. Von einer europäischen Finanzaufsicht sei die Behörde noch weit entfernt, hieß es sinngemäß.
Russland vor Privatisierungswelle
Die Sowjetunion plant einen großangelegten Rückzug aus ihren Staatsunternehmen und Beteiligungen. Rund 5.000 Betriebe sollen privatisiert werden, das hat die Regierung in Moskau nach Medienberichten bestätigt. Das Finanzministerium hat eine Liste von Unternehmen vorbereitet, von denen sich der Staat trennen könnte, zumindest anteilsweise. Unter anderem sollen Anteile an Rosneft, dem größte Ölproduzenten des Landes und an der zweitgrößten Bank VTB angeboten werden. Es handle sich bislang um Vorschläge, sagte ein Ministeriumssprecher. Die Regierung habe noch nichts entschieden. Ministerpräsident Wladimir Putin hat sich bislang noch nicht geäußert. Als Präsident hatte er die chaotische Privatisierungswelle in den frühen 1990er Jahren wiederholt kritisiert und einiges davon rückgängig gemacht. Mit der Finanz- und Wirtschaftskrise hat sich die Lage aber nach Einschätzung von Experten geändert: Der Staat braucht Geld. Die Verkäufe könnten geschätzte 22,5 Mrd. EUR erlösen. Damit könnte die Regierung das Haushaltsdefizit auf 4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts senken.
Quelle: Deutsche Bank CMS: FX-Tagesausblick; Autor: Cognitrend
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USD JPY (91,50) Er gilt als Verfechter strikter Haushaltsdisziplin und hat aus seiner Vorliebe für einen schwächeren Yen nie einen Hehl gemacht: Japans frisch gebackener Ministerpräsident Naoto Kan. Diese Prinzipien einen ihn mit Yoshihiko Noda, den Kan gestern erwartungsgemäß zum Finanzminister seines neuen Kabinetts kürte. Viele unbekannte Gesichter sind darin übrigens nicht zu finden. Zu Stellvertretern Nodas wurden Motohisa Ikeda sowie Naoki Minezaki ernannt. Vor allem Letztgenannter scheint sich ebenfalls dem Niedrig-Yen-Dogma verschrieben zu haben.
In der Vergangenheit sparte er darum nicht mit Kritik an der BoJ, die seiner Ansicht nach ihre geldpolitischen Lockerungsbemühungen verstärken sollte. Nichtsdestotrotz mahnen Analysten, die Erwartungshaltung der Marktteilnehmer in Sachen schwächerer Yen, d.h. die Interventionsfantasie, sei schlichtweg übertrieben, solange sich die Welt im Krisenmodus befinde. Der Dollar pendelt weiter in einer breiten Konsolidierung (89,10 – 93,65).
EUR JPY (109,35) Auch wenn der Yen von hohen japanischen Maschinenbauaufträgen heute Morgen ein wenig Rückenwind erhalten haben mag – die Kursbewegungen spielten sich in einer äußerst engen Spanne ab. Für den Euro besteht Abwärtsrisiko bis 107,10. Darunter findet sich erst bei 104,10 weitere Unterstützung. Widerstand zeigt sich bei 110,90/11,05 und darüber bei 112,95.
GBP USD (1,4435) Dass die Ratingagentur Fitch einen schnelleren Abbau des britischen Defizits fordert, hätte Investoren gestern eigentlich nicht zu beunruhigen brauchen. Spätestens seit dem Schicksal Spaniens sollte bekannt sein, dass AAA-Bewertungen nicht als selbstverständlich erachtet werden können. Überdies hatte die neue Regierung ja bereits angekündigt, den Gürtel spürbar enger schnallen zu wollen. Dennoch geriet das Pfund nach den Fitch-Kommentaren etwas unter Druck. Abwärtsbewegungen könnten sich bis 1,4310 (leicht tiefer adjustiert) und dann bis 1,4190 erstrecken. Solange Sterling unter 1,4560 handelt, bleibt unsere Einschätzung negativ.
AUD USD (0,8220) Die gestrige Erholung ändert nichts an unserem schwachen Ausblick: Das Risiko reicht weiterhin bis 0,8065. Wir würden diese Marke gar als Kursziel einer bearishen Strategie anpeilen, sollte sich der Austral-Dollar bis 0,8300 erholen. Das Risikolimit läge bei 0,8345.
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