Kennzahlen SIX Swiss Exchange und Scoach Schweiz: März 2013

Im März 2013 wurden an SIX Swiss Exchange und Scoach Schweiz pro Tag durchschnittlich CHF 4,5 Milliarden umgesetzt (+6,7% gegenüber Februar) und 141‘128 Abschlüsse getätigt (+4,1%).

 

 

 

 

 

 

 

 
Insgesamt wurden seit Jahresbeginn CHF 265,0 Milliarden umgesetzt, was einem Zuwachs von 4,8% gegenüber den ersten drei Monaten des vergangenen Jahres entspricht. Die Anzahl der Abschlüsse stieg um 0,3% auf 8‘481‘510.

 

Im ersten Quartal 2013 legte vor allem das Segment Aktien inkl. Fonds + ETPs zu. Das Segment umfasst neu auch das Handelssegment Sponsored Funds, das im März als Teil der «Over the Exchange»-Initiative lanciert wurde. Klassische Anlagefonds können nun wie beispielsweise Aktien oder Anleihen an der Börse gehandelt werden. Im Vergleich zum ersten Quartal 2012 wurden hier in 7‘881‘490 Abschlüssen (+0,9%) CHF 187,3 Milliarden umgesetzt (+10,4%). Klar zulegen konnte auch das ETF-Segment. Hier stieg die Anzahl der Abschlüsse um 7,3% auf 235‘937 und der Umsatz um 9,4% auf CHF 23,0 Milliarden. Rückläufig waren hingegen die Umsätze in den Segmenten Strukturierte Produkte und Warrants (-18,8% auf CHF 7,7 Milliarden) und Anleihen CHF (-10,5% auf CHF 46,6 Milliarden).

 

Im März wurden insgesamt 2‘822‘551 Abschlüsse (+4,1% gegenüber Februar) mit einem Umsatz von CHF 89,9 Milliarden (+6,7%) getätigt. Im Segment Aktien inkl. Fonds + ETPs stieg der Handelsumsatz um 12,5% auf CHF 67,0 Milliarden, die Anzahl der Abschlüsse stieg um 4,5% auf 2‘630‘977. Bei den Strukturierten Produkten und Warrants stiegen die Umsätze um 6,1% auf CHF 2,7 Milliarden und die Anzahl der Abschlüsse um +1,4% auf 76‘020. Rückläufig waren hingegen die Aktivitäten in den Segmenten ETFs und Anleihen CHF. Bei den ETFs sank der Handelsumsatz um 17,1% auf CHF 6,5 Milliarden und die Anzahl der Abschlüsse um 4,7% auf 73‘001. Bei den Anleihen CHF ging der Umsatz um 4,6% auf CHF 13,5 Milliarden zurück, die Anzahl der Abschlüsse sank um 2,0% auf 40‘520.

 

Im März wurden 26 neue Anleihen CHF (-27,8%) und 3‘286 neue Strukturierte Produkte und Warrants (-11,1%) zugelassen. Damit wurden seit Jahresbeginn insgesamt 78 neue Anleihen CHF (-13,3%) und 11‘620 neue Strukturierte Produkte und Warrants (-9,6%) kotiert.

 

Die relevantesten Aktienindizes tendierten im März 2013 höher: Der Blue-Chip-Index SMI® schloss bei 7‘813,7 Punkten (+2,9% gegenüber dem Vormonat, +14,5% gegenüber Ende 2012), der SLI Swiss Leader Index® PR bei 1‘171,2 Punkten (+1,4% gegenüber Vormonat, +12,9% gegenüber Ende 2012) und der breiter gefasste SPI® bei 7‘243,5 Punkten (+3,1% gegenüber Vormonat, +15,2% gegenüber Ende 2012).

 

 

Quelle: ETFWorld.de – SIX Swiss Exchange

 

Deutsche Börse zweifelt Wirkung einer Finanztransaktionssteuer an
Eklatanter Widerspruch zwischen politischen Zielen und Wirkungen/Risikoimport durch die Hintertür

 

Die Deutsche Börse zweifelt den Sinn des heute von der Europäischen Kommission veröffentlichten Vorschlags einer Finanztransaktionssteuer an. Die Wirkungen dieser potentiellen Steuer stehen in einem diametralen Widerspruch zu den aus der Finanzkrise abgeleiteten politischen Zielen: auf der einen Seite will die Europäische Union berechtigterweise Transparenz und Stabilität der Finanzmärkte erhöhen und den Finanzsektor an den Kosten der Krise beteiligen. Auf der anderen Seite wird genau eine derartige Steuer dafür sorgen, dass Finanztransaktionen vermehrt in weniger regulierte und intransparente Märkte verlagert werden. Mögliche systemische Risiken bleiben damit unverändert, sie werden bloß dem Einfluss und der Kontrolle der Aufsicht entzogen.

Durch eine Einführung in nur 11 Mitgliedstaaten der Europäischen Union werden sich diese negativen Effekte noch intensivieren. Zumal sich Länder mit wichtigen Finanzplätzen wie London und Luxembourg nicht an einer verstärkten Zusammenarbeit beteiligen werden. Dies wird eine einseitige Schwächung des Finanzstandortes Deutschlands mit massiven wirtschaftlichen Folgen nach sich ziehen.

Eine Steuer auf Finanztransaktionen nach dem Vorschlag der EU Kommission wäre somit ein Geschenk an die weniger regulierten und intransparenten Finanzmärkte. Länder, die eine Finanztransaktionssteuer einführen, importieren so durch die Hintertür wieder genau die Risiken für Kunden und Verbraucher, die sie eigentlich abstellen wollten. Damit läuft eine solche Steuer den Bestrebungen der G-20 entgegen, nach der Finanzkrise die regulierte und transparente Finanzmarktinfrastruktur zu stärken.

Außerdem werden auch all diejenigen die Steuer zahlen, die gemeinhin nicht zu den Verursachern der Krise zählen. Im Gegenteil: Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen aus Wirtschaft und Industrie werden sich infolge der steigenden Transaktionskosten wesentlich höheren Kapitalbeschaffungskosten gegenübersehen. Auch viele Sparer und Privathaushalte hätten mit großen finanziellen Einbußen zu rechnen, da die Steuer direkt ihren Altersvorsorgeprodukten belastet wird.


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