1 FX-Tagesausblick

FX: September- und Quartals-Plus wühlt Euro-Handel auf

  • Home
  • Focus
  • FX: September- und Quartals-Plus wühlt Euro-Handel auf

EUR USD (1,3655)         Nicht nur der September irritierte viele Finanzmarktteilnehmer. vorzugsweise Aktienpessimisten . mit einer außergewöhnlich guten Performance. Auch Euro-Händler kommen aus dem Staunen nicht heraus. Nicht allein der vergangene Monat, das gesamte dritte ..



Quartal war für den Geschmack der meisten Devisenhändler viel zu positiv für die Einheitswährung verlaufen. Mit knapp 12 Prozent Plus war es eines der stärksten Quartale in der noch jungen Euro-Geschichte. Nachvollziehen können das nur die wenigsten. Immerhin hieß es während des kraftlosen ersten und des noch viel schwächeren zweiten Quartals, es läge alles nur an den desaströsen Nachrichten aus der Eurozone . allen voran denen aus Griechenland. Das klang plausibel und erleichterte den Marktteilnehmer die Euroschwäche einzuordnen. Wobei im Sommer einige übers Ziel hinausschossen und voreilig die Parität ausriefen. Im abgelaufenen Quartal hat sich die Nachrichtenlage nicht wesentlich verbessert. Was aus Spanien, Portugal und Irland zu hören ist, schallt ähnlich disharmonisch, wie die Klänge, die im Frühjahr aus der Ägäis auf die Märkte trafen. Damit ist klar: In den vergangenen drei Monaten waren Euro-Käufer am Werk, die sich wenig um die Probleme der Eurozone scheren. Sie wollen die Einheitswährung in ihrem Portefeuille haben, alles andere scheint sie kaum zu tangieren. Nun rätseln einige, ob diese Nachfragewelle den Euro auch bis zum Jahresende antreiben wird. Wir denken, dass zumindest bis zu unserem Kursziel, der 1,3835/45er Zone genügend Momentum zur Verfügung stehen sollte. Das Risikolimit belassen wir vorerst noch bei 1,3540.

USD JPY (83,45) Weder der Quartalswechsel noch das Ende des ersten Fiskalhalbjahres in Japan konnten gestern für exorbitante Kursbewegungen sorgen. Im Gefolge guter USDaten war es dem Dollar gleichwohl gelungen, sich ein wenig zu befestigen. Einige Marktteilnehmer verwiesen darauf, die Erwartungen an zusätzliche geldpolitische Lockerungsschritte der Fed müssten nun womöglich heruntergeschraubt werden. Doch eine Schwalbe macht noch keinen Sommer . damit die US-Währungshüter ihre QE-Haltung tatsächlich überdenken, müssten sicher einige überzeugende Konjunkturindikatoren nachfolgen. In Japan gab man sich heute (trotz positiver Daten) indes überzeugt, dass die BoJ nächste Woche eine weitere Lockerung der Geldpolitik bekanntgeben wird. Stabilität wäre dem Dollar frühestens oberhalb von 84,50 beschieden. Das Risiko reicht bis 82,80/85.

EUR JPY (114,00)
Euro-Händlern bot sich gestern wahrlich kein Bild der Freude: Weitere Milliardenhilfen für irische Banken, hohe Risikoaufschläge für portugiesische Staatsanleihen und die Herabstufung der Bonität Spaniens. Doch man reagierte gelassen und betonte stattdessen die entspannte Lage am europäischen Geldmarkt. Das Kursziel liegt weiter bei 114,90, das Risikolimit (etwas enger) bei 112,70.

GBP USD (1,5740) Sterling reagierte gestern auf neue Äußerungen Adam Posens (BoE), der sich von seinem jüngsten Plädoyer für mehr QE distanzieren zu wollen schien. Nichtsdestotrotz kam die Aufwärtsbewegung, die Kabelpfunde auf ein Sieben-Wochen-Hoch beförderte, vor unserem 1,5950/60er Potenzial zum Erliegen. Der Aufschwung der letzten Wochen scheint nun ausgereizt. Das Pfund wird wohl lediglich zwischen besagter Aufwärtshürde und der 1,5670er Unterstützung konsolidieren. Das nächste richtungweisende Signal ginge vermutlich erst von einem Bruch eines dieser beiden Niveaus aus.

AUD USD (0,9675) Der Ausblick ist nach wie vor positiv . das Potenzial erstreckt sich zunächst bis 0,9760 und darüber bis 0,9855/70. Erste Unterstützung sollte sich bei 0,9595 auftun. Unter 0,9560 würde der Austral-Dollar zwar erst einmal eine kleine Verschnaufpause einlegen. Am übergeordneten, günstigen
Szenario würde sich aber nichts ändern.

Quelle:  Deutsche Bank CMS: FX-Tagesausblick; Autor: Cognitrend  



Disclaimer

Die in dieser Veröffentlichung enthaltenen Informationen beruhen auf öffentlich zugänglichen Quellen, die wir für zuverlässig halten.

Eine Garantie für die Richtigkeit oder Vollständigkeit der Angaben können wir nicht übernehmen, und keine Aussage in diesem Bericht ist als solche Garantie zu verstehen. Alle Meinungsaussagen geben die aktuelle

Einschätzung des Verfassers / der Verfasser wieder und stellen nicht notwendigerweise die Meinung der Deutschen Bank AG oder ihrer assoziierten Unternehmen dar.

Die in dieser Veröffentlichung zum Ausdruck gebrachten Meinungen können sich ohne vorherige Ankündigung ändern.

