EUR USD (1,2880) Wer noch vor ein paar Tagen den Euro abgeschrieben hatte, wurde gestern wieder einmal eines esseren belehrt. Wie zuletzt beim Euro-Verfall, passten sich die Nachrichten auf wundersame Weise ins Kursbild ein. Klar, dass man Basel III feiern musste, frei nach dem Motto „das war nicht so streng wie erwartet“. .…
EUR JPY (107,35) Steuermehreinnahmen könnte Japan zur Haushaltssanierung gut gebrauchen. Eine gesunde Bevölkerung ebenfalls. Was liegt also näher als die Tabak- steuer zu erhöhen? Potenzial ist ausreichend vorhanden. In Japan kostet ein Päckchen Zigaretten nur die Hälfte dessen, was man beispielsweise in New York bezahlen muss. Dies könnte nach den Wahlen sicherlich Thema werden. EUR/JPY-Händler warten gleichfalls auf den Wahlausgang. Das Währungspaar handelt in einer neutralen Spanne, die allerdings keine klaren Grenzen aufweist. Die nächsten Wider- stände liegen bei 108,50 und 109,20, während Unterstützungen bei 106,70 und 105,45 liegen.
GBP USD (1,5400) Seit 14 Tagen dominiert Seitwärtshandel, der jedoch Teil eines Boden- bildungsprozess ist. Während die Händler Nach- richten meist negativ auslegen, macht sich dies kaum in den Kursen bemerkbar. Um eine deutliche Erholung jenseits von 1,58 USD anzustoßen, ist weiterhin ein Überwinden der 1,5530er Marke erforderlich. Wichtige Unter- stützung liegt indes bei 1,5265/75.
AUD USD (0,9330) Der A-$ bleibt auf Kurs: Das Potenzial reicht nach wie vor bis 0,9380/90. Jenseits davon rechnen wir mit weiteren Kurs- gewinnen bis 0,9515. Unterstützung dürfte sich derweil bei 0,9265 und 0,9190 entfalten ein Bruch letzterer Marke nähme der aktuellen Er- holung aber zunächst einmal ihre Dynamik.
Quelle: Deutsche Bank CMS: FX-Tagesausblick; Autor: Cognitrend
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USD JPY (91,50) Er gilt als Verfechter strikter Haushaltsdisziplin und hat aus seiner Vorliebe für einen schwächeren Yen nie einen Hehl gemacht: Japans frisch gebackener Ministerpräsident Naoto Kan. Diese Prinzipien einen ihn mit Yoshihiko Noda, den Kan gestern erwartungsgemäß zum Finanzminister seines neuen Kabinetts kürte. Viele unbekannte Gesichter sind darin übrigens nicht zu finden. Zu Stellvertretern Nodas wurden Motohisa Ikeda sowie Naoki Minezaki ernannt. Vor allem Letztgenannter scheint sich ebenfalls dem Niedrig-Yen-Dogma verschrieben zu haben.
In der Vergangenheit sparte er darum nicht mit Kritik an der BoJ, die seiner Ansicht nach ihre geldpolitischen Lockerungsbemühungen verstärken sollte. Nichtsdestotrotz mahnen Analysten, die Erwartungshaltung der Marktteilnehmer in Sachen schwächerer Yen, d.h. die Interventionsfantasie, sei schlichtweg übertrieben, solange sich die Welt im Krisenmodus befinde. Der Dollar pendelt weiter in einer breiten Konsolidierung (89,10 – 93,65).
EUR JPY (109,35) Auch wenn der Yen von hohen japanischen Maschinenbauaufträgen heute Morgen ein wenig Rückenwind erhalten haben mag – die Kursbewegungen spielten sich in einer äußerst engen Spanne ab. Für den Euro besteht Abwärtsrisiko bis 107,10. Darunter findet sich erst bei 104,10 weitere Unterstützung. Widerstand zeigt sich bei 110,90/11,05 und darüber bei 112,95.
GBP USD (1,4435) Dass die Ratingagentur Fitch einen schnelleren Abbau des britischen Defizits fordert, hätte Investoren gestern eigentlich nicht zu beunruhigen brauchen. Spätestens seit dem Schicksal Spaniens sollte bekannt sein, dass AAA-Bewertungen nicht als selbstverständlich erachtet werden können. Überdies hatte die neue Regierung ja bereits angekündigt, den Gürtel spürbar enger schnallen zu wollen. Dennoch geriet das Pfund nach den Fitch-Kommentaren etwas unter Druck. Abwärtsbewegungen könnten sich bis 1,4310 (leicht tiefer adjustiert) und dann bis 1,4190 erstrecken. Solange Sterling unter 1,4560 handelt, bleibt unsere Einschätzung negativ.
AUD USD (0,8220) Die gestrige Erholung ändert nichts an unserem schwachen Ausblick: Das Risiko reicht weiterhin bis 0,8065. Wir würden diese Marke gar als Kursziel einer bearishen Strategie anpeilen, sollte sich der Austral-Dollar bis 0,8300 erholen. Das Risikolimit läge bei 0,8345.
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