1 Maerkte am Morgen

MM: EFSF-Chef im Interview

Der Bankenrettungsfonds Nachdem der Euro-Rettungsschirm von den 3 Rating Agenturen Fitch, Moody.s und Standard & Poor.s die Bestnote AAA erhielt, äußert sich dessen Chef Klaus Regling in einem Interview mit dem Handelsblatt. Trotz der augenblicklichen Schwierigkeiten, die für Irland und Portugal an den Geldmärkten …

 

auftreten, rechne er  nicht damit, dass der European Financial Stability Facility (EFSF) genannte Schirm eingreifen muss. Irland habe auch noch nicht um Hilfe gebeten, sagte Regling. In Be zug auf die Pläne von EU-Wirtschaftskommissar Olli Rehn und EU-Ratspräsident Herman van Rompuy, den EFSF dauerhaft zu etablieren, erklärte dessen Chef: .Ich denke, dass diese Überlegungen noch ein bisschen Zeit haben. Zunächst gehe ich davon aus, dass die Kreditfazi lität bis Juni 2013 arbeitet.

Städte und Gemeinden in Finanznot

Trotz des Aufschwungs hat sich das Defizit der deut schen Städte und Kommunen im ersten Halbjahr 2010 fast verdoppelt. Rund 7,8 Mrd. EUR gaben sie mehr aus als sie einnahmen. Grund waren gestiegene Bau- und Sozialabgaben sowie gesunkene Einnahmen aus der Gewerbesteuer. Die Bauausgaben erhöhten sich um 20,4 Prozent auf 6,8 Mrd. EUR. .Ausschlaggebend war hier die Umsetzung der Konjunkturpakete von Bund und Ländern., teilte das Statistische Bundesamt mit. Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte und Gemeindebundes, forderte nun die Unterstützung des Bundes. .Die Kommunen stehen vor der Hand lungsunfähigkeit und brauchen dringend die Hilfe von Bund und Ländern., erklärte er.

Neues Gesetz zum Anlegerschutz

Die Bundesregierung will den Anlegerschutz verstärken, berichtet das Handelsblatt. Demnach sollen Privatanle ger künftig vor Falschberatung besser geschützt werden. Wie die Zeitung schreibt, soll der Gesetzesentwurf auch neue Regeln für offene Immobilienfonds enthalten. Das Anlegerschutz- und Funktionsverbesserungsgesetz wird voraussichtlich morgen verabschiedet. In Zukunft könn te die Finanzaufsicht BaFin die Möglichkeit erhalten, bei Verstößen gegen die Gebote der anlagegerechten Berat ung, einzuschreiten. Die Berater sollen auch bei der Be hörde registriert werden und von der Beratung ausge schlossen werden können. Bei Immobilienfonds will die Bundesregierung eine Mindesthaltefrist von 2 Jahren einführen. Wird diese unterschritten, müssten Anleger Abschläge hinnehmen. Auch eine .heimliche. Über nahme börsennotierter Unternehmen soll künftig nicht mehr möglich sein. Dafür wird eine zusätzliche Mittei lungs- und Veröffentlichungspflicht für entsprechende Finanzinstrumente eingeführt.

Weiterer Berater verlässt Obama

US-Präsident Barack Obama verliert einen weiteren wichtigen Wirtschaftsberater. Lawrence .Larry. Sum mers wird das Beraterteam des Präsidenten zum No vember verlassen und an die Universität Harvard zu rückkehren. .Ich werde immer dafür dankbar sein, dass ein Mann von einer Brillanz und Erfahrung wie Larry bereit war, dem Ruf zu folgen und mein Wirtschafts team zu führen. Er hat geholfen, uns aus der größten Wirtschaftskrise seit den 1930ern zu neuem Wachstum zu führen.., sagte Obama. Vor wenigen Wochen verließ die Leiterin seines Wirtschaftsrats, Christina Romer, das Weiße Haus, um wieder als Professoren tätig zu sein.  Davor trat Obamas oberster Haushaltsaufseher Peter Orszag zurück. Finanzminister Timothy Geithner ist nun das einzige ranghohe Mitglied des Beraterteams, das noch aktiv ist. Immer wieder hatte es Gerüchte über Streitigkeiten innerhalb des Rats gegeben. Zudem gab es Spekulationen, Summers würde Geithner als Fi nanzminister irgendwann ablösen. Die Personalie kommt für den Präsidenten äußerst ungelegen. Schon lange steht er in der Kritik, das Wirtschaftswachstum nicht ausreichend zu fördern. Anfang November finden die nächsten Kongresswahlen statt. Wen Obama als Nachfolger Summers in das Beraterteam holt, ist noch unklar. Als aussichtsreichste Kandidatin gilt die Univer sitätsprofessorin Laura Tyson, die bereits Präsident Bill Clinton beraten hatte. Politische Analysten rechnen aber auch damit, dass diesmal ein Wirtschaftsvertreter ins Weiße Haus geholt werden könnte. Im Gespräch: Gene ral-Electric-Chef Jeffrey Immelt und Citigroup Aufsichtsratschef Richard Parson.