Die Deutsche Bank ist nicht dazu verpflichtet, diese Veröffentlichung zu aktualisieren, zu ändern oder anzupassen oder einen Leser auf irgendeine Art und Weise darüber zu informieren, dass sich ein/eine hierin beschriebene/r Sachverhalt, Meinung, Prognose, Vorhersage oder Einschätzung ändert oder nach der Veröffentlichung unrichtig wird.

Weder die Deutsche Bank AG noch ihre assoziierten Unternehmen übernehmen irgendeine Art von Haftung für die Verwendung dieser Publikation oder deren Inhalt.

Diese Veröffentlichung darf nicht ohne die vorherige schriftliche Genehmigung der Deutsche Bank AG von keiner Person zu keinem Zweck kopiert, verteilt oder veröffentlicht werden.

EUR USD (1,1955) Gestern zweifelten Devisenmarktakteure daran, ob der Beitritt Estlands in die Eurozone im kommenden Jahr gutes Timing sei. Aber das Land würde ohnehin die Auswirkungen der Krise zu spüren bekommen, hieß es. In der Währungsunion lassen sich die Probleme angeblich besser verarbeiten und zudem kann man noch in „den Genuss der Vorteile“ kommen, meint Estlands Finanzminister. Nun, hoffentlich ist er sich der neuen Spielregeln wirklich bewusst, die gerade in Brüssel aufgestellt werden. Denn: Strafen bei Verstößen der Mitgliedsländer sollen nun wesentlich früher und schärfer geahndet werden.
Außerdem sollen Eurostat-Inspekteure mit erweiterten Vollmachten ausgestattet und im Verdachtsfall umfangreiche Kontrollen durchgeführt werden. Eigentlich war diese Reglung schon vor sechs Jahren im Gespräch. Damals schien aber keiner daran zu glauben, dass so etwas jemals nötig sei. Oder einige Mitgliedsländer wollten sich schlicht nicht in die Karten schauen lassen. Der Widerstand war seinerzeit jedenfalls ziemlich heftig. Doch trotz strengerer Regeln und trotz eines erkennbaren Spar- und Kontrollwillens, hegen Investoren derzeit große Zweifel am Fortbestand der Eurozone. Eine Umfrage, die unter 1.001 Bloomberg-Nutzern durchgeführt wurde, ergab, dass lediglich 23 Prozent der Befragten an Letzteres glauben. Daran ändert auch der gespannte 750- Mrd.-Euro-Schutzschirm nichts. K ein Wunder, dass derzeit der Druck auf den Euro so hoch ist. Gestern aber brachte uns die Erholung auf 1,2010 eine bearishe Strategie mit Kursziel 1,1520. Das Risikolimit bleibt vorerst bei 1,2065.

USD JPY (91,50) Er gilt als Verfechter strikter Haushaltsdisziplin und hat aus seiner Vorliebe für einen schwächeren Yen nie einen Hehl gemacht: Japans frisch gebackener Ministerpräsident Naoto Kan. Diese Prinzipien einen ihn mit Yoshihiko Noda, den Kan gestern erwartungsgemäß zum Finanzminister seines neuen Kabinetts kürte. Viele unbekannte Gesichter sind darin übrigens nicht zu finden. Zu Stellvertretern Nodas wurden Motohisa Ikeda sowie Naoki Minezaki ernannt. Vor allem Letztgenannter scheint sich ebenfalls dem Niedrig-Yen-Dogma verschrieben zu haben.
In der Vergangenheit sparte er darum nicht mit Kritik an der BoJ, die seiner Ansicht nach ihre geldpolitischen Lockerungsbemühungen verstärken sollte. Nichtsdestotrotz mahnen Analysten, die Erwartungshaltung der Marktteilnehmer in Sachen schwächerer Yen, d.h. die Interventionsfantasie, sei schlichtweg übertrieben, solange sich die Welt im Krisenmodus befinde. Der Dollar pendelt weiter in einer breiten Konsolidierung (89,10 – 93,65).

EUR JPY (109,35) Auch wenn der Yen von hohen japanischen Maschinenbauaufträgen heute Morgen ein wenig Rückenwind erhalten haben mag – die Kursbewegungen spielten sich in einer äußerst engen Spanne ab. Für den Euro besteht Abwärtsrisiko bis 107,10. Darunter findet sich erst bei 104,10 weitere Unterstützung. Widerstand zeigt sich bei 110,90/11,05 und darüber bei 112,95.

GBP USD (1,4435) Dass die Ratingagentur Fitch einen schnelleren Abbau des britischen Defizits fordert, hätte Investoren gestern eigentlich nicht zu beunruhigen brauchen. Spätestens seit dem Schicksal Spaniens sollte bekannt sein, dass AAA-Bewertungen nicht als selbstverständlich erachtet werden können. Überdies hatte die neue Regierung ja bereits angekündigt, den Gürtel spürbar enger schnallen zu wollen. Dennoch geriet das Pfund nach den Fitch-Kommentaren etwas unter Druck. Abwärtsbewegungen könnten sich bis 1,4310 (leicht tiefer adjustiert) und dann bis 1,4190 erstrecken. Solange Sterling unter 1,4560 handelt, bleibt unsere Einschätzung negativ.

AUD USD (0,8220) Die gestrige Erholung ändert nichts an unserem schwachen Ausblick: Das Risiko reicht weiterhin bis 0,8065. Wir würden diese Marke gar als Kursziel einer bearishen Strategie anpeilen, sollte sich der Austral-Dollar bis 0,8300 erholen. Das Risikolimit läge bei 0,8345.


Newsletter
Ich habe gelesen Privacy & Cookies Policy und ich stimme der Verarbeitung meiner persönlichen Daten für die darin genannten Zwecke zu.
Ich habe gelesen Privacy & Cookies Policy und ich stimme der Verarbeitung meiner persönlichen Daten für die darin genannten Zwecke zu.