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MM: Merkel bei internationalen Investoren beliebter

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Bundeskanzlerin Angela Merkel gewinnt zunehmend an Popularität unter internationalen Investoren. Bei einer Umfrage der Nachrichtenagentur Bloomberg unter 1.408 Anlegern stieg ihre Zustimmungsrate auf 70 Prozent gegenüber 49 …

 

Prozent bei der letzten Befragung im Juni. Sie habe für Deutschland das Geschäftsklima deutlicher verbessert als jeder andere Staatschef einer größeren Ökonomie. Merkel habe mehr Zuspruch in der EU und vor allem in den USA gewinnen können. .Ihr Führungsstil hält ihr Land an der Front des europäischen Wachstums., sagte einer der Umfrageteilnehmer. 59 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die Politik der Kanzlerin ein gutes Investitionsklima in Deutschland schafft. Ein ähnliches Ergebnis erzielte der chinesische Präsident Hu Jintao. Ganze 58 Prozent der Umfrageteilnehmer finden seine Politik anlegerfreundlich. Der britische Premierminister David Cameron wird ebenfalls immer beliebter bei den Investoren. Seine Zustimmungsrate erhöhte sich auf 63 Prozent von zuvor 52 Prozent. Wenig Vertrauen genießt dagegen US-Präsident Barack Obama. Nur etwa 3 von 10 Befragten sind mit seiner Politik zufrieden.

Deutsche Industrie von Regierung enttäuscht

Im Gegensatz zu den internationalen Investoren zeigt sich die deutsche Industrie von Angela Merkel enttäuscht. Den Branchenvertretern fehlt die ausreichende Förderung von Schlüsseltechnologien, wie beispielsweise Elektromobilität. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und der Verband der Chemischen Industrie (VCI) wollen die Diskrepanz zwischen Politik und Wirtschaft in den kommenden Tagen thematisieren. .Wir brauchen eine moderne Industriepolitik., sagt VCIC hef Klaus Engel. Auch Thyssen-Krupp-Chef Ekkehard Schulz sieht das Vertrauen der Wirtschaft in die Regierung beschädigt.

Schäuble für Euro-Krisenmechanismus

Nur ein dauerhafter Krisenmechanismus kann den Euro dauerhaft stabil halten, sagte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble. Dabei sollen auch die Gläubiger von hochverschuldeten Staaten Einfluss erhalten. .Wir brauchen einen solchen Mechanismus, so dass wir bei künftigen Krisen auch die Gläubiger an der Lösung der Probleme beteiligen können., so der Minister in Berlin. Schäuble sprach sich gegen eine Verlängerung des Euro-Rettungsschirms aus. In den 3 Jahren seiner Existenz müsse eine bessere Lösung gefunden werden. .Andernfalls werden wir die Stabilität der Euro nur schwer verteidigen und bewahren können., erklärte er.

Wellink: rigorose Umsetzung von Basel III

Die neuen Bankenregeln Basel III müssten bei der Implementierung strikt überwacht werden. Andernfalls seien sie nicht effektiv, sagte Nout Wellink, Vorsitzender des Baseler Ausschusses für Bankenaufsicht bei einem internationalen Bankentreffen in Singapur. Außerdem müssten die neuen Standards regelmäßig an die Innovationen des internationalen Finanzsystems angepasst werden, mahnte Wellink. .Egal wie schwerwiegend wir sie für die Banken empfinden, sie müssen fest implementiert und durchgesetzt werden.

Bank of England fordert Basel III-Einhaltung

Auch die Bank of England dringt auf die Einhaltung des neuen Bankenstandards Basel III. Es dürfe nicht zugelassen werden, das Finanzinstitute die Neuregelungen .unter dem Banner von Arbitrage, maskiert als Innovation.  umgehen, sagte Andrew Bailey, Mitglied der Zentralbank. Man müsse die Regeln akzeptieren, um die Stabilität des Bankensektors zu gewährleisten.

Aktuelles DAX-Sentiment

Nachdem in der Berichtswoche gleich zwei .EventRisks. abgearbeitet wurden, ist nun eine höhere Polarisierung bei den DAX-Investoren zu verzeichnen. Das ergab die aktuelle Sentimentumfrage von Cognitrend und der Frankfurter Börse. Bislang haben weder Bullen noch Bären die Nase vorn.



