1 FX-Tagesausblick

FX: Schilder auf dem QE-Highway sind längst aufgestellt

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EUR USD (1,3600)      Derzeit dreht sich im Devisenhandel alles um die nächsten Schritte der US-Notenbank. Vor nicht allzu langer Zeit wurde noch munter darüber spekuliert, wie die Fed die Liquidität aus dem Markt ziehen will, die sie vorher..



hineingepumpt hat. Darüber spricht mittlerweile niemand mehr. Jetzt möchte man nur noch wissen, welche bzw. wie viele quantitative Lockerungsmaßnahmen hinzu kommen. Dass die Fed neue ausrufen wird, scheint  unausweichlich. Auch wenn, oder besser gesagt, gerade weil die Meinungen innerhalb des Offenmarktausschusses in sehr unterschiedliche Richtungen gehen. Wie kann das sein? Die offensichtliche Abneigung, die einige Notenbanker gegenüber weiteren quantitativen Bestrebungen offenbaren, führen zu einer allgemeinen Unstimmigkeit. Würde man beispielsweise bei der EZB solche Dissonanzen beobachten wie man sie derzeit im FOMC vorfindet, würden Marktteilnehmer die Entschlossenheit der EZB, die Eurozone und vermutlich auch den Fortbestand der Einheitswährung anzweifeln. Es wäre nicht das erste Mal. Bei der Fed gehen die Akteure die Sache wesentlich gelassener an. Dies mag daran liegen, dass die Uneinigkeit der einzelnen Notenbanker den Plänen des Fed-Chefs entgegenkommt. Denn Ben Bernanke wird es sein, der am Ende entscheiden wird, falls kein klarer Konsens erreicht wird. Und die Marschrichtung des Anti Deflationskämpfers ist bestens bekannt. Die Schilder, die den Weg der Fed weisen, sind also längst aufgestellt. Das Einzige, was noch nicht ganz klar scheint, ist lediglich das Tempolimit auf dem QE-Highway. Gestern verfolgten wir die Strategie, eine Fortsetzung der Rallye zu begleiten. Unser Kursziel liegt nun bei 1,3835/45. Das Risikolimit bleibt vorerst bei 1,3540.

USD JPY (83,50)
Fast könnte man den Eindruck bekommen, der Markt wolle mit der BoJ Katz und Maus spielen, wenn man Empfehlungen einiger Analysten vernimmt, man solle als Reaktion auf kurzzeitige USD-Sprünge infolge von BoJ-Interventionen den Greenback shorten. Denn es bestünde die Gefahr vermehrter Stop-Loss Orders unter dem bisherigen 15-Jahres-Tief. Eine Gefahr, die wir übrigens nicht als ganz so gravierend sehen, da sich die Abwärtsbewegung derzeit so langsam vollzieht, dass sich schiefliegende Akteure an etwaige Verluste relativ leicht gewöhnen können. Trotzdem sind nur weiche Unterstützungen bei 82,85 (bisheriges Tief) und 81,25 zu sehen. Stabilität ist frühestens nach Überwinden von 84,80, besser bei 86,10/20 zu erwarten.

EUR JPY (113,55)
Auch die japanischen Fondsmanager scheinen den Euro, vor allem aber Aktien hierzulande wiederentdeckt zu haben, wie eine aktuelle Reuters-Umfrage zeigt. Unterdessen bleibt unser Kursziel bei 114,90 erhalten und auch darüber ist vor 116,90/00 kein größeres Angebot zu erwarten. Unser Risikolimit bleibt bei 112,50.

GBP USD (1,5840)
Bislang konnte man eigentlich davon ausgehen, dass die BoE einstimmig weitere quantitative Lockerungen auf Eis gelegt hätte. Doch MPC-Mitglied Adam Posen überraschte, als er sich jüngst äußerte, er könne sich vorstellen, dass die BoE noch mehr Geld in den Markt pumpen könne. Dabei ist sich Posen offenbar bewusst, dass ein solcher Schritt das Inflationsziel gefährden könne . ein Risiko, das er jedoch herunterspielte. Vielmehr sorgt er sich offenbar um den negativen Einfluss auf den Dollar, falls die Fed ihrerseits weitere Staatsanleihen aufkaufen würde. Und so kann man leicht zu dem Schluss kommen, die BoE müsste zwangsläufig ebenfalls derartige Programme beschließen, um eine Pfundaufwertung zu vermeiden. Trotz dieser belastenden Faktoren bleiben wir kurzfristig moderat bullish (Potenzial 1,5950/60), solange 1,5670 nicht verletzt wird.

AUD USD (0,9665)
Das Potenzial reicht nach wie vor bis 0,9760/85. Unterdessen rechnen wir mit Unterstützung bei 0,9600 und 0,9550. Hierunter wäre die Aufwärtsdynamik erst einmal verloren, verbunden mit moderaten Korrekturen. Der Trend bliebe aber ungefährdet.

