EUR USD (1,3215) Wer sich gestern gezwungen sah, den Euro nach einer weiteren Rallye am Vormittag rund um das 1,3220er Level zu kaufen, der brauchte schon gute Argumente. Natürlich wurden da wieder technische Gründe genannt, etwa dass der USD-Index erstmals seit Januar unter seine 200-Tageslinie gerutscht ist. Ein gefundenes …
Normal 0 14 MicrosoftInternetExplorer4 /* Style Definitions */ table.MsoNormalTable {mso-style-name:“Tabella normale“; mso-tstyle-rowband-size:0; mso-tstyle-colband-size:0; mso-style-noshow:yes; mso-style-parent:““; mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; mso-para-margin:0cm; mso-para-margin-bottom:.0001pt; mso-pagination:widow-orphan; font-size:10.0pt; font-family:“Times New Roman“;} Fressen boten unterdessen auch Presseberichte, wonach die amerikanische Notenbank weitere Quantitative-Easing-Schritte erwägt. Das perfekte Kaufargument! Allerdings: So weltbewegend ist diese Neuigkeit gar nicht, denn Zentralbank-Chef Ben Bernanke hat bei seiner jüngsten Anhörung bereits weitere Maßnahmen in Aussicht gestellt, sollte es die wirtschaftliche Situation erfordern – neuerliche Bond-Käufe hat er ohnehin nie ausgeschlossen. Überdies geht es den Medien zufolge nicht um eine Ausweitung der Fed-Bilanz, sondern lediglich darum, ein allmähliches Schrumpfen derselben zu verhindern. Die Rückzahlungen aus ihrem Anleihe-Portfolio würden demnach schlicht reinvestiert. Auch wenn man allerorten nun davon spricht, dass dem Dollar keine guten Zeiten bevorstehen und der Euro weiter zulegen wird – Anschlussgewinne blieben aus, nachdem das meiste Handelsvolumen gestern bei besagten 1,3220 umgegangen war. Es scheint, als hätten viele Investoren bereits die notwendigen Anpassungen ihrer Portfolios vorgenommen. Das Potenzial bis 1,3300 ist ohnehin fast ausgeschöpft.
Nur jenseits dieser Marke rechnen wir daher mit neuem Schwung der Einheitswährung. Verlässliche Nachfrage tut sich derweil bei 1,3085 auf. Aber auch darunter ist der Euro noch gut unterstützt – der Aufwärtstrend ist nicht in Gefahr.
USD JPY (85,35) Je näher der Yen sich an sein Jahreshoch aus Ende 2009 heranpirscht, desto unruhiger scheinen die Offiziellen in Japan zu werden. Den Händlern jedenfalls entgeht nicht, dass in den vergangenen Tagen Kommentare bezüglich der Yen-Stärke seitens Politikern und Zentralbankern an Häufigkeit zugenommen haben. Auch gestern betonte Finanzminister Noda, dass ihm daran liegt, „eine exzessive Yen- Stärke zu verhindern“. Aber der Yen alleine ist nicht das einzige Problem, mit dem sich Regierung und Zentralbank derzeit herumquälen müssen. Die wirtschaftliche Entwicklung macht allen mindestens genauso viel Kummer. Premierminister Kan schlug gestern bei einer außerordentlichen Haushaltsdebatte vor, zusätzliche Stimulusmaßnahmen einzuleiten – insbesondere, um den schwächelnden Arbeitsmarkt anzukurbeln Dabei sprach er ähnlich wie jüngst Fed- Chef Bernanke von einer risikobehafteten Zukunft. Unter Devisenhändlern hat sich mittlerweile die Meinung manifestiert, dass die BoJ bald ins Marktgeschehen eingreifen wird – spätestens mit Unterschreiten des oben erwähnten USDTiefs,
das bei 84,80 liegt. Entsprechend stark wird dieser Punkt von den Akteuren beachtet.
Ein Bruch würde für Druck auf 81,90 sorgen. Der Stabilitätsanker bleibt wie gehabt bei 87,00.