 Quelle: Cognitrend  – Exklusiv für Deutsche Bank


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EUR USD (1,1955) Gestern zweifelten Devisenmarktakteure daran, ob der Beitritt Estlands in die Eurozone im kommenden Jahr gutes Timing sei. Aber das Land würde ohnehin die Auswirkungen der Krise zu spüren bekommen, hieß es. In der Währungsunion lassen sich die Probleme angeblich besser verarbeiten und zudem kann man noch in „den Genuss der Vorteile“ kommen, meint Estlands Finanzminister. Nun, hoffentlich ist er sich der neuen Spielregeln wirklich bewusst, die gerade in Brüssel aufgestellt werden. Denn: Strafen bei Verstößen der Mitgliedsländer sollen nun wesentlich früher und schärfer geahndet werden.
Außerdem sollen Eurostat-Inspekteure mit erweiterten Vollmachten ausgestattet und im Verdachtsfall umfangreiche Kontrollen durchgeführt werden. Eigentlich war diese Reglung schon vor sechs Jahren im Gespräch. Damals schien aber keiner daran zu glauben, dass so etwas jemals nötig sei. Oder einige Mitgliedsländer wollten sich schlicht nicht in die Karten schauen lassen. Der Widerstand war seinerzeit jedenfalls ziemlich heftig. Doch trotz strengerer Regeln und trotz eines erkennbaren Spar- und Kontrollwillens, hegen Investoren derzeit große Zweifel am Fortbestand der Eurozone. Eine Umfrage, die unter 1.001 Bloomberg-Nutzern durchgeführt wurde, ergab, dass lediglich 23 Prozent der Befragten an Letzteres glauben. Daran ändert auch der gespannte 750- Mrd.-Euro-Schutzschirm nichts. K ein Wunder, dass derzeit der Druck auf den Euro so hoch ist. Gestern aber brachte uns die Erholung auf 1,2010 eine bearishe Strategie mit Kursziel 1,1520. Das Risikolimit bleibt vorerst bei 1,2065.

USD JPY (91,50) Er gilt als Verfechter strikter Haushaltsdisziplin und hat aus seiner Vorliebe für einen schwächeren Yen nie einen Hehl gemacht: Japans frisch gebackener Ministerpräsident Naoto Kan. Diese Prinzipien einen ihn mit Yoshihiko Noda, den Kan gestern erwartungsgemäß zum Finanzminister seines neuen Kabinetts kürte. Viele unbekannte Gesichter sind darin übrigens nicht zu finden. Zu Stellvertretern Nodas wurden Motohisa Ikeda sowie Naoki Minezaki ernannt. Vor allem Letztgenannter scheint sich ebenfalls dem Niedrig-Yen-Dogma verschrieben zu haben.
In der Vergangenheit sparte er darum nicht mit Kritik an der BoJ, die seiner Ansicht nach ihre geldpolitischen Lockerungsbemühungen verstärken sollte. Nichtsdestotrotz mahnen Analysten, die Erwartungshaltung der Marktteilnehmer in Sachen schwächerer Yen, d.h. die Interventionsfantasie, sei schlichtweg übertrieben, solange sich die Welt im Krisenmodus befinde. Der Dollar pendelt weiter in einer breiten Konsolidierung (89,10 – 93,65).

EUR JPY (109,35) Auch wenn der Yen von hohen japanischen Maschinenbauaufträgen heute Morgen ein wenig Rückenwind erhalten haben mag – die Kursbewegungen spielten sich in einer äußerst engen Spanne ab. Für den Euro besteht Abwärtsrisiko bis 107,10. Darunter findet sich erst bei 104,10 weitere Unterstützung. Widerstand zeigt sich bei 110,90/11,05 und darüber bei 112,95.

GBP USD (1,4435) Dass die Ratingagentur Fitch einen schnelleren Abbau des britischen Defizits fordert, hätte Investoren gestern eigentlich nicht zu beunruhigen brauchen. Spätestens seit dem Schicksal Spaniens sollte bekannt sein, dass AAA-Bewertungen nicht als selbstverständlich erachtet werden können. Überdies hatte die neue Regierung ja bereits angekündigt, den Gürtel spürbar enger schnallen zu wollen. Dennoch geriet das Pfund nach den Fitch-Kommentaren etwas unter Druck. Abwärtsbewegungen könnten sich bis 1,4310 (leicht tiefer adjustiert) und dann bis 1,4190 erstrecken. Solange Sterling unter 1,4560 handelt, bleibt unsere Einschätzung negativ.

AUD USD (0,8220) Die gestrige Erholung ändert nichts an unserem schwachen Ausblick: Das Risiko reicht weiterhin bis 0,8065. Wir würden diese Marke gar als Kursziel einer bearishen Strategie anpeilen, sollte sich der Austral-Dollar bis 0,8300 erholen. Das Risikolimit läge bei 0,8345.


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