1 FX-Tagesausblick

FX: Der Euro ist das Problem der Händler, nicht der Dollar

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EUR USD (1,3335)      Gestern entwickelte sich etwas, das zunächst wie eine Korrektur aussah bzw. eine solche Bezeichnung verdient hätte. Es war immerhin die erste Euro-Gegenbewegung seit vierzehn Tagen. Die Kurse verloren vom Tageshoch über 100 Stellen und der US-Handel schloss fast am Tagestief. Das Phänomen, sein Vortagestief nicht zu unterschreiten, hat der Euro aber beibehalten. Das .



 zeigt, wie unbedeutend diese Aktivität letztendlich war. Devisenhändler kommen mit der Euro-Stärke nach wie vor mehrheitlich nicht zurecht. Sie haben zwar keinerlei Probleme damit, die Schwäche des Dollar nachzuvollziehen. Die Nachrichtenlage aus den USA ist für sie einleuchtend und eindeutig. Sie weist auf eine Schwächung der Währung hin. Der Kampf der Fed gegen die schwache Wirtschaft, die hohe Arbeitslosigkeit und die drohende Unsicherheit der im November bevorstehenden Kongresswahl. Jüngste Umfragen dazu deuten alle in die gleiche Richtung: Über die Hälfte der Bürger sind mit den Regierungsentscheidungen unzufrieden. Einen schwachen Dollar zu akzeptieren bzw. antizipieren, dürfte den meisten also leicht fallen. Viel mühsamer ist für viele hingegen den Euro-Anstieg zu verstehen. Immerhin hat es seit dem Frühjahr nicht mehr so viele Negativmeldungen aus der Eurozone, insbesondere der Euroland-Peripherie gegeben. Irland, Griechenland und Portugal stehen zwar risikotechnisch wieder im Mittelpunkt. Der Euro bleibt trotzdem bombenfest.
Unser bullishes Szenario verfolgen wir weiter. Zwar ohne neues Kursziel, aber mit Aufwärtspotenzial bei 1,3565.

USD JPY (85,15) Bestätigt wurde von offizieller Seite aus zwar noch nichts, doch einigen Presseberichten zufolge sieht alles danach aus, als hätten sich die japanischen Behörden heute Morgen zu einer erneuten Intervention, sprich: zu Yen-Verkäufen, entschlossen. Ausgehend von den mittleren 84-YenGefilden konnte sich der Dollar jedenfalls wieder sprungartig (innerhalb von weniger als 10  Minuten!) über die 85-Yen-Marke befestigen .
ein Niveau, das viele Händler und Analysten in den letzten Tagen als potenziellen Auslöser für neue BoJ-Eingriffe ausgemacht hatten. Doch offenbar lag die tatsächliche Schwelle ein Stückchen tiefer. Sonderlich überraschend kam dieser Schritt der japanischen Währungshüter, so er sich denn bewahrheiten sollte, sicherlich nicht.
Im Grunde stand ja sowieso nur noch die Frage, des Wann und nicht die des Ob im Raum. Denn dass die Intervention der vergangenen Woche ein Einmalereignis bleiben würde, dürfte ohnehin niemand mehr geglaubt haben. Zumal beim gestrigen Treffen zwischen US-Präsident Barack Obama und Japans Ministerpräsident Naoto Kan die befürchteten kritischen Töne seitens Obamas bezüglich des BoJ-Alleingangs ausgeblieben waren, was einige Händler sogleich als Dollar-positives Signal interpretierten. Doch Intervention hin oder her . der Dollar hat gestern trotzdem seine Stabilität verloren. Wir sehen Abwärtsrisiko bis 84,25 und 83,75. Erst über 85,50 wäre der Greenback wieder stabil.

EUR JPY (113,60) Nachdem uns gestern der Einstieg am Tagestief (112,20) gelang, blicken wir nun auf ein Kursziel bei 114,90. Das Risikolimit ist bei 111,90 anzusetzen.

GBP USD (1,5680) Das kurzfristige Aufwärtspotenzial reicht bis 1,5770/90 (leicht tiefer adjustiert). Darüber sind Kursgewinne bis 1,5900 möglich. Der positive Ausblick bleibt bestehen, solange Kabelpfunde über 1,5515 notieren.  Zuvor wartet Nachfrage bei 1,5570.

AUD USD (0,9505) Auch wenn der AustralDollar ein wenig von seinen Höchstständen abrückte, bleibt unser Ausblick positiv (0,9665 und danach 0,9755). Unterstützung entfaltete sich heute Morgen bereits bei unser 0,9470er Marke. Weitere Nachfrage wartet bei 0,9425 . hierunter stünden zunächst moderate Korrekturen an.

