EUR USD (1,3600) Derzeit dreht sich im Devisenhandel alles um die nächsten Schritte der US-Notenbank. Vor nicht allzu langer Zeit wurde noch munter darüber spekuliert, wie die Fed die Liquidität aus dem Markt ziehen will, die sie vorher..
USD JPY (83,50) Fast könnte man den Eindruck bekommen, der Markt wolle mit der BoJ Katz und Maus spielen, wenn man Empfehlungen einiger Analysten vernimmt, man solle als Reaktion auf kurzzeitige USD-Sprünge infolge von BoJ-Interventionen den Greenback shorten. Denn es bestünde die Gefahr vermehrter Stop-Loss Orders unter dem bisherigen 15-Jahres-Tief. Eine Gefahr, die wir übrigens nicht als ganz so gravierend sehen, da sich die Abwärtsbewegung derzeit so langsam vollzieht, dass sich schiefliegende Akteure an etwaige Verluste relativ leicht gewöhnen können. Trotzdem sind nur weiche Unterstützungen bei 82,85 (bisheriges Tief) und 81,25 zu sehen. Stabilität ist frühestens nach Überwinden von 84,80, besser bei 86,10/20 zu erwarten.
EUR JPY (113,55) Auch die japanischen Fondsmanager scheinen den Euro, vor allem aber Aktien hierzulande wiederentdeckt zu haben, wie eine aktuelle Reuters-Umfrage zeigt. Unterdessen bleibt unser Kursziel bei 114,90 erhalten und auch darüber ist vor 116,90/00 kein größeres Angebot zu erwarten. Unser Risikolimit bleibt bei 112,50.
GBP USD (1,5840) Bislang konnte man eigentlich davon ausgehen, dass die BoE einstimmig weitere quantitative Lockerungen auf Eis gelegt hätte. Doch MPC-Mitglied Adam Posen überraschte, als er sich jüngst äußerte, er könne sich vorstellen, dass die BoE noch mehr Geld in den Markt pumpen könne. Dabei ist sich Posen offenbar bewusst, dass ein solcher Schritt das Inflationsziel gefährden könne . ein Risiko, das er jedoch herunterspielte. Vielmehr sorgt er sich offenbar um den negativen Einfluss auf den Dollar, falls die Fed ihrerseits weitere Staatsanleihen aufkaufen würde. Und so kann man leicht zu dem Schluss kommen, die BoE müsste zwangsläufig ebenfalls derartige Programme beschließen, um eine Pfundaufwertung zu vermeiden. Trotz dieser belastenden Faktoren bleiben wir kurzfristig moderat bullish (Potenzial 1,5950/60), solange 1,5670 nicht verletzt wird.
AUD USD (0,9665) Das Potenzial reicht nach wie vor bis 0,9760/85. Unterdessen rechnen wir mit Unterstützung bei 0,9600 und 0,9550. Hierunter wäre die Aufwärtsdynamik erst einmal verloren, verbunden mit moderaten Korrekturen. Der Trend bliebe aber ungefährdet.
Quelle: Deutsche Bank CMS: FX-Tagesausblick; Autor: Cognitrend
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USD JPY (91,50) Er gilt als Verfechter strikter Haushaltsdisziplin und hat aus seiner Vorliebe für einen schwächeren Yen nie einen Hehl gemacht: Japans frisch gebackener Ministerpräsident Naoto Kan. Diese Prinzipien einen ihn mit Yoshihiko Noda, den Kan gestern erwartungsgemäß zum Finanzminister seines neuen Kabinetts kürte. Viele unbekannte Gesichter sind darin übrigens nicht zu finden. Zu Stellvertretern Nodas wurden Motohisa Ikeda sowie Naoki Minezaki ernannt. Vor allem Letztgenannter scheint sich ebenfalls dem Niedrig-Yen-Dogma verschrieben zu haben.
In der Vergangenheit sparte er darum nicht mit Kritik an der BoJ, die seiner Ansicht nach ihre geldpolitischen Lockerungsbemühungen verstärken sollte. Nichtsdestotrotz mahnen Analysten, die Erwartungshaltung der Marktteilnehmer in Sachen schwächerer Yen, d.h. die Interventionsfantasie, sei schlichtweg übertrieben, solange sich die Welt im Krisenmodus befinde. Der Dollar pendelt weiter in einer breiten Konsolidierung (89,10 – 93,65).
EUR JPY (109,35) Auch wenn der Yen von hohen japanischen Maschinenbauaufträgen heute Morgen ein wenig Rückenwind erhalten haben mag – die Kursbewegungen spielten sich in einer äußerst engen Spanne ab. Für den Euro besteht Abwärtsrisiko bis 107,10. Darunter findet sich erst bei 104,10 weitere Unterstützung. Widerstand zeigt sich bei 110,90/11,05 und darüber bei 112,95.
GBP USD (1,4435) Dass die Ratingagentur Fitch einen schnelleren Abbau des britischen Defizits fordert, hätte Investoren gestern eigentlich nicht zu beunruhigen brauchen. Spätestens seit dem Schicksal Spaniens sollte bekannt sein, dass AAA-Bewertungen nicht als selbstverständlich erachtet werden können. Überdies hatte die neue Regierung ja bereits angekündigt, den Gürtel spürbar enger schnallen zu wollen. Dennoch geriet das Pfund nach den Fitch-Kommentaren etwas unter Druck. Abwärtsbewegungen könnten sich bis 1,4310 (leicht tiefer adjustiert) und dann bis 1,4190 erstrecken. Solange Sterling unter 1,4560 handelt, bleibt unsere Einschätzung negativ.
AUD USD (0,8220) Die gestrige Erholung ändert nichts an unserem schwachen Ausblick: Das Risiko reicht weiterhin bis 0,8065. Wir würden diese Marke gar als Kursziel einer bearishen Strategie anpeilen, sollte sich der Austral-Dollar bis 0,8300 erholen. Das Risikolimit läge bei 0,8345.
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