Amundi ETF : ETF-Flows weiterhin auf Rekordkurs – Die Zuflüsse in europäische UCITS-ETFs beliefen sich im dritten Quartal 2024 auf 61,8 Mrd. Euro. Damit ist dieses das beste Quartal seit fünf Jahren.
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Thomas Wiedenmann, Head of Amundi ETF, Indexing & Smart Beta – Deutschland, Österreich und Osteuropa ( Photo @SLAVICA)
Die Zuflüsse für das laufende Jahr summieren sich auf insgesamt 163 Mrd. Euro. Damit liegen die Flows über denen des Jahres 2021 (+159,2 Mrd. Euro), das ebenfalls ein Rekordjahr war.
Im September flossen 21,7 Mrd. Euro in europäische UCITS-ETFs. Davon entfielen 15,1 Mrd. Euro auf Aktien-ETFs und 6,4 Mrd. Euro auf Anleihe-ETFs.
Die weltweiten ETF-Flows betrugen im September 117,9 Mrd. Euro, wobei ETFs in allen großen Regionen Zuflüsse verbuchten: Amerikanische Anleger investierten 89,3 Mrd. Euro, Anleger in den Regionen EMEA und APAC 21,8 Mrd. Euro sowie 6,8 Mrd. Euro.
ETFs auf breit diversifizierte US-Indizes legten um 31,6 Mrd. Euro zu. Hingegen zogen Anleger als Reaktion auf die restriktivere Haltung der Bank of Japan 1,6 Mrd. Euro aus ETFs auf japanische Aktienindizes ab.
Europäische Mittelflüsse – September 2024
Aktien-ETFs: US- und globale Indizes im Fokus – Anleger richten sich defensiver aus
Europäischen UCITS-Aktien-ETFs flossen im September Neugelder im Volumen von 15,1 Mrd. Euro zu. Besonders im Anlagerfokus standen dabei ETFs auf US- sowie globale Aktienindizes (+8,4 Mrd. Euro sowie +3,5 Mrd. Euro).
Bemerkenswert ist zudem, dass das chinesische Konjunkturpaket Anleger veranlasst hat, 1,4 Mrd. Euro in ETFs auf breite Schwellenländerindizes zu investieren.
Ebenfalls gefragt waren ETFs auf US-Smart-Beta-Strategien mit Zuflüssen von 2,7 Mrd. Euro. Um das Konzentrationsrisiko im US-Tech-Sektor abzufedern, haben einige Anleger ETFs auf gleichgewichteten Indizes den Vorzug gegenüber marktgewichteten Indizes gegeben. Stärker nachgefragt waren zudem defensive Sektoren. So investierten Anleger zum Beispiel 600 Mio. Euro in ETFs auf den Gesundheitssektor und 300 Mio. Euro in ETFs auf Versorgungsunternehmen.
In ESG-Aktien-ETFs investierten Anleger 2,7 Mrd. Euro, wobei 1,9 Mrd. Euro auf US-Indizes und 700 Mio. Euro auf europäische Indizes entfielen. Dabei wurden Produkte mit geringem Tracking Error bevorzugt.
Bei Anleihe-ETFs setzen Anleger vor allem auf Unternehmensanleihe-Indizes
ESG-Strategien sind weiterhin gefragt
In europäische UCITS-Anleihe-ETFs investierten Anleger im September 6,4 Mrd. Euro. Im Fokus standen ETFs auf Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Rating (IG) mit Zuflüssen von +3,4 Mrd. Euro gefolgt von ETFs auf Staatsanleihen mit einem Plus von 2 Mrd. Euro. Hierbei lagen auf Euro lautende Anleihen (+2 Mrd. Euro) und auf US-Dollar lautende Anleihen (+1,8 Mrd. Euro) in etwa gleichauf. Indizes, die breite Laufzeitsegmente abbilden, waren im vergangenen Monat die beliebteste Strategie. Dies deutet darauf hin, dass sich Anleger mit solchen ETFs tendenziell fundamental positionieren und weniger Zinsänderungsrisiken eingehen möchten.
Bei ETFs auf Staatsanleihen flossen Indizes mit auf Britische Pfund und auf Euro lautende Papieren jeweils rund 600 Mio. Euro zu. Aus US-Staatsanleihe-ETFs mit langen Laufzeiten zogen Anleger hingegen 1,7 Mrd. Euro ab.
ESG-Anleihe-ETFs flossen Neugelder im Volumen von 2,1 Mrd. Euro zu. Dies entspricht in etwa einem Drittel der gesamten September-Zuflüsse in Bond-ETFs. Anleger investierten 1,2 Mrd. Euro in ESG-Unternehmensanleihe-ETFs mit Investment-Grade-Rating und 500 Mio. Euro in ESG-Staatsanleihe-ETFs. Die ESG-Allokation für Anleihe-ETFs waren damit erneut höher als die für ESG-Aktien-ETFs.
Quelle: ETFWorld.de
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