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MM: Schäuble sieht kein 3-Prozent-Plus für 2011

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Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble erwartet für das kommende Jahr ein geringeres Wirtschaftswachs- tum als 2010. Grund: Die guten Konjunkturzahlen in diesem Jahr basieren auf den schlechten Ergebnissen von 2009. Deshalb will der Minister weiter an seinen Sparzielen festhalten. Dennoch …..

 

 zeigte sich Schäuble zum Auftakt der Haushaltsberatungen des Bundestages optimistisch. .Wir sind auf einem guten wirtschaftlichen Weg., sagte er. Der erste gemeinsame Haushaltsentwurf der schwarz-gelben Regierung sieht einen massiven Schuldenabbau vor. Bis 2014 soll die Neuverschuldung auf 24 Mrd. EUR reduziert werden. Die Ausgaben des Bundes werden bis dahin um 6 Mrd. EUR gesenkt. Für dieses Jahr rechnet die Bundesregierung mit einem BIP- Zuwachs von 3 Prozent.

Ifo: Lohnerhöhung für .anspruchsvolle. Jobs

Das Münchner Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) empfiehlt nach den Gewerkschaften nun ebenfalls Lohn-erhöhungen. .Mittlerweile hat sich die Nachfrage nach Arbeitskräften deutlich erholt und vielerorts fahren die Unternehmen wieder Gewinne ein. Daran sollten auch die Arbeitnehmer partizipieren., sagte Ifo-Konjunktur-chef Kai Carstensen gegenüber Handelsblatt Online. Al- lerdings warnen die Forscher vor einer flächendecken- den Lohnsteigerung. Immerhin gebe es noch zahlreiche geringer qualifizierte Arbeitslose, die in den Arbeits- markt integriert werden wollen. .Für qualifizierte Tätig- keiten gibt es offensichtlich häufig genug nicht genü- gend Bewerber, hier sind steigende Löhne eine ganz na- türliche Konsequenz., erklärte Carstensen.

Stiglitz mahnt Neuanfang des US-Häusermarkts

Der amerikanische Immobilienmarkt muss radikal neu geordnet werden. Andernfalls gefährdet er nach wie  vor  die US-Wirtschaft, schreibt Ökonom Joseph Stiglitz in einem Gastbeitrag für die Financial Times Deutschland. Immerhin habe die Regierung Obama jedoch erkannt, dass eine Wiederbelebung des Häuser- und Hypothe- kenmarktes gescheitert ist. Sowohl Demokraten als auch Republikaner seien sich einig, dass der Sektor weiterhin durch die Regierung gestützt werden muss. Genau darin sieht Stiglitz jedoch eine Gefahr. .Verzerrte Zinssätze, staatliche Bürgschaften und Steuerzuschüsse fördern weitere Investitionen in Immobilien, während die Wirt- schaft in Wirklichkeit andere Investitionen benötigt, et- wa in saubere Energie., erklärt der Ökonom. Augen- blicklich ist die US-Politik nach Auffassung von Stiglitz .benebelt.. So sei die Notenbank Fed nicht mehr Kredit-  geber letzter, sondern erster Instanz. Der Staat über-nehme das Kreditrisiko des Hypothekenmarkts, wäh- rend die Fed das Marktrisiko trage. Durch diese Ver- hältnisse würde der Anteil von Fremdkapital in den USA abgebaut und Bedingungen für eine Flaute wie in Japan gefördert, schreibt der Volkswirkt. . Was wir jetzt brauchen ist eine schnelle Wertminderung der Hypo- theken., folgert Stiglitz.

IWF fordert noch mehr Sparen in Griechenland

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat Griechen- land angemahnt, weitere Maßnahmen gegen die Schul- denkrise zu ergreifen. Das Land befinde sich zwar auf dem richtigen Weg, wie der Fonds mitteilte. Dennoch seien weitere Schritte notwendig. Beispielsweise müss- ten der Kampf gegen Steuerhinterziehung verschärft und die öffentlichen Ausgaben reduziert werden. Au- ßerdem empfiehlt der IWF, mehr Privatisierungen ins Auge zu fassen. In diesem Jahr wird Griechenland 4 Mrd. EUR mehr einsparen als ursprünglich vorgesehen. Erst am Montag hatte das Land eine weitere Tranche aus dem 110 Mrd. EUR-Rettungspaket erhalten. 

