EUR USD (1,3470) An solch ruhigen Handelstagen wie gestern werden gerne die Wirtschaftszeitungen gewälzt, in denen das Thema Währungen derzeit einen breiten Raum einnimmt. Dabei versuchen sich die großen Industrienationen mehr oder weniger deutlich zu positionieren, und.…
USD JPY (84,20) Gestern äußerten Händler Bedenken, ob es sich bei der Rallye vom Freitag tatsächlich um Interventionen gehandelt hat. Die Zweifel werden deshalb immer größer, da der Dollar schon wieder schwächelt und mittlerweile an den Niveaus kratzt, an denen die erste (und die einzige offiziell bestätigte) Interventionsbewegung Mitte des Monats losgetreten wurde. Man gewinnt derzeit nicht den Eindruck, die BoJ hätte Yen-Käufern Angst eingejagt. Im
Gegenteil. Exporteure scheinen über das massive Yen-Angebot hocherfreut gewesen zu sein. Und einiges deutet darauf hin, dass ihr Hunger noch nicht gestillt ist. Bis zum Fiskal-Halbjahresende sei noch mit starker Nachfrage von dieser Gruppe zu rechnen, heißt es im Markt. Die BoJ scheint sich also auf einen Kampfplatz begeben zu haben, auf dem die Konkurenz ihr zumindest auf Augenhöhe begegnet. Vielleicht hatte dieses Bild auch der brasilianische Finanzminister vor Augen, als er vom .internationalen Währungskrieg. sprach. Für die BoJ lässt sich das Risiko dieser .Auseinandersetzung. ziemlich klar definieren: Ein Dollar, der wieder unter sein Interventionsniveau rutscht. Dieses Abwärtsrisiko bis 83,75 sehen wir nach wie vor. Kurzfristige Entspannung ist nur über 85,50 erreichbar.
EUR JPY (113,35) Unser Kursziel liegt bei 114,90. Das Risikolimit belassen wir bei 112,05.
GBP USD (1,5825) Die Rallye gegen Ende letzter Woche hat nicht verhindern können, dass nun neue Short-Spieler ihr Glück versuchen. Zumindest die Nachrichtenlage war ausgesprochen Pfund-bearish. Die Herabstufung der Anglo Irish
Bank durch Moody.s und schwache Daten vom britischen Häusermarkt stellen nur eine kleine Auswahl dar. Die Hauspreise fielen übrigens zum dritten Mal hintereinander. Währenddessen haben Kabelpfunde aber eine breit angelegte Aufwärtsbewegung vollzogen. Der Verkaufsdruck gestern reichte nicht, Sterling auf die gute 1,5770/90er Unterstützung zu drücken. Aber auch bei 1,5730 bzw. bei 1,5620 erwarten wir gute Nachfrage. Letzteres Niveau sichert dem Pfund Aufwärtspotenzial (1,5950/60).
AUD USD (0,9600) Der Ausblick bleibt positiv (0,9665 und danach 0,9760/85). Erstere Marke würden wir gar als Kursziel ausrufen, sofern uns ein Einstieg bei 0,9505 gelingt. Das Risikolimit läge bei 0,9470. Allerdings würden wir von diesem Vorhaben Abstand nehmen, sollte zuerst die Zielmarke erreicht werden.
Quelle: Deutsche Bank CMS: FX-Tagesausblick; Autor: Cognitrend
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USD JPY (91,50) Er gilt als Verfechter strikter Haushaltsdisziplin und hat aus seiner Vorliebe für einen schwächeren Yen nie einen Hehl gemacht: Japans frisch gebackener Ministerpräsident Naoto Kan. Diese Prinzipien einen ihn mit Yoshihiko Noda, den Kan gestern erwartungsgemäß zum Finanzminister seines neuen Kabinetts kürte. Viele unbekannte Gesichter sind darin übrigens nicht zu finden. Zu Stellvertretern Nodas wurden Motohisa Ikeda sowie Naoki Minezaki ernannt. Vor allem Letztgenannter scheint sich ebenfalls dem Niedrig-Yen-Dogma verschrieben zu haben.
In der Vergangenheit sparte er darum nicht mit Kritik an der BoJ, die seiner Ansicht nach ihre geldpolitischen Lockerungsbemühungen verstärken sollte. Nichtsdestotrotz mahnen Analysten, die Erwartungshaltung der Marktteilnehmer in Sachen schwächerer Yen, d.h. die Interventionsfantasie, sei schlichtweg übertrieben, solange sich die Welt im Krisenmodus befinde. Der Dollar pendelt weiter in einer breiten Konsolidierung (89,10 – 93,65).
EUR JPY (109,35) Auch wenn der Yen von hohen japanischen Maschinenbauaufträgen heute Morgen ein wenig Rückenwind erhalten haben mag – die Kursbewegungen spielten sich in einer äußerst engen Spanne ab. Für den Euro besteht Abwärtsrisiko bis 107,10. Darunter findet sich erst bei 104,10 weitere Unterstützung. Widerstand zeigt sich bei 110,90/11,05 und darüber bei 112,95.
GBP USD (1,4435) Dass die Ratingagentur Fitch einen schnelleren Abbau des britischen Defizits fordert, hätte Investoren gestern eigentlich nicht zu beunruhigen brauchen. Spätestens seit dem Schicksal Spaniens sollte bekannt sein, dass AAA-Bewertungen nicht als selbstverständlich erachtet werden können. Überdies hatte die neue Regierung ja bereits angekündigt, den Gürtel spürbar enger schnallen zu wollen. Dennoch geriet das Pfund nach den Fitch-Kommentaren etwas unter Druck. Abwärtsbewegungen könnten sich bis 1,4310 (leicht tiefer adjustiert) und dann bis 1,4190 erstrecken. Solange Sterling unter 1,4560 handelt, bleibt unsere Einschätzung negativ.
AUD USD (0,8220) Die gestrige Erholung ändert nichts an unserem schwachen Ausblick: Das Risiko reicht weiterhin bis 0,8065. Wir würden diese Marke gar als Kursziel einer bearishen Strategie anpeilen, sollte sich der Austral-Dollar bis 0,8300 erholen. Das Risikolimit läge bei 0,8345.
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