Quelle:  Deutsche Bank CMS: FX-Tagesausblick; Autor: Cognitrend  



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EUR USD (1,1955) Gestern zweifelten Devisenmarktakteure daran, ob der Beitritt Estlands in die Eurozone im kommenden Jahr gutes Timing sei. Aber das Land würde ohnehin die Auswirkungen der Krise zu spüren bekommen, hieß es. In der Währungsunion lassen sich die Probleme angeblich besser verarbeiten und zudem kann man noch in „den Genuss der Vorteile“ kommen, meint Estlands Finanzminister. Nun, hoffentlich ist er sich der neuen Spielregeln wirklich bewusst, die gerade in Brüssel aufgestellt werden. Denn: Strafen bei Verstößen der Mitgliedsländer sollen nun wesentlich früher und schärfer geahndet werden.
Außerdem sollen Eurostat-Inspekteure mit erweiterten Vollmachten ausgestattet und im Verdachtsfall umfangreiche Kontrollen durchgeführt werden. Eigentlich war diese Reglung schon vor sechs Jahren im Gespräch. Damals schien aber keiner daran zu glauben, dass so etwas jemals nötig sei. Oder einige Mitgliedsländer wollten sich schlicht nicht in die Karten schauen lassen. Der Widerstand war seinerzeit jedenfalls ziemlich heftig. Doch trotz strengerer Regeln und trotz eines erkennbaren Spar- und Kontrollwillens, hegen Investoren derzeit große Zweifel am Fortbestand der Eurozone. Eine Umfrage, die unter 1.001 Bloomberg-Nutzern durchgeführt wurde, ergab, dass lediglich 23 Prozent der Befragten an Letzteres glauben. Daran ändert auch der gespannte 750- Mrd.-Euro-Schutzschirm nichts. K ein Wunder, dass derzeit der Druck auf den Euro so hoch ist. Gestern aber brachte uns die Erholung auf 1,2010 eine bearishe Strategie mit Kursziel 1,1520. Das Risikolimit bleibt vorerst bei 1,2065.

USD JPY (91,50) Er gilt als Verfechter strikter Haushaltsdisziplin und hat aus seiner Vorliebe für einen schwächeren Yen nie einen Hehl gemacht: Japans frisch gebackener Ministerpräsident Naoto Kan. Diese Prinzipien einen ihn mit Yoshihiko Noda, den Kan gestern erwartungsgemäß zum Finanzminister seines neuen Kabinetts kürte. Viele unbekannte Gesichter sind darin übrigens nicht zu finden. Zu Stellvertretern Nodas wurden Motohisa Ikeda sowie Naoki Minezaki ernannt. Vor allem Letztgenannter scheint sich ebenfalls dem Niedrig-Yen-Dogma verschrieben zu haben.
In der Vergangenheit sparte er darum nicht mit Kritik an der BoJ, die seiner Ansicht nach ihre geldpolitischen Lockerungsbemühungen verstärken sollte. Nichtsdestotrotz mahnen Analysten, die Erwartungshaltung der Marktteilnehmer in Sachen schwächerer Yen, d.h. die Interventionsfantasie, sei schlichtweg übertrieben, solange sich die Welt im Krisenmodus befinde. Der Dollar pendelt weiter in einer breiten Konsolidierung (89,10 – 93,65).

EUR JPY (109,35) Auch wenn der Yen von hohen japanischen Maschinenbauaufträgen heute Morgen ein wenig Rückenwind erhalten haben mag – die Kursbewegungen spielten sich in einer äußerst engen Spanne ab. Für den Euro besteht Abwärtsrisiko bis 107,10. Darunter findet sich erst bei 104,10 weitere Unterstützung. Widerstand zeigt sich bei 110,90/11,05 und darüber bei 112,95.

GBP USD (1,4435) Dass die Ratingagentur Fitch einen schnelleren Abbau des britischen Defizits fordert, hätte Investoren gestern eigentlich nicht zu beunruhigen brauchen. Spätestens seit dem Schicksal Spaniens sollte bekannt sein, dass AAA-Bewertungen nicht als selbstverständlich erachtet werden können. Überdies hatte die neue Regierung ja bereits angekündigt, den Gürtel spürbar enger schnallen zu wollen. Dennoch geriet das Pfund nach den Fitch-Kommentaren etwas unter Druck. Abwärtsbewegungen könnten sich bis 1,4310 (leicht tiefer adjustiert) und dann bis 1,4190 erstrecken. Solange Sterling unter 1,4560 handelt, bleibt unsere Einschätzung negativ.

AUD USD (0,8220) Die gestrige Erholung ändert nichts an unserem schwachen Ausblick: Das Risiko reicht weiterhin bis 0,8065. Wir würden diese Marke gar als Kursziel einer bearishen Strategie anpeilen, sollte sich der Austral-Dollar bis 0,8300 erholen. Das Risikolimit läge bei 0,8345.


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