EUR JPY (112,75) Das Risiko, erneut in Richtung 111,10 abzudriften, bleibt bestehen. Dieses Niveau dient zudem als Auslöse- und Beschleunigungspunkt für weitere Abwärtsbewegungen. Derweil liegt der Rettungsanker für den Euro wie gehabt bei der 114,40er Marke.
GBP USD (1,5930) Sterling bildete gestern, in genau dem gleichen Tempo wie die anderen Hauptwährungen, die Dollarschwäche ab. Seltsamerweise sprachen die Händler über die
Aussicht auf weitere quantitative Maßnahmen der Fed, obgleich die Wahrscheinlichkeit, dass
die BoE ebenfalls wieder mit QE loslegt, genauso hoch ist. Trotz der beeindruckenden Kursgewinne der vergangenen 14 Tage, sehen wir für Sterling noch Aufwärtspotenzial bis 1,6020/30. Das erste Zeichen für den Beginn von Korrekturen wäre indes ein Bruch der 1,5780er Marke.
AUD USD (0,9125) Das Aufwärtspotenzial für AUD bleibt die 0,9275 Marke. Widerstand ist davor nicht zu erkennen. Unterstützungen sind bei 0,9035/40 und 0,8890 (kritisch) anzusetzen.
Quelle: Deutsche Bank CMS: FX-Tagesausblick; Autor: Cognitrend
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USD JPY (91,50) Er gilt als Verfechter strikter Haushaltsdisziplin und hat aus seiner Vorliebe für einen schwächeren Yen nie einen Hehl gemacht: Japans frisch gebackener Ministerpräsident Naoto Kan. Diese Prinzipien einen ihn mit Yoshihiko Noda, den Kan gestern erwartungsgemäß zum Finanzminister seines neuen Kabinetts kürte. Viele unbekannte Gesichter sind darin übrigens nicht zu finden. Zu Stellvertretern Nodas wurden Motohisa Ikeda sowie Naoki Minezaki ernannt. Vor allem Letztgenannter scheint sich ebenfalls dem Niedrig-Yen-Dogma verschrieben zu haben.
In der Vergangenheit sparte er darum nicht mit Kritik an der BoJ, die seiner Ansicht nach ihre geldpolitischen Lockerungsbemühungen verstärken sollte. Nichtsdestotrotz mahnen Analysten, die Erwartungshaltung der Marktteilnehmer in Sachen schwächerer Yen, d.h. die Interventionsfantasie, sei schlichtweg übertrieben, solange sich die Welt im Krisenmodus befinde. Der Dollar pendelt weiter in einer breiten Konsolidierung (89,10 – 93,65).
EUR JPY (109,35) Auch wenn der Yen von hohen japanischen Maschinenbauaufträgen heute Morgen ein wenig Rückenwind erhalten haben mag – die Kursbewegungen spielten sich in einer äußerst engen Spanne ab. Für den Euro besteht Abwärtsrisiko bis 107,10. Darunter findet sich erst bei 104,10 weitere Unterstützung. Widerstand zeigt sich bei 110,90/11,05 und darüber bei 112,95.
GBP USD (1,4435) Dass die Ratingagentur Fitch einen schnelleren Abbau des britischen Defizits fordert, hätte Investoren gestern eigentlich nicht zu beunruhigen brauchen. Spätestens seit dem Schicksal Spaniens sollte bekannt sein, dass AAA-Bewertungen nicht als selbstverständlich erachtet werden können. Überdies hatte die neue Regierung ja bereits angekündigt, den Gürtel spürbar enger schnallen zu wollen. Dennoch geriet das Pfund nach den Fitch-Kommentaren etwas unter Druck. Abwärtsbewegungen könnten sich bis 1,4310 (leicht tiefer adjustiert) und dann bis 1,4190 erstrecken. Solange Sterling unter 1,4560 handelt, bleibt unsere Einschätzung negativ.
AUD USD (0,8220) Die gestrige Erholung ändert nichts an unserem schwachen Ausblick: Das Risiko reicht weiterhin bis 0,8065. Wir würden diese Marke gar als Kursziel einer bearishen Strategie anpeilen, sollte sich der Austral-Dollar bis 0,8300 erholen. Das Risikolimit läge bei 0,8345.
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