Die schlechteren Wirtschaftsindikatoren für Euroland und insbesondere die schwierige Situation in Spanien erfordern eine vorsichtigere Positionierung.…
Etwas mehr Vorsicht bei Unternehmensanleihen
Im Segment der Unternehmensanleihen sind die Bewertungen auch im High-Yield-Bereich zwar weiterhin attraktiv, die Qualität der Emittenten hat sich insgesamt aber leicht verschlechtert. Zudem präsentieren sich auch einige technische Faktoren wie etwa die Zahl der Neuemissionen oder die Liquidität im Markt weniger günstig, sodass wir uns nun leicht defensiver positionieren und einen Teil der Gewinne mitnehmen. Bei den Staatsanleihen bleibt es bei der deutlichen Untergewichtung von Titeln aus Spanien und Italien. In den Obligationenportfolios der Währungen EUR, GBP, USD und CHF achten wir auf eine leicht kürzere Duration.
Was gegen eine noch stärkere Reduktion der Gesamtrisiken spricht, sind vor allem die günstigen Bewertungen der europäischen Aktienmärkte. Viele der zu erwartenden negativen Nachrichten dürften schon in den Kursen enthalten sein. Ausserdem ist bei den Gewinn-revisionen wieder eine positive Tendenz festzustellen. Wir bevorzugen Substanz- gegenüber Wachstumstiteln. Auch wenn die Aktienquote für Euroland zurückgenommen wird, bleibt sie zusammen mit den USA und den Emerging Markets übergewichtet. Auf Sektorebene ziehen wir unter anderen die Bereiche Nahrungs- und Genussmittel, Gesundheitswesen, Banken, Software und Energie vor, während wir bei Versicherungen, Telekom und Versorgern untergewichtet sind.
Keine grossen Veränderungen sind bei der Währungsstrategie zu verzeichnen. So bleibt es beim Übergewicht des USD und der NOK gegenüber dem CHF. Die amerikanische Währung ist unterbewertet und profitiert von Fluchtbewegungen in sichere Häfen, solange die Schweizerische Nationalbank die Kursuntergrenze des EUR bei CHF 1.20 verteidigt. Die NOK dürfte sich bei weiter steigenden Ölpreisen aufwerten.
Quelle: ETFWorld – Swisscanto
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