 Quelle: Cognitrend  – Exklusiv für Deutsche Bank


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EUR USD (1,1955) Gestern zweifelten Devisenmarktakteure daran, ob der Beitritt Estlands in die Eurozone im kommenden Jahr gutes Timing sei. Aber das Land würde ohnehin die Auswirkungen der Krise zu spüren bekommen, hieß es. In der Währungsunion lassen sich die Probleme angeblich besser verarbeiten und zudem kann man noch in „den Genuss der Vorteile“ kommen, meint Estlands Finanzminister. Nun, hoffentlich ist er sich der neuen Spielregeln wirklich bewusst, die gerade in Brüssel aufgestellt werden. Denn: Strafen bei Verstößen der Mitgliedsländer sollen nun wesentlich früher und schärfer geahndet werden.
Außerdem sollen Eurostat-Inspekteure mit erweiterten Vollmachten ausgestattet und im Verdachtsfall umfangreiche Kontrollen durchgeführt werden. Eigentlich war diese Reglung schon vor sechs Jahren im Gespräch. Damals schien aber keiner daran zu glauben, dass so etwas jemals nötig sei. Oder einige Mitgliedsländer wollten sich schlicht nicht in die Karten schauen lassen. Der Widerstand war seinerzeit jedenfalls ziemlich heftig. Doch trotz strengerer Regeln und trotz eines erkennbaren Spar- und Kontrollwillens, hegen Investoren derzeit große Zweifel am Fortbestand der Eurozone. Eine Umfrage, die unter 1.001 Bloomberg-Nutzern durchgeführt wurde, ergab, dass lediglich 23 Prozent der Befragten an Letzteres glauben. Daran ändert auch der gespannte 750- Mrd.-Euro-Schutzschirm nichts. K ein Wunder, dass derzeit der Druck auf den Euro so hoch ist. Gestern aber brachte uns die Erholung auf 1,2010 eine bearishe Strategie mit Kursziel 1,1520. Das Risikolimit bleibt vorerst bei 1,2065.

USD JPY (91,50) Er gilt als Verfechter strikter Haushaltsdisziplin und hat aus seiner Vorliebe für einen schwächeren Yen nie einen Hehl gemacht: Japans frisch gebackener Ministerpräsident Naoto Kan. Diese Prinzipien einen ihn mit Yoshihiko Noda, den Kan gestern erwartungsgemäß zum Finanzminister seines neuen Kabinetts kürte. Viele unbekannte Gesichter sind darin übrigens nicht zu finden. Zu Stellvertretern Nodas wurden Motohisa Ikeda sowie Naoki Minezaki ernannt. Vor allem Letztgenannter scheint sich ebenfalls dem Niedrig-Yen-Dogma verschrieben zu haben.
In der Vergangenheit sparte er darum nicht mit Kritik an der BoJ, die seiner Ansicht nach ihre geldpolitischen Lockerungsbemühungen verstärken sollte. Nichtsdestotrotz mahnen Analysten, die Erwartungshaltung der Marktteilnehmer in Sachen schwächerer Yen, d.h. die Interventionsfantasie, sei schlichtweg übertrieben, solange sich die Welt im Krisenmodus befinde. Der Dollar pendelt weiter in einer breiten Konsolidierung (89,10 – 93,65).

EUR JPY (109,35) Auch wenn der Yen von hohen japanischen Maschinenbauaufträgen heute Morgen ein wenig Rückenwind erhalten haben mag – die Kursbewegungen spielten sich in einer äußerst engen Spanne ab. Für den Euro besteht Abwärtsrisiko bis 107,10. Darunter findet sich erst bei 104,10 weitere Unterstützung. Widerstand zeigt sich bei 110,90/11,05 und darüber bei 112,95.

GBP USD (1,4435) Dass die Ratingagentur Fitch einen schnelleren Abbau des britischen Defizits fordert, hätte Investoren gestern eigentlich nicht zu beunruhigen brauchen. Spätestens seit dem Schicksal Spaniens sollte bekannt sein, dass AAA-Bewertungen nicht als selbstverständlich erachtet werden können. Überdies hatte die neue Regierung ja bereits angekündigt, den Gürtel spürbar enger schnallen zu wollen. Dennoch geriet das Pfund nach den Fitch-Kommentaren etwas unter Druck. Abwärtsbewegungen könnten sich bis 1,4310 (leicht tiefer adjustiert) und dann bis 1,4190 erstrecken. Solange Sterling unter 1,4560 handelt, bleibt unsere Einschätzung negativ.

AUD USD (0,8220) Die gestrige Erholung ändert nichts an unserem schwachen Ausblick: Das Risiko reicht weiterhin bis 0,8065. Wir würden diese Marke gar als Kursziel einer bearishen Strategie anpeilen, sollte sich der Austral-Dollar bis 0,8300 erholen. Das Risikolimit läge bei 0,8345.


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