1 Maerkte am Morgen

MM: EU beschleunigt Reform der Haushaltsregeln

  • Home
  • Focus
  • MM: EU beschleunigt Reform der Haushaltsregeln

Die Regierungschefs der Europäischen Union wollen die Reform der Haushaltsregeln beschleunigen. Bis Ok- tober sollen die EU-Finanzminister Maßnahmen für die Gesetzgebung vorlegen. Am vergangenen Dienstag hat- ten die Finanzminister bereits bekanntgegeben, dass ab 2011 die EU-Vorgaben in den nationalen Haushalts- Etats früher eingebunden werden sollen. Demnach sol- len die Mitgliedsländer schon im Frühjahr eines Jahres ihre Haushalts- und Reformpläne offenlegen. Dadurch erhält die EU künftig die Möglichkeit, die Einhaltung des europäischen Stabilitäts- und Wachstumspakts rechtzeitig zu prüfen.……

 

IWF: größere Gefahren für Weltwirtschaft
Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat vor weite- ren Risiken für die weltweite Konjunktur gewarnt. Nach wie vor stellten die Schwäche des Finanzsektors sowie die jüngsten Entwicklungen bei den Staatsanlei- hen eine Gefahr dar, hieß es seitens des Fonds. Dabei könnte auch die Realwirtschaft in Mitleidenschaft ge- zogen werden. Zudem sieht der IWF im US- Immobilienmarkt weiterhin ein Risiko für die Welt- wirtschaft. Für das 2. Halbjahr dieses Jahres und die 1. Jahreshälfte 2011 erwartet der Fonds eine Verlangsa- mung des globalen Wirtschaftswachstums.

Dämpfer für die Griechen
Griechenland droht, seine Ziele beim Schuldenabbau zu verfehlen. Von Januar bis August 2010 konnte das Land das Defizit nur um 32,2 Prozent reduzieren. Im Gesamtjahr will die Regierung das Minus um 39,5 Pro- zent verringern. Das Finanzministerium erwartet nach wie vor, dass diese Vorgabe erreicht werden kann. Griechenland musste im Juli und August besonders vie- le Zinsen an seine Gläubiger zahlen . rund 40 Prozent des jährlichen Schuldendienstes. Auch die Einnahmen fielen geringer aus als erhofft. In den ersten 8 Monaten stiegen sie nur um 3,3 Prozent. Für das gesamte Jahr plant die Regierung um 13,7 Prozent höhere Einnahm- en. Derweil bekräftigte Staatschef Giorgos Papandreou, an dem harten Sparkurs festhalten zu wollen. .Wir sind auf dem richtigen Weg., sagte er am Sonntag bei der Eröffnung einer Messe im griechischen Thessaloniki.  Am Samstag war es in der Hafenstadt zu Ausschreitun- gen gekommen. Mehrere tausend Menschen protestier- ten gegen die Sparpolitik der Regierung.

IW fordert härteren Sparkurs
Bund, Länder und Kommunen müssen ihre Sparmaß- nahmen noch verschärfen. Das ist laut einem Gutachten des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft dringend notwendig. Um die Vorgaben für die Schuldenbremse 2016 einhalten zu können, muss die Bundesregierung demnach über ihr aktuelles Sparpaket hinaus weitere 15 Mrd. EUR einsparen. .Ohne ein zweites Sparpaket wird der Bund sein Schuldenproblem langfristig nicht lösen können., sagte IW-Direktor Michael Hüther. Dem  Gutachten zufolge sind die Staatsausgaben seit 1970 um mehr als 1.000 Prozent gestiegen. Die deutsche Wirtschaft hat jedoch in der Zeit nur um 560 Prozent zugelegt. Für Lohnerhöhungen sieht Hüther deshalb wenig Spielraum. .Am Ende des Jahres werden wir erst 80 Prozent des Konjunktureinbruchs wettgemacht ha- ben., erklärte er.

EZB-Chef fordert Aufhebung von Stimmrechten
EU-Mitgliedstaaten sollen zeitweise mit einer Aufhe- bung ihrer Stimmrechte bestraft werden, wenn sie ge- gen die Regeln der Währungsgemeinschaft verstoßen. Diesen Vorschlag unterbreitete der Präsident der Euro- päischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet. Einen Ausschluss aus der Gemeinschaft lehnte er jedoch ab.  Der Währungshüter bekräftigte erneut, die Maßnahmen der EZB zur Ankurbelung der Konjunktur schrittweise zurückzufahren, sobald sich die Wirtschaft stabilisiert  hat. .Aber das ist ein Prozess, der Zeit braucht., erklärte Trichet.

 Quelle: Cognitrend  – Exklusiv für Deutsche Bank


Disclaimer

Die auf dieser Website abgebildeten Grafiken, Bilder, Texte und sonstigen Darstellungen entsprechen unserem Kenntnisstand zum Zeitpunkt der Erstellung. Spätere Änderungen behalten wir uns vor. Alle Angaben und Quellen werden sorgfältig recherchiert. Dennoch behalten wir uns trotz größter Sorgfalt und Prüfung einen Irrtum in Bezug auf den Inhalt, insbesondere Zahlenangaben, Kurse und Statistiken, ausdrücklich vor. Wir schließen jegliche Haftung für Schäden, die direkt oder indirekt aus der Benutzung dieses Berichts entstehen, aus. Für Irrtümer übernehmen wir keine Haftung. Im Falle von Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie von sonstigen Schäden, die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung beruhen, verbleibt es bei der gesetzlichen Regelung. Die bereitgestellten Informationen stellen zudem keinerlei Form der Handelsempfehlung oder -beratung oder die Empfehlung zur Vornahme einer Anlageentscheidung dar. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Risiken im Wertpapier- und Währungshandel mit der jeweiligen Hausbank oder Broker abgestimmt und geklärt werden müssen. Unsere Informationen ersetzen nicht die Beratung durch einen Anlageberater.

