EUR USD (1,3470) Die Entwicklung des Euro zum Wochenschluss hat das bestätigt, was wir bereits seit einiger Zeit vermuteten: Zumindest die kurzfristigen Akteure sind während der vergangenen .…
Handelstage nicht Euro long gewesen. Ansonsten hätte es nicht eine so eindrucksvolle Squeeze im Verlaufe des vergangenen Freitags gegeben – ShortPositionen, die offenbar eiligst glatt gestellt werden mussten. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass sich ursprünglich viele Akteure eigentlich nicht einhellig erfreut über die Perspektive einer möglichen zweiten quantitativen Lockerungsrunde der US-Notenbank gezeigt hatten. Vor allem im Hinblick auf die in der vergangenen Woche geäußerte Linie der Fed, offenbar eine höhere Inflation in Kauf nehmen zu wollen, um die Wirtschaft anzukurbeln. Das allein hätte – sofern man nur die besorgten Kommentare der Akteure als Maßstab nimmt – schon viel früher zu Dollarverkäufen führen müssen. Aber diese Befürchtungen haben nicht zu den zu jener Zeit bestehenden Positionen gepasst. Am Ende werden wir ohnehin lange warten müssen, ob die massiven Lockerungsmaßnahmen der Fed tatsächlich zum Erfolg führen werden. Genauso umstritten sind auch die Effekte des auf der europäischen Seite von Finanzminister Schäuble ins Spiel gebrachten Katalogs automatischer Krisenmechanismen, etwa Strafen für Defizitsünder in der EU. Ein Vorschlag, der aber immerhin einen Anker (mit allen psychologischen Vorteilen) für weitere Verhandlungen gesetzt haben dürfte. Das Potenzial für den Euro reicht an der Oberseite bis 1,3565/95, danach sogar bis 1,3845. Erste gute Unterstützung ist indes bei 1,3340 angezeigt.
USD JPY (84,25) Spätestens jetzt, nachdem das Finanzministerium die jüngsten Exportzahlen veröffentlichte, dürfte jedem klar geworden sein, warum sich japanische Offizielle zu Interventionen entschlossen haben. Das Exportgeschäft hat im August einen herben Rückschlag hinnehmen müssen. Wenig förderlich ist außerdem, dass die Preise für Exportgüter gestiegen sind. Deshalb kann sich auch nicht jeder eine Verbesserung des Tankan-Berichts vorstellen, der übermorgen zur Veröffentlichung ansteht. Umso mehr wird verständlich, warum sich nun auch Außenminister Maehara im Kampf gegen den starken Yen eingeschaltet hat bzw. Notenbankchef Shirakawa lautstark dafür plädiert, weitere geldpolitische Lockerungen vorzunehmen. Was die jüngste Interventionstätigkeit angeht, lässt der Erfolg aber noch auf sich warten. Der kurze Ausreißer am Freitagmorgen hat unter Yen-Käufern jedenfalls keinerlei Angst verbreitet. Entsprechend angeschlagen sieht derzeit der Dollar aus. Für ihn besteht nach wie vor Abwärtsrisiko bis 83,75/95. Kurzfristige Stabilität erreicht er frühestens über 85,50.
EUR JPY (113,45) Die Händler an der TFX haben etwas gegen einen weiteren Anstieg der Einheitswährung. Euro-Short-Positionen sind dort gegenüber dem Yen auf ein Achtmonats hoch gestiegen. Wir verfolgen hingegen weiter steigende Kurse. Unsere Zielmarke steht bei 114,90 (Zwischenwiderstand 114,15). Das Risikolimit ziehen wird nun auf 112,05 hoch.
GBP USD (1,5820) Kabelpfunde stiegen am Freitag mit genau der gleichen Kraft wie der Euro. Unsere Aufwärtspotenzialzone hat eine Menge kurzfristiger Verkäufer angelockt. Dort wurde rege gehandelt, weshalb wir nun im ehemaligen Widerstandsbereich (1,5770/90) gute Unterstützung erwarten. Aber auch bei 1,5730 bzw. bei 1,5600 dürften sich Käufer zeigen. Letzteres Niveau sichert Sterling weiteres Potenzial, das nun sogar bis 1,5950/60 reicht.
AUD USD (0,9585) Unsere Unterstützung bei 0,9470 leistete am Freitag gute Dienste: Der Austral-Dollar konnte sich kräftig abstoßen und hernach ein neues Hoch markieren. Das Potenzial reicht nach wie vor bis 0,9665 und danach bis 0,9760/85. Die kritische Nachfragemarke liegt derweil bei 0,9420 . hierunter stünden moderate Korrekturen an.
Quelle: Deutsche Bank CMS: FX-Tagesausblick; Autor: Cognitrend
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USD JPY (91,50) Er gilt als Verfechter strikter Haushaltsdisziplin und hat aus seiner Vorliebe für einen schwächeren Yen nie einen Hehl gemacht: Japans frisch gebackener Ministerpräsident Naoto Kan. Diese Prinzipien einen ihn mit Yoshihiko Noda, den Kan gestern erwartungsgemäß zum Finanzminister seines neuen Kabinetts kürte. Viele unbekannte Gesichter sind darin übrigens nicht zu finden. Zu Stellvertretern Nodas wurden Motohisa Ikeda sowie Naoki Minezaki ernannt. Vor allem Letztgenannter scheint sich ebenfalls dem Niedrig-Yen-Dogma verschrieben zu haben.
In der Vergangenheit sparte er darum nicht mit Kritik an der BoJ, die seiner Ansicht nach ihre geldpolitischen Lockerungsbemühungen verstärken sollte. Nichtsdestotrotz mahnen Analysten, die Erwartungshaltung der Marktteilnehmer in Sachen schwächerer Yen, d.h. die Interventionsfantasie, sei schlichtweg übertrieben, solange sich die Welt im Krisenmodus befinde. Der Dollar pendelt weiter in einer breiten Konsolidierung (89,10 – 93,65).
EUR JPY (109,35) Auch wenn der Yen von hohen japanischen Maschinenbauaufträgen heute Morgen ein wenig Rückenwind erhalten haben mag – die Kursbewegungen spielten sich in einer äußerst engen Spanne ab. Für den Euro besteht Abwärtsrisiko bis 107,10. Darunter findet sich erst bei 104,10 weitere Unterstützung. Widerstand zeigt sich bei 110,90/11,05 und darüber bei 112,95.
GBP USD (1,4435) Dass die Ratingagentur Fitch einen schnelleren Abbau des britischen Defizits fordert, hätte Investoren gestern eigentlich nicht zu beunruhigen brauchen. Spätestens seit dem Schicksal Spaniens sollte bekannt sein, dass AAA-Bewertungen nicht als selbstverständlich erachtet werden können. Überdies hatte die neue Regierung ja bereits angekündigt, den Gürtel spürbar enger schnallen zu wollen. Dennoch geriet das Pfund nach den Fitch-Kommentaren etwas unter Druck. Abwärtsbewegungen könnten sich bis 1,4310 (leicht tiefer adjustiert) und dann bis 1,4190 erstrecken. Solange Sterling unter 1,4560 handelt, bleibt unsere Einschätzung negativ.
AUD USD (0,8220) Die gestrige Erholung ändert nichts an unserem schwachen Ausblick: Das Risiko reicht weiterhin bis 0,8065. Wir würden diese Marke gar als Kursziel einer bearishen Strategie anpeilen, sollte sich der Austral-Dollar bis 0,8300 erholen. Das Risikolimit läge bei 0,8345.
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