EUR USD (1,3165) Das meiste Handelsvolumen ging gestern im Bereich des Tagestiefs, rund um das 1,3060er Niveau, um: Offenbar hatten sowohl die Bullen gute Kaufgründe als auch die Bären zunächst triftige Verkaufsargumente. …
Bei Ersteren handelt es sich offenbar um mittelfristig orientierte Strategen, die schon seit Wochen ihre Gewinne sichern ? ihre Engagements stammen wohl noch aus Zeiten, als der Euro oberhalb von 1,40 und höher gehandelt wurde. Den kurzfristig aktiven Marktteilnehmern jedoch dürfte die Einheitswährung gestern Morgen wieder einmal viel zu teuer erschienen sein. Schließlich wird sie so hoch gehandelt wie schon seit Mai nicht mehr ? der Verkauf ist da nur allzu verlockend. Am Nachmittag waren es jedoch diese Short-Spieler, die
klein beigeben und ihre Positionen eindecken mussten. Beliebte Rechtfertigungen: Die Aktienmärkte seien doch bombenfest. Und wichtige technische Niveaus beim EUR/USD-Währungspaar seien gerissen worden, wonach der Euro nun viel Platz habe noch weiterzusteigen. Auch die US-Einkaufsmanagererhebung, der ISM-Index, musste als Argument herhalten: Dieser hatte sich nämlich im Juli nun doch nicht so deutlich eingetrübt, wie zunächst befürchtet.
Wir bleiben freilich bei unserer bullishen Haltung: Der Euro hat weiterhin Raum, um bis zur 1,3240er Marke (und danach bis 1,3300; beides lediglich Potenzial) zu steigen. Allerdings sollte nun die Unterstützung bei 1,3060 nicht mehr unterlaufen werden. Auch danach ist aber noch längst keine signifikante Schwäche in Sicht ? der Aufwärtstrend wäre erst unterhalb von 1,2800 ernsthaft in Gefahr.
USD JPY (86,35) Seitdem die neue Regierung das Ruder übernommen hat, ist der Wille, Reformen durchzusetzen, deutlich gestiegen – auch innerhalb der Bevölkerung. Diesen positiven Effekt will Premierminister Naoto Kan nutzen und den Steuerreformprozess – vor allem die Umsatzsteuererhöhung – notfalls über eine Art Volksabstimmung zu neuen Unterhauswahlen beschleunigen, falls andere Regierungsvertreter das Projekt noch weiter herauszuzögern versuchen. Denn im Oberhaus verfügt Kan ja bekanntermaßen nicht mehr über die erforderliche Mehrheit. Anscheinend verfolgen Yen-Investoren diese Entwicklung recht aufmerksam. Im Moment sehen sie nicht allzu viel Handlungsbedarf, denn mit einer kurzfristigen Entscheidung dürfte erst einmal nicht zu rechnen sein und auch sonst läuft es für Yen- Optimisten gut. Vom jüngsten 8-Monats-Tief konnte sich der Dollar gestern kaum lösen. Dem Risiko, bis zum Jahrestief aus Ende 2009 (84,80) abzurutschen, bleibt der USD auch weiterhin ausgesetzt. Andererseits liegt der Stabilitätsanker bei 87,00 nach wie vor in greifbarer Nähe.
EUR JPY (113,70) Ein gewisses Risiko, erneut in Richtung 111,05 abzudriften, besteht nach wie vor. Unter letzterem Punkt würde sich eine Abwärtsbewegung indes deutlich beschleunigen.
Jedoch ist auch der Euro nicht allzu weit von seiner Stabilitätsmarke entfernt. Lediglich 114,40 muss hierzu überboten werden.