EUR USD (1,1955) Gestern zweifelten Devisenmarktakteure daran, ob der Beitritt Estlands in die Eurozone im kommenden Jahr gutes Timing sei. Aber das Land würde ohnehin die Auswirkungen der Krise zu spüren bekommen, hieß es. In der Währungsunion lassen sich die Probleme angeblich besser verarbeiten und zudem kann man noch in „den Genuss der Vorteile“ kommen, meint Estlands Finanzminister. Nun, hoffentlich ist er sich der neuen Spielregeln wirklich bewusst, die gerade in Brüssel aufgestellt werden. Denn: Strafen bei Verstößen der Mitgliedsländer sollen nun wesentlich früher und schärfer geahndet werden.
Außerdem sollen Eurostat-Inspekteure mit erweiterten Vollmachten ausgestattet und im Verdachtsfall umfangreiche Kontrollen durchgeführt werden. Eigentlich war diese Reglung schon vor sechs Jahren im Gespräch. Damals schien aber keiner daran zu glauben, dass so etwas jemals nötig sei. Oder einige Mitgliedsländer wollten sich schlicht nicht in die Karten schauen lassen. Der Widerstand war seinerzeit jedenfalls ziemlich heftig. Doch trotz strengerer Regeln und trotz eines erkennbaren Spar- und Kontrollwillens, hegen Investoren derzeit große Zweifel am Fortbestand der Eurozone. Eine Umfrage, die unter 1.001 Bloomberg-Nutzern durchgeführt wurde, ergab, dass lediglich 23 Prozent der Befragten an Letzteres glauben. Daran ändert auch der gespannte 750- Mrd.-Euro-Schutzschirm nichts. K ein Wunder, dass derzeit der Druck auf den Euro so hoch ist. Gestern aber brachte uns die Erholung auf 1,2010 eine bearishe Strategie mit Kursziel 1,1520. Das Risikolimit bleibt vorerst bei 1,2065.

USD JPY (91,50) Er gilt als Verfechter strikter Haushaltsdisziplin und hat aus seiner Vorliebe für einen schwächeren Yen nie einen Hehl gemacht: Japans frisch gebackener Ministerpräsident Naoto Kan. Diese Prinzipien einen ihn mit Yoshihiko Noda, den Kan gestern erwartungsgemäß zum Finanzminister seines neuen Kabinetts kürte. Viele unbekannte Gesichter sind darin übrigens nicht zu finden. Zu Stellvertretern Nodas wurden Motohisa Ikeda sowie Naoki Minezaki ernannt. Vor allem Letztgenannter scheint sich ebenfalls dem Niedrig-Yen-Dogma verschrieben zu haben.
In der Vergangenheit sparte er darum nicht mit Kritik an der BoJ, die seiner Ansicht nach ihre geldpolitischen Lockerungsbemühungen verstärken sollte. Nichtsdestotrotz mahnen Analysten, die Erwartungshaltung der Marktteilnehmer in Sachen schwächerer Yen, d.h. die Interventionsfantasie, sei schlichtweg übertrieben, solange sich die Welt im Krisenmodus befinde. Der Dollar pendelt weiter in einer breiten Konsolidierung (89,10 – 93,65).

EUR JPY (109,35) Auch wenn der Yen von hohen japanischen Maschinenbauaufträgen heute Morgen ein wenig Rückenwind erhalten haben mag – die Kursbewegungen spielten sich in einer äußerst engen Spanne ab. Für den Euro besteht Abwärtsrisiko bis 107,10. Darunter findet sich erst bei 104,10 weitere Unterstützung. Widerstand zeigt sich bei 110,90/11,05 und darüber bei 112,95.

GBP USD (1,4435) Dass die Ratingagentur Fitch einen schnelleren Abbau des britischen Defizits fordert, hätte Investoren gestern eigentlich nicht zu beunruhigen brauchen. Spätestens seit dem Schicksal Spaniens sollte bekannt sein, dass AAA-Bewertungen nicht als selbstverständlich erachtet werden können. Überdies hatte die neue Regierung ja bereits angekündigt, den Gürtel spürbar enger schnallen zu wollen. Dennoch geriet das Pfund nach den Fitch-Kommentaren etwas unter Druck. Abwärtsbewegungen könnten sich bis 1,4310 (leicht tiefer adjustiert) und dann bis 1,4190 erstrecken. Solange Sterling unter 1,4560 handelt, bleibt unsere Einschätzung negativ.

AUD USD (0,8220) Die gestrige Erholung ändert nichts an unserem schwachen Ausblick: Das Risiko reicht weiterhin bis 0,8065. Wir würden diese Marke gar als Kursziel einer bearishen Strategie anpeilen, sollte sich der Austral-Dollar bis 0,8300 erholen. Das Risikolimit läge bei 0,8345.


Newsletter
Ich habe gelesen Privacy & Cookies Policy und ich stimme der Verarbeitung meiner persönlichen Daten für die darin genannten Zwecke zu.
Ich habe gelesen Privacy & Cookies Policy und ich stimme der Verarbeitung meiner persönlichen Daten für die darin genannten Zwecke zu.