Wiedenmann Thomas Amundi ETF ©SLAVICA

Amundi ETF: Globale und europäische Mittelzuflüsse Februar 2022

Amundi ETF: Europäischen ETFs flossen im Januar 26,9 Mrd. Euro zu – ein neuer Rekordwert

Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter


Thomas Wiedenmann, Head of Amundi ETF, Indexing & Smart Beta – Deutschland, Österreich und Osteuropa ( Photo @SLAVICA)


Die globalen ETF-Zuflüsse summierten sich im Januar auf 68,2 Mrd. Euro, was die gute Stimmung an den ETF-Märkten widerspiegelt. Die Zuflüsse auf dem europäischen Markt lagen dabei fast auf gleichem Niveau wie die in den USA (30,3 Mrd. Euro). In Asien flossen ETFs mit 11 Mrd. Euro etwas mehr als ein Drittel dieser Beträge zu.

Auf beiden Seiten des Atlantiks bewegten sich die Zuflüsse insgesamt auf ähnlichem Niveau. Anleger investierten in den USA 32 Mrd. Euro in Aktien-ETFs, während es in Europa 23 Mrd. Euro waren. Hingegen verbuchten Renten-ETFs in Europa ein Plus von 2,8 Mrd. Euro und in den USA ein Minus von 5,7 Mrd. Euro.

Kumulierte europäische Mittelflüsse seit Jahresbeginn

15022022

Mittelzuflüsse in Europa – Highlights im Januar 2022
Aktien: Zuflüsse in Aktien-ETFs verzeichneten mit 23 Mrd. Euro einen neuen Rekordwert

Der Großteil der Zuflüsse entfiel auf globale Indizes, die um 10,5 Mrd. Euro zulegten. Auch US- bzw. Nordamerika-Strategien schnitten mit 5,2 Mrd. Euro gut ab. Europa-Exposures verzeichneten Zuflüsse von 4 Mrd. Euro.

Sektor- und Themen-ETFs waren ebenfalls stark gefragt (5,4 Mrd. Euro). Da sich die Auswirkungen der Pandemie abschwächen und Finanztitel von der Erholung sowie höheren Zinsniveaus profitieren sollten, standen diese besonders im Anlegerfokus, (2,6 Mrd. Euro). Smart-Beta-Strategien legten um 3,6 Mrd. Euro zu, wobei der größte Teil auf eine Allokation von 2,2 Mrd. Euro in Value-Strategien zurückzuführen ist. Die Abkehr von Value in der zweiten Jahreshälfte 2021 scheint damit überwunden zu sein.

Die Nachfrage nach ESG-Strategien setzte sich im Januar fort (4,9 Mrd. Euro). US- und Nordamerika-ESG-Strategien verzeichneten ein Plus von 2 Mrd. Euro – rund 38 % der gesamten Allokationen in dieser Region. Globale ESG-Strategien legten um 915 Mio. Euro bzw. 9 % der Flows in dieser Region zu. Im vergangenen Jahr waren die prozentualen Zuflüsse in ESG-Strategien in diesen beiden Regionen jedoch höher (59 % bzw. 37 %). Hintergrund könnte die starke Risikobereitschaft der Anleger im Januar sein, die die Rotation aus traditionellen in ESG-Strategien überlagerte.

Anleihen: ESG-Rotation setzt sich fort

Europäische Anleger zogen Staats- gegenüber Unternehmensanleihen vor (1,2 Mrd. Euro ggü. 883 Mio. Euro). Bei Staatsanleihen waren chinesische Papiere mit Zuflüssen von 1,1 Mrd. Euro besonders gefragt, während Engagements in globalen Schwellenländeranleihen um 691 Mio. Euro zurückgefahren wurden.

Die Nachfrage nach inflationssensitiven Strategien war geringer als in den Vormonaten, lediglich inflationsgebundene globale Anleihen verzeichneten Zuwächse von 257 Mio. Euro. Aus inflationsgebundenen US-Strategien zogen Anleger 657 Mio. Euro ab, was mit Blick auf die derzeitige Unsicherheit über die Inflationsentwicklung überrascht.

Unternehmensanleihen legten um 883 Mio. Euro zu, wobei Anleger 790 Mio. Euro in US-Unternehmensanleihen und 517 Mio. Euro in Schwellenländer-Papiere investierten. Aus hochverzinslichen Anleihen der Eurozone flossen 302 Mio. Euro und aus globalen High-Yield-Anleihen 253 Mio. Euro ab.

Anleger investierten 1,4 Mrd. Euro in ESG-Bonds, wobei Schwellenländer- und globale Unternehmensanleihen um 437 Mio. Euro bzw. 320 Mio. Euro zulegten. Die gesamte Zuflüsse in Schwellenländer-Unternehmensanleihen beliefen sich auf 517 Mio. Euro, während Unternehmensanleihen weltweit 293 Mio. Euro zulegten. Dies deutet auf eine weitere ESG-Rotation hin.

Quelle: ETFWorld.de


Newsletter
Ich habe gelesen Privacy & Cookies Policy und ich stimme der Verarbeitung meiner persönlichen Daten für die darin genannten Zwecke zu.
Ich habe gelesen Privacy & Cookies Policy und ich stimme der Verarbeitung meiner persönlichen Daten für die darin genannten Zwecke zu.