EUR USD (1,2675) Schon wieder ein Stimmungsumschwung, den die Devisenhändler gestern zu verkraften hatten. Ja, es gibt auch noch gute Zahlen aus den USA. Auch wenn die Bedeutung der besser als
erwartet ausgefallenen Erstanträge auf Arbeitslosengeld und der Handelsbilanzzahlen überschätzt worden sein mag . gespickt mit der Ansicht des IWF-Chefökonomen, er sehe für die kommenden sechs Monate keine ….
USD JPY (84,05) Von seinem zuletzt erreichten, mehrjährigen Höchststand hat sich der Yen wieder merklich entfernt . und damit auch von der 80-JPY-Schwelle, ab der die Marktteilnehmer frühestens mit Interventionen rechnen . wenn überhaupt. Denn widerstreitende Aussagen von Finanzminister Yoshihiko Noda und BoJ-Gouverneur Masaaki Shirakawa ließen nicht wenige Akteure zu der Überzeugung gelangen, dass Japans Behörden zu Eingriffen im Devisenmarkt wohl noch gar nicht bereit seien. Eher scheinen die Verantwortlichen vorerst eine andere Strategie fahren zu wollen: Im Kampf gegen die Yen-Stärke setzt man nun offenkundig auf die Zurückhaltung Chinas, das zuletzt verst ärkt japanische Staatsanleihen mit kurzer Laufzeit angekauft und damit zum Yen-Aufschwung beigetragen hatte. .Mir ist ein wenig unwohl bei dem Gedanken, dass China japanische Staatsanleihen kauft, Japan aber seinerseits keine chinesischen Staatstitel erwerben kann., sagte Noda gestern vor dem Finanzausschuss des Parlaments. Und er fügte an, dass es in beiden Ländern Spielraum gebe, .die Lage zu verbessern.. Für die jüngste Unterbrechung der Yen-Rallye, die uns leider knapp aus unserer bearishen Strategie hinausbeförderte, scheint aber doch allein der erstarkte Dollar ursächlich gewesen zu sein, der im Gefolge positiver Konjunkturdaten (USA und Japan) wieder Leben eingehaucht bekam. Stabilität hätte die USW ährung gleichwohl erst oberhalb von 85,10 erlangt. Das Risiko reicht bis 81,90/2,00.
EUR JPY (106,50) Widerstände liegen bei 107,25 und 108,40, Unterstützungen bei 105,10 und 103,10.
GBP USD (1,5405) Bereits vor Veröffentlichung der schwachen UK-Handelsbilanz war Sterling gestern etwas unter Druck geraten . genug, um unsere bullishe Strategie zu verletzten. Wir sehen nun Nachfrage bei 1,5430 und 1,5280. Nur ein Unterschreiten letztgenannter Marke würde die Chance auf eine kurzfristige Bodenbildung zunichte machen. An der Oberseite würde ein Bruch von 1,5535 indes eine beschleunigte Erholung nach sich ziehen.
AUD USD (0,9215) Wir rechnen mit einem Angriff auf die April-Spitzen bei 0,9390 (kein guter Widerstand). Unterstützungen liegen bei 0,9150 und 0,9090 (hierunter würde der aktuelle Erholungsversuch vorerst abgeblasen).
Quelle: Deutsche Bank CMS: FX-Tagesausblick; Autor: Cognitrend
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USD JPY (91,50) Er gilt als Verfechter strikter Haushaltsdisziplin und hat aus seiner Vorliebe für einen schwächeren Yen nie einen Hehl gemacht: Japans frisch gebackener Ministerpräsident Naoto Kan. Diese Prinzipien einen ihn mit Yoshihiko Noda, den Kan gestern erwartungsgemäß zum Finanzminister seines neuen Kabinetts kürte. Viele unbekannte Gesichter sind darin übrigens nicht zu finden. Zu Stellvertretern Nodas wurden Motohisa Ikeda sowie Naoki Minezaki ernannt. Vor allem Letztgenannter scheint sich ebenfalls dem Niedrig-Yen-Dogma verschrieben zu haben.
In der Vergangenheit sparte er darum nicht mit Kritik an der BoJ, die seiner Ansicht nach ihre geldpolitischen Lockerungsbemühungen verstärken sollte. Nichtsdestotrotz mahnen Analysten, die Erwartungshaltung der Marktteilnehmer in Sachen schwächerer Yen, d.h. die Interventionsfantasie, sei schlichtweg übertrieben, solange sich die Welt im Krisenmodus befinde. Der Dollar pendelt weiter in einer breiten Konsolidierung (89,10 – 93,65).
EUR JPY (109,35) Auch wenn der Yen von hohen japanischen Maschinenbauaufträgen heute Morgen ein wenig Rückenwind erhalten haben mag – die Kursbewegungen spielten sich in einer äußerst engen Spanne ab. Für den Euro besteht Abwärtsrisiko bis 107,10. Darunter findet sich erst bei 104,10 weitere Unterstützung. Widerstand zeigt sich bei 110,90/11,05 und darüber bei 112,95.
GBP USD (1,4435) Dass die Ratingagentur Fitch einen schnelleren Abbau des britischen Defizits fordert, hätte Investoren gestern eigentlich nicht zu beunruhigen brauchen. Spätestens seit dem Schicksal Spaniens sollte bekannt sein, dass AAA-Bewertungen nicht als selbstverständlich erachtet werden können. Überdies hatte die neue Regierung ja bereits angekündigt, den Gürtel spürbar enger schnallen zu wollen. Dennoch geriet das Pfund nach den Fitch-Kommentaren etwas unter Druck. Abwärtsbewegungen könnten sich bis 1,4310 (leicht tiefer adjustiert) und dann bis 1,4190 erstrecken. Solange Sterling unter 1,4560 handelt, bleibt unsere Einschätzung negativ.
AUD USD (0,8220) Die gestrige Erholung ändert nichts an unserem schwachen Ausblick: Das Risiko reicht weiterhin bis 0,8065. Wir würden diese Marke gar als Kursziel einer bearishen Strategie anpeilen, sollte sich der Austral-Dollar bis 0,8300 erholen. Das Risikolimit läge bei 0,8345.
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