 Quelle: Cognitrend  – Exklusiv für Deutsche Bank


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EUR USD (1,1955) Gestern zweifelten Devisenmarktakteure daran, ob der Beitritt Estlands in die Eurozone im kommenden Jahr gutes Timing sei. Aber das Land würde ohnehin die Auswirkungen der Krise zu spüren bekommen, hieß es. In der Währungsunion lassen sich die Probleme angeblich besser verarbeiten und zudem kann man noch in „den Genuss der Vorteile“ kommen, meint Estlands Finanzminister. Nun, hoffentlich ist er sich der neuen Spielregeln wirklich bewusst, die gerade in Brüssel aufgestellt werden. Denn: Strafen bei Verstößen der Mitgliedsländer sollen nun wesentlich früher und schärfer geahndet werden.
Außerdem sollen Eurostat-Inspekteure mit erweiterten Vollmachten ausgestattet und im Verdachtsfall umfangreiche Kontrollen durchgeführt werden. Eigentlich war diese Reglung schon vor sechs Jahren im Gespräch. Damals schien aber keiner daran zu glauben, dass so etwas jemals nötig sei. Oder einige Mitgliedsländer wollten sich schlicht nicht in die Karten schauen lassen. Der Widerstand war seinerzeit jedenfalls ziemlich heftig. Doch trotz strengerer Regeln und trotz eines erkennbaren Spar- und Kontrollwillens, hegen Investoren derzeit große Zweifel am Fortbestand der Eurozone. Eine Umfrage, die unter 1.001 Bloomberg-Nutzern durchgeführt wurde, ergab, dass lediglich 23 Prozent der Befragten an Letzteres glauben. Daran ändert auch der gespannte 750- Mrd.-Euro-Schutzschirm nichts. K ein Wunder, dass derzeit der Druck auf den Euro so hoch ist. Gestern aber brachte uns die Erholung auf 1,2010 eine bearishe Strategie mit Kursziel 1,1520. Das Risikolimit bleibt vorerst bei 1,2065.

USD JPY (91,50) Er gilt als Verfechter strikter Haushaltsdisziplin und hat aus seiner Vorliebe für einen schwächeren Yen nie einen Hehl gemacht: Japans frisch gebackener Ministerpräsident Naoto Kan. Diese Prinzipien einen ihn mit Yoshihiko Noda, den Kan gestern erwartungsgemäß zum Finanzminister seines neuen Kabinetts kürte. Viele unbekannte Gesichter sind darin übrigens nicht zu finden. Zu Stellvertretern Nodas wurden Motohisa Ikeda sowie Naoki Minezaki ernannt. Vor allem Letztgenannter scheint sich ebenfalls dem Niedrig-Yen-Dogma verschrieben zu haben.
In der Vergangenheit sparte er darum nicht mit Kritik an der BoJ, die seiner Ansicht nach ihre geldpolitischen Lockerungsbemühungen verstärken sollte. Nichtsdestotrotz mahnen Analysten, die Erwartungshaltung der Marktteilnehmer in Sachen schwächerer Yen, d.h. die Interventionsfantasie, sei schlichtweg übertrieben, solange sich die Welt im Krisenmodus befinde. Der Dollar pendelt weiter in einer breiten Konsolidierung (89,10 – 93,65).

EUR JPY (109,35) Auch wenn der Yen von hohen japanischen Maschinenbauaufträgen heute Morgen ein wenig Rückenwind erhalten haben mag – die Kursbewegungen spielten sich in einer äußerst engen Spanne ab. Für den Euro besteht Abwärtsrisiko bis 107,10. Darunter findet sich erst bei 104,10 weitere Unterstützung. Widerstand zeigt sich bei 110,90/11,05 und darüber bei 112,95.

GBP USD (1,4435) Dass die Ratingagentur Fitch einen schnelleren Abbau des britischen Defizits fordert, hätte Investoren gestern eigentlich nicht zu beunruhigen brauchen. Spätestens seit dem Schicksal Spaniens sollte bekannt sein, dass AAA-Bewertungen nicht als selbstverständlich erachtet werden können. Überdies hatte die neue Regierung ja bereits angekündigt, den Gürtel spürbar enger schnallen zu wollen. Dennoch geriet das Pfund nach den Fitch-Kommentaren etwas unter Druck. Abwärtsbewegungen könnten sich bis 1,4310 (leicht tiefer adjustiert) und dann bis 1,4190 erstrecken. Solange Sterling unter 1,4560 handelt, bleibt unsere Einschätzung negativ.

AUD USD (0,8220) Die gestrige Erholung ändert nichts an unserem schwachen Ausblick: Das Risiko reicht weiterhin bis 0,8065. Wir würden diese Marke gar als Kursziel einer bearishen Strategie anpeilen, sollte sich der Austral-Dollar bis 0,8300 erholen. Das Risikolimit läge bei 0,8345.


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