1 FX-Tagesausblick

FX: Europäische Probleme verschwinden nicht über Nacht

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EUR USD (1,2695)      An einem Tag geht noch die große Angst vor neuerlichen Problemen bei den europäischen Banken oder den angeschlagenen Peripherie-Ländern um und am nächsten ist wieder alles in bester….

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Ordnung? Am Dienstag noch sorgte man sich über strengere Kapitalvorschriften nach Basel III und die unvorhergesehenen Risiken in den Büchern europäischer Banken, die bei den Stresstests nicht zum Vorschein gekommen sind. Gleichzeitig stiegen die Risikoaufschläge einiger Staatsanleihen wieder in empfindliche Höhen. Und das soll am nächsten Auch der Euro konnte sich gestern wieder ein wenig erholen, stieß dann aber offensichtlich auf das Angebot einiger gestrandeter Bullen vom Vortag. Die Unterkante der Konsolidierungszone bei 1,2610 (Oberkante: 1,2915) ist wachsweich. Hierunter stünde ernsthafte Schwäche bis 1,2460 an, denn dann kämen auch längerfristig orientierte Euro- Optimisten in Bedrängnis.

USD JPY (83,75)  Nicht nur die Händler versuchen sich ein strategisches Bild über die Marktlage zu verschaffen, indem sie eine mögliche Vorgehensweise der BoJ mit früheren Eingriffen im Devisenmarkt, zuletzt im Jahr 2004, vergleichen. Wer die damaligen Interventionsrunden miterlebt hat, erinnert sich möglicherweise noch daran, dass die Abfolge der Maßnahmen immer nach typischen Mustern verlief. Angefangen von Verbalinterventionen der BoJ, bei denen jedes Wort von den Akteuren auf die Goldwaage gelegt wurde, um die Absichten der BoJ irgendwie aus den Statements herauszulesen. Die nächst stärkere Stufe war das so genannte .rate checking. der BoJ, das zumindest anfangs noch für eine deutliche Marktreaktion sorgte. Der Kulminationspunkt, das Indiz dafür, dass eine Intervention direct bevorstand, war der .geheime. Anruf der Zentralbank bei den Geschäftsbanken, sie sollten in der kommenden Nacht für Interventionen gerüstet sein. Auch wenn derzeit selbst im Finanzministerium (wie von Reuters berichtet) Interventionsrunden simuliert werden sollten . das Kursgeschehen heute früh vermittelt nicht, dass es bislang zu den berüchtigten Telefonaten gekommen ist. Unterdessen haben wir gestern eine bearishe Strategie mit Risikolimit bei 84,15 und einem Kurziel 81,90/2,00 eröffnet.

EUR JPY (106,35) Widerstände liegen bei 107,25 und 108,40. Fällt die Unterstützung bei 105,10, wäre ein Abrutschen bis 103,10 angezeigt.

GBP USD (1,5450) Es hatte sich für uns bereits angedeutet: Kurzfristige Akteure hatten zuletzt auf fallende Kurse gesetzt. So sehr, dass bereits die als nicht so wichtig eingestuften Halifax-Hausdaten für eine heftige Gegenreaktion sorgten. Letztere war so deutlich, dass wir unsere bullishe Strategie eröffnen konnten, deren Kursziel bei 1,5800 liegt . Risikolimit 1,5420.

AUD USD (0,9205) AUD haben heute Morgen nach besser als erwarteten Arbeitsmarktdaten das Erholungspotenzial bis auf 0,9220 voll ausgeschöpft und könnten nunmehr die Spitzen vom April (0,9390 kein guter Widerstand) in Angriff nehmen. Dabei darf allerdings die Marke von 0,9090 nicht mehr unterlaufen werden.

Quelle:  Deutsche Bank CMS: FX-Tagesausblick; Autor: Cognitrend  


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EUR USD (1,1955) Gestern zweifelten Devisenmarktakteure daran, ob der Beitritt Estlands in die Eurozone im kommenden Jahr gutes Timing sei. Aber das Land würde ohnehin die Auswirkungen der Krise zu spüren bekommen, hieß es. In der Währungsunion lassen sich die Probleme angeblich besser verarbeiten und zudem kann man noch in „den Genuss der Vorteile“ kommen, meint Estlands Finanzminister. Nun, hoffentlich ist er sich der neuen Spielregeln wirklich bewusst, die gerade in Brüssel aufgestellt werden. Denn: Strafen bei Verstößen der Mitgliedsländer sollen nun wesentlich früher und schärfer geahndet werden.
Außerdem sollen Eurostat-Inspekteure mit erweiterten Vollmachten ausgestattet und im Verdachtsfall umfangreiche Kontrollen durchgeführt werden. Eigentlich war diese Reglung schon vor sechs Jahren im Gespräch. Damals schien aber keiner daran zu glauben, dass so etwas jemals nötig sei. Oder einige Mitgliedsländer wollten sich schlicht nicht in die Karten schauen lassen. Der Widerstand war seinerzeit jedenfalls ziemlich heftig. Doch trotz strengerer Regeln und trotz eines erkennbaren Spar- und Kontrollwillens, hegen Investoren derzeit große Zweifel am Fortbestand der Eurozone. Eine Umfrage, die unter 1.001 Bloomberg-Nutzern durchgeführt wurde, ergab, dass lediglich 23 Prozent der Befragten an Letzteres glauben. Daran ändert auch der gespannte 750- Mrd.-Euro-Schutzschirm nichts. K ein Wunder, dass derzeit der Druck auf den Euro so hoch ist. Gestern aber brachte uns die Erholung auf 1,2010 eine bearishe Strategie mit Kursziel 1,1520. Das Risikolimit bleibt vorerst bei 1,2065.

USD JPY (91,50) Er gilt als Verfechter strikter Haushaltsdisziplin und hat aus seiner Vorliebe für einen schwächeren Yen nie einen Hehl gemacht: Japans frisch gebackener Ministerpräsident Naoto Kan. Diese Prinzipien einen ihn mit Yoshihiko Noda, den Kan gestern erwartungsgemäß zum Finanzminister seines neuen Kabinetts kürte. Viele unbekannte Gesichter sind darin übrigens nicht zu finden. Zu Stellvertretern Nodas wurden Motohisa Ikeda sowie Naoki Minezaki ernannt. Vor allem Letztgenannter scheint sich ebenfalls dem Niedrig