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Amundi ETF : ETF-Anleger setzten auch im Februar auf Diversifizierung –  Schwellenländer-Aktien-ETFs gefragt

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Amundi ETF – Der Markt für europäische UCITS-ETFs verzeichnete im Februar Nettozuflüsse von 48 Mrd. Euro. 

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Analyse der monatlichen ETF-Mittelzuflüsse  – Daten per 28. Februar 2026


Thomas Wiedenmann, Head of Amundi ETF, Indexing & Smart Beta – Deutschland, Österreich und Osteuropa ( Photo @SLAVICA)


Zuflüsse in europäische UCITS-ETF 

… Damit war der Februar ein weiterer Rekordmonat, in dem Anleger nach Rotations- und Diversifizierungsmöglichkeiten suchten. Der bisherige Höchststand von 46,9 Mrd. Euro aus dem Januar 2026 wurde übertroffen. Anleger fragten vor allem Aktien-ETFs nach (+39,1 Mrd. Euro). Die Zuflüsse in Anleihe-ETFs (+8,4 Mrd. Euro) gingen hingegen gegenüber dem Vormonat leicht zurück.

Schwellenländer-Aktien-ETFs waren das beliebteste Subanlagesegment (+9,5 Mrd. Euro). Auch ETFs auf europäische Aktien und All-Country-World-Strategien verzeichneten robuste Zuflüsse. Dies spiegelt das aktuelle Interesse an einer Diversifizierung über verschiedene Regionen hinweg wider.

Die Zuflüsse in Staatsanleihe-ETFs machten mit 4,1 Mrd. Euro etwa die Hälfte der Zuflüsse in Anleihe-ETFs aus. Dabei war eine Verlagerung hin zu Engagements mit allen Laufzeiten gegenüber Strategien mit kürzerer Duration des Vormonats zu verzeichnen. ETFs auf Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Rating (IG) legten im Monatsverlauf um 1,5 Mrd. Euro zu. Sowohl bei ETFs auf Staatsanleihen als auch solche auf IG-Unternehmensanleihen bevorzugten Anleger europäische Strategien. Auffallend war, dass bei Anleihe-ETFs ESG-Strategien fast die Hälfte der gesamten Zuflüsse in dieser Anlagekategorie ausmachten.

Schwellenländer-Aktien-ETFs im Anlegerfokus

Angesichts anhaltender Bedenken hinsichtlich überbewerteter US-Aktien und eines schwächeren US-Dollars sowie einer hohen Nachfrage nach Technologie-Hardware aus Ländern wie Taiwan und Südkorea wandten sich Anleger im Februar Schwellenländer-ETFs zu. Breite Schwellenländer-Aktienallokationen machten etwa zwei Drittel der gesamten Aktien-ETF-Zuflüsse aus. Zudem ist das Interesse an einzelnen Schwellenländerregionen (+1,2 Mrd. Euro) stark gestiegen.

Bei den regionalen Schwellenländer-ETFs standen vor  allem Lateinamerika-ETFs (+513 Mio. Euro) im Anlegerfokus. Hier weckte eine Kombination verschiedener Faktoren das Anlegerinteresse. Neben der Möglichkeit, ein Engagement im breiten Rohstoffkomplex einzugehen, haben Anleger die Bewertungen als attraktiv angesehen. Für Brasilien wird zudem ein positives Gewinnwachstum erwartet. Auch für einkommensorientierte Anleger war Lateinamerika attraktiv, da ein Engagement im Finanz- und Energiesektor doppelt so hohe Dividendenrenditen wie in den übrigen Schwellenländern bietet (Quelle: Amundi, Bloomberg. Daten zum 30.01.2026. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung.) Infolge dieses Trends waren bemerkenswerte ETF-Allokationen zu verzeichnen:  Brasilien-ETFs zogen im Februar Neugelder in Höhe von 497 Mio. Euro an, gefolgt von Indien-ETFs mit 449 Mio. Euro, Südkorea-ETFs mit 433 Mio. Euro und China-ETFs mit 129 Mio. Euro.

Gegenüber US-Aktien-ETFs blieben Anleger vorsichtig (+4,3 Mrd. Euro). So lagen die Zuflüsse in diesem Segment hinter denen in Europa-Aktien-ETFs (+9,2 Mrd. Euro), All-Country-World-Strategien (+7,6 Mrd. Euro) und World-ETFs (+6,9 Mrd. Euro). Der Großteil der Zuflüsse in US-Aktien-ETFs entfiel auf gleichgewichtete Strategien, da Anleger ihr Engagement in Mega-Cap-Unternehmen reduzieren wollten.

Bei IT-Sektor-ETFs gab es Nettoabflüsse. Insgesamt war die Sektorallokation erneut ein bedeutendes Thema für Investoren. ETFs auf Industrieunternehmen (+2,2 Mrd. Euro) und den Energie-Sektor (+1,2 Mrd. Euro) verzeichneten die größten Zuwächse.

Bei Themen-ETFs führte das fragile geopolitische Umfeld erneut zu Zuflüssen in Verteidigungs-ETFs (+1 Mrd. Euro).

Anleihe-ETFs: Zuflüsse in Europa-Anleihe-ETFs – Abflüsse aus US-Staatsanleihe-ETFs

Wie bei Aktien- kam es auch bei Anleihe-ETFs im Februar zu Umschichtungen. Bei Staatsanleihe-ETFs gab es eine starke Verschiebung hin zu europäische Staatsanleihe- (+2,5 Mrd. Euro) und Abflüssen aus US-Staatsanleihe-ETFs (-632 Mio. Euro). Anleger passten im Laufe des Monats ihre Durationsstrategie weiter an. Während zu Jahresbeginn noch ultrakurze und kurze Laufzeiten bei Staatsanleihe-ETFs im Vordergrund standen, kam es zu einer deutlichen Umschichtung hin zu Engagements mit allen Laufzeiten. Dies galt sowohl für europäische Staatsanleihestrategien mit allen Laufzeiten (+1,6 Mrd. Euro) als auch für US-Staatsanleihe-ETFs mit allen Laufzeiten (+617 Mio. Euro).

Bei der Durationssteuerung von ETFs auf IG-Unternehmensanleihen gab es divergierende Trends: Anleger in europäische IG-Unternehmensanleihen bevorzugten Engagements aller Laufzeiten (+830 Mio. Euro), während US-Unternehmensanleihen aller Laufzeiten Abflüsse (-405 Mio. Euro) verzeichneten.

Zudem suchten ETF-Anleger erneut nach Anlagen, die höhere Erträge als Bareinlagen bieten. Dabei verbuchten Geldmarkt-ETFs im Monatsverlauf einen Nettomittelzufluss von 1,3 Mrd. Euro.

ESG-ETFs stoßen erneut auf Nachfrage

Bei ESG-ETFs sind die Neugelder von 9,2 Mrd. Euro im Vormonat auf 10 Mrd. Euro gestiegen. Dieser Anstieg verteilte sich zu etwa 60 % auf Aktien- und zu 40 % auf Anleihe-ETFs.

Auffallend war der Anstieg bei ESG-Anleihe-ETFs, bei denen rund die Hälfte der Nettomittelzuflüsse in Anleihe-ETFs auf ESG-Produkte (4 Mrd. Euro) entfiel. 

Quelle: ETFWorld.de


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