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Anleihenmärkte preisen Zinsnormalisierung schon ein – trotz unveränderter Geldpolitik von Fed und EZB

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• Zinsnormalisierung wird kommen
• Anleihen: Kreditbereich und Schwellenländeranleihen bevorzugt
• US-Dollar und NOK und SEK gegenüber Euro und Schweizer Franken favorisiert..

Auch wenn die Europäische Zentralbank (EZB) und die US-Notenbank Fed die Zinsen vorerst unverändert lassen, ist eine Zinserhöhung bei den längerfristigen Zinsen bereits in vielen Zinskurven eingepreist. „Der Trend hin zu einer Zinsnormalisierung steht kaum zur Diskussion“, sagt Bernhard Urech, Head of Fixed Income Interest Rates von Swiss & Global Asset Management. Der Experte rechnet damit, dass nach der Ankündigung der unveränderten US-Geldpolitik die Risikoprämien weiter zurückgehen dürften.

Ungebrochene Nachfrage nach Corporate Bonds
„Die Nachfrage nach Unternehmensanleihen ist ungebrochen“, ergänzt Christof Stegmann, Portfolio-manager im Bereich Fixed Income Credits. Das habe jüngst die Neuemission von Verizon gezeigt: Um einen Teil des Kaufpreises für den Minderheitsanteil von Vodafone an Verizon Wireless zu finanzieren, wurden Anleihen im Wert von 49 Mrd. US-Dollar angeboten, während es eine Nachfrage in Höhe von 102 Mrd. US-Dollar gab. Angesichts guter Fundamentaldaten der Unternehmen, hoher Cash-Bestände und des Wirtschaftswachstums seien weitere „Monster-Übernahmen“ nicht auszuschließen. „Solange der Schuldner einigermaßen bekannt ist, das Rating auch nach der Übernahme im Investment-Grade Bereich bleibt und die Risikoprämie für Anleihen attraktiv ist, dürfte sich fast alles auf diese Weise fi-nanzieren lassen“, sagt Stegmann. Da aber gleichzeitig auch die Event-Risiken (Übernahme, Fusionen, Going Private) zunähmen, müssen auch stärker als bisher Risiken überwacht und eine breite Di-versifikation angestrebt werden.

Auf Branchenebene zieht der Fondsmanager Industriewerte den Versorgern derzeit vor, bei den Fi-nanzwerten stehen für den Experten besicherte Anleihen im Vordergrund. Als Beimischung im Portfo-lio sind für den Fondsmanager ausgewählte Anleihen vor allem von BB-Schuldnern und hervorragende Emittenten aus den Schwellenländern interessant.

Währungen – attraktive Währungen im Norden
Die Entscheidung der FED, die Anleihekäufe unverändert fortzusetzen, hat auch den US-Dollar beein-flusst. Gegenüber Euro, Britischem Pfund und Schweizer Franken fiel die US-Währung auf den tiefs-ten Wert seit Februar. „Dennoch dürfte die Fed die erste große Notenbank sein, die einen restriktiven Kurs einschlägt“, erwartet Joachim Corbach, Head of Commodities and Currencies von Swiss & Glo-bal Asset Management. „Das dürfte langfristig zu einer Aufwertung des US-Dollars führen.“

Bei den kleinen Währungsräumen hat Corbach vor allem Schweden und Norwegen im Blick, die in ei-nem ähnlichen Dilemma wie die Schweiz steckten. Um eine wachstumsschädigende und deflationär wirkende Aufwertung ihrer Währungen zu verhindern, sind die beiden Länder gezwungen, ihre Zinsen niedrig zu halten. Nachteil: Dies führt zu einer gefährlich hohen Verschuldung der Privathaushalte und zu Überhitzungserscheinungen auf dem Immobilienmarkt. „Im Unterschied zum Schweizer Franken waren die skandinavischen Währungen jedoch auch nach einer längeren Aufwertungsphase funda-mental nie überteuert“, betont Corbach. Der Experte erwartet, dass sich die skandinavischen Noten-banken gerade nach den jüngsten Preiskorrekturen der schwedischen und norwegischen Krone in den kommenden Monaten vermehrt mit der hohen Haushaltsverschuldung beschäftigen und somit eine Aufwertung ihrer Währungen zulassen werden. Vor diesem Hintergrund favorisiert Corbach den US-Dollar und die skandinavischen Währungen gegenüber dem Euro und dem Schweizer Franken.

Über Swiss & Global Asset Management
Swiss & Global Asset Management ist Teil der GAM Holding AG, einer unabhängigen, auf das Asset Management spezialisierten Gruppe. Im Oktober 2009 aus der Julius Bär Asset Management hervor-gegangen, ist Swiss & Global Asset Management der exklusive Anbieter von Julius Bär Fonds. Das Angebot umfasst neben Investmentfonds auch maßgeschneiderte Lösungen für institutionelle Anleger und individuelle Private-Label-Lösungen. Swiss & Global Asset Management kombiniert Schweizer Wurzeln – in Form von langjährigen Kundenbeziehungen und hohem Qualitätsbewusstsein – und ein weltumspannendes Netzwerk mit über 1000 Vertriebsverträgen in rund 30 Ländern.

GAM Holding AG ist an der SIX Swiss Exchange notiert. Die Gruppe verwaltet Vermögen von insge-samt CHF 116.6 Milliarden (per 30. Juni 2013) und beschäftigt mehr als 1.000 Mitarbeiter an ihren Standorten in zehn Ländern.


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Quelle: ETFWorld – Swiss & Global Asset Management


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