1 Maerkte am Morgen

Athen sendet optimistische Signale

Die griechische Regierung glaubt, dass der Mittelmeerstaat die Wirtschaftskrise schneller hinter sich lassen könnte als bisher angenommen. Eine Rückkehr zum Wachstum werde ab Mitte 2011 angepeilt, sagte ....

Finanzminister Giorgos Papakonstantinou dem Handelsblatt. In Q1 2010 sei das BIP um 2,5 Prozent geschrumpft. „Das war weniger als das für das Gesamtjahr angesetzte Minus von 4 Prozent.“ Die privaten Investitionen gingen zudem weniger rapide zurück als befürchtet, die Exporte stiegen und der Einzelhandel verzeichne Wachstum. In einigen Wirtschaftssektoren kehre somit die Zuversicht zurück. „Wir hoffen deshalb, dass wir das Jahr besser abschließen als bisher angenommen, schneller aus der Rezession herauskommen und ab Mitte 2011 zu Wachstum zurückkehren“, gab sich der Minister hoffnungsvoll.

Euro-Länder vor Konjunkturabkühlung

In der Gesamtbetrachtung steht den Euro-Ländern in der zweiten Jahreshälfte allerdings eine Konjunkturabkühlung bevor, wie aus den jüngsten Einkaufsmanagerbefragungen hervorgeht. Demnach sank der Einkaufsmanagerindex für die Dienstleister im Juni auf 55,4 von 56,2 Punkten im Mai – es war der erste Rückgang seit Februar. In der Industrie fiel das Barometer ebenfalls, wenn auch nur leicht von 55,8 auf 55,6 Punkte. Zwar werde das Wirtschaftswachstum im zu Ende gehenden Q2 mit 0,6 bis 0,7 Prozent etwa dreimal so stark ausfallen wie zu Jahresbeginn. Doch lege das schwächere Wachstum bei Produktion, Neuaufträgen und Exporten am Quartalsende nahe, dass die Wirtschaft im 2. Halbjahr einen Gang zurückschalten werde, kommentierte das Markit- Institut, welches die Umfrage durchführt, die aktuellen Zahlen.

IEA rechnet mit höherer Ölnachfrage

Die Internationale Energieagentur (IEA) sagt bis 2015 einen jährlichen Anstieg der globalen Ölnachfrage um 1,4 Prozent voraus. Wie sie in ihrem Mittelfrist- Bericht mitteilte, erwartet sie – auf Basis der Wachstumsprognose des Internationalen Währungsfonds – einen Anstieg der Nachfrage auf 91,9 Mio. Barrel/Tag (bpd) von 84,8 Mio. bpd in 2009. 

Deutsches BIP: Schwungvolle Erholung erwartet

Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland verläuft aus Sicht des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) „derzeit schwungvoller“ als bislang erwartet. Das Institut hat daher seine Prognose für das BIP-Wachstum im laufenden Jahr auf 1,9 Prozent erhöht, nachdem es im März noch von einem Plus in Höhe von 1,4 Prozent ausgegangen war. Auch der Bundesverband deutscher Banken (BdB) schätzt, dass das Wachstum aufgrund einer Beschleunigung im Sommerhalbjahr höher ausfallen könnte als erwartet: Die BIP-Prognose des BdB von mindestens 1,5 Prozent für 2010 sei „nach unten gut abgesichert und könnte gegebenenfalls auch etwas höher ausfallen“, befand der Bankenverband in seinem jüngsten Konjunkturbericht.

Soros: Deutsche Politik ist Bedrohung für Europa

US-Milliardär George Soros bezeichnet die deutsche Sparpolitik als Bedrohung für Europa. „Deutschland bringt die Europäische Union dadurch in Gefahr, dass es auf seine pro-zyklische Politik besteht. Ich bin mir bewusst, dass dies eine harte Anschuldigung ist. Ich fürchte aber, dass sie gerechtfertigt ist“, sagte der Starinvestor am Mittwoch in einer Rede an der Berliner Humboldt-Universität. Durch die Senkung des Haushaltsdefizits und den Widerstand gegen höhere Gehälter zum Ausgleich für den Rückgang der Kaufkraft des Euro erschwere Deutschland es den anderen Ländern, ihre Wettbewerbsfähigkeit zurückzugewinnen. Den Euro nannte Soros eine klare Fehlkonstruktion. Dieser sei von Beginn an unvollkommen gewesen, da der Maastricht-Vertrag der EU eine Währungsunion ohne einen politischen Zusammenschluss ins Leben gerufen habe. In einem Interview mit der Zeitung Die Zeit hatte Soros gewarnt, man könne einen Kollaps des Euro nicht ausschließen.

Quelle: Deutsche Bank  CMS: Märkte am Morgen;  Autor: Cognitrend


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