Quelle:  Deutsche Bank CMS: FX-Tagesausblick; Autor: Cognitrend  



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EUR USD (1,1955) Gestern zweifelten Devisenmarktakteure daran, ob der Beitritt Estlands in die Eurozone im kommenden Jahr gutes Timing sei. Aber das Land würde ohnehin die Auswirkungen der Krise zu spüren bekommen, hieß es. In der Währungsunion lassen sich die Probleme angeblich besser verarbeiten und zudem kann man noch in „den Genuss der Vorteile“ kommen, meint Estlands Finanzminister. Nun, hoffentlich ist er sich der neuen Spielregeln wirklich bewusst, die gerade in Brüssel aufgestellt werden. Denn: Strafen bei Verstößen der Mitgliedsländer sollen nun wesentlich früher und schärfer geahndet werden.
Außerdem sollen Eurostat-Inspekteure mit erweiterten Vollmachten ausgestattet und im Verdachtsfall umfangreiche Kontrollen durchgeführt werden. Eigentlich war diese Reglung schon vor sechs Jahren im Gespräch. Damals schien aber keiner daran zu glauben, dass so etwas jemals nötig sei. Oder einige Mitgliedsländer wollten sich schlicht nicht in die Karten schauen lassen. Der Widerstand war seinerzeit jedenfalls ziemlich heftig. Doch trotz strengerer Regeln und trotz eines erkennbaren Spar- und Kontrollwillens, hegen Investoren derzeit große Zweifel am Fortbestand der Eurozone. Eine Umfrage, die unter 1.001 Bloomberg-Nutzern durchgeführt wurde, ergab, dass lediglich 23 Prozent der Befragten an Letzteres glauben. Daran ändert auch der gespannte 750- Mrd.-Euro-Schutzschirm nichts. K ein Wunder, dass derzeit der Druck auf den Euro so hoch ist. Gestern aber brachte uns die Erholung auf 1,2010 eine bearishe Strategie mit Kursziel 1,1520. Das Risikolimit bleibt vorerst bei 1,2065.

USD JPY (91,50) Er gilt als Verfechter strikter Haushaltsdisziplin und hat aus seiner Vorliebe für einen schwächeren Yen nie einen Hehl gemacht: Japans frisch gebackener Ministerpräsident Naoto Kan. Diese Prinzipien einen ihn mit Yoshihiko Noda, den Kan gestern erwartungsgemäß zum Finanzminister seines neuen Kabinetts kürte. Viele unbekannte Gesichter sind darin übrigens nicht zu finden. Zu Stellvertretern Nodas wurden Motohisa Ikeda sowie Naoki Minezaki ernannt. Vor allem Letztgenannter scheint sich ebenfalls dem Niedrig-Yen-Dogma verschrieben zu haben.
In der Vergangenheit sparte er darum nicht mit Kritik an der BoJ, die seiner Ansicht nach ihre geldpolitischen Lockerungsbemühungen verstärken sollte. Nichtsdestotrotz mahnen Analysten, die Erwartungshaltung der Marktteilnehmer in Sachen schwächerer Yen, d.h. die Interventionsfantasie, sei schlichtweg übertrieben, solange sich die Welt im Krisenmodus befinde. Der Dollar pendelt weiter in einer breiten Konsolidierung (89,10 – 93,65).

EUR JPY (109,35) Auch wenn der Yen von hohen japanischen Maschinenbauaufträgen heute Morgen ein wenig Rückenwind erhalten haben mag – die Kursbewegungen spielten sich in einer äußerst engen Spanne ab. Für den Euro besteht Abwärtsrisiko bis 107,10. Darunter findet sich erst bei 104,10 weitere Unterstützung. Widerstand zeigt sich bei 110,90/11,05 und darüber bei 112,95.

GBP USD (1,4435) Dass die Ratingagentur Fitch einen schnelleren Abbau des britischen Defizits fordert, hätte Investoren gestern eigentlich nicht zu beunruhigen brauchen. Spätestens seit dem Schicksal Spaniens sollte bekannt sein, dass AAA-Bewertungen nicht als selbstverständlich erachtet werden können. Überdies hatte die neue Regierung ja bereits angekündigt, den Gürtel spürbar enger schnallen zu wollen. Dennoch geriet das Pfund nach den Fitch-Kommentaren etwas unter Druck. Abwärtsbewegungen könnten sich bis 1,4310 (leicht tiefer adjustiert) und dann bis 1,4190 erstrecken. Solange Sterling unter 1,4560 handelt, bleibt unsere Einschätzung negativ.

AUD USD (0,8220) Die gestrige Erholung ändert nichts an unserem schwachen Ausblick: Das Risiko reicht weiterhin bis 0,8065. Wir würden diese Marke gar als Kursziel einer bearishen Strategie anpeilen, sollte sich der Austral-Dollar bis 0,8300 erholen. Das Risikolimit läge bei 0,8345.


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