GBP USD (1,5875) Gute Nachrichten aus der Industrie hellten die Stimmung in GB gestern ein wenig auf, obwohl in manchen Bereichen (Ausfuhren) auch Rückgänge zu verzeichnen waren. Dabei ruhten gerade auf dem Export die größten Hoffnungen. Obwohl sich Sterling gestern im europäischen Handel stetig vorarbeiten konnte, scheint das größte Handelsvolumen erst gegen Tagesende zustande gekommen zu sein, was für Short-Eindeckungen spricht. Aufwärtspotenzial besteht weiter bis 1,6020. Das früheste Schwächezeichen, wäre ein Unterschreiten der 1,5700er Unterstützung.
AUD USD (0,9100) Nach der Entscheidung der RBA, die Zinsen unverändert zu belassen, pausierte der AUD auf seiner Reise in Richtung auf 0,9275 (nach wie vor aktuelles Potenzial) zunächst einmal. Nachfragepunkte sind nach wie vor bei 0,9035/40 und bei 0,8930 ausgewiesen.
Die Hauptunterstützung liegt jetzt bei 0,8860.
Quelle: Deutsche Bank CMS: FX-Tagesausblick; Autor: Cognitrend
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USD JPY (91,50) Er gilt als Verfechter strikter Haushaltsdisziplin und hat aus seiner Vorliebe für einen schwächeren Yen nie einen Hehl gemacht: Japans frisch gebackener Ministerpräsident Naoto Kan. Diese Prinzipien einen ihn mit Yoshihiko Noda, den Kan gestern erwartungsgemäß zum Finanzminister seines neuen Kabinetts kürte. Viele unbekannte Gesichter sind darin übrigens nicht zu finden. Zu Stellvertretern Nodas wurden Motohisa Ikeda sowie Naoki Minezaki ernannt. Vor allem Letztgenannter scheint sich ebenfalls dem Niedrig-Yen-Dogma verschrieben zu haben.
In der Vergangenheit sparte er darum nicht mit Kritik an der BoJ, die seiner Ansicht nach ihre geldpolitischen Lockerungsbemühungen verstärken sollte. Nichtsdestotrotz mahnen Analysten, die Erwartungshaltung der Marktteilnehmer in Sachen schwächerer Yen, d.h. die Interventionsfantasie, sei schlichtweg übertrieben, solange sich die Welt im Krisenmodus befinde. Der Dollar pendelt weiter in einer breiten Konsolidierung (89,10 – 93,65).
EUR JPY (109,35) Auch wenn der Yen von hohen japanischen Maschinenbauaufträgen heute Morgen ein wenig Rückenwind erhalten haben mag – die Kursbewegungen spielten sich in einer äußerst engen Spanne ab. Für den Euro besteht Abwärtsrisiko bis 107,10. Darunter findet sich erst bei 104,10 weitere Unterstützung. Widerstand zeigt sich bei 110,90/11,05 und darüber bei 112,95.
GBP USD (1,4435) Dass die Ratingagentur Fitch einen schnelleren Abbau des britischen Defizits fordert, hätte Investoren gestern eigentlich nicht zu beunruhigen brauchen. Spätestens seit dem Schicksal Spaniens sollte bekannt sein, dass AAA-Bewertungen nicht als selbstverständlich erachtet werden können. Überdies hatte die neue Regierung ja bereits angekündigt, den Gürtel spürbar enger schnallen zu wollen. Dennoch geriet das Pfund nach den Fitch-Kommentaren etwas unter Druck. Abwärtsbewegungen könnten sich bis 1,4310 (leicht tiefer adjustiert) und dann bis 1,4190 erstrecken. Solange Sterling unter 1,4560 handelt, bleibt unsere Einschätzung negativ.
AUD USD (0,8220) Die gestrige Erholung ändert nichts an unserem schwachen Ausblick: Das Risiko reicht weiterhin bis 0,8065. Wir würden diese Marke gar als Kursziel einer bearishen Strategie anpeilen, sollte sich der Austral-Dollar bis 0,8300 erholen. Das Risikolimit läge bei 0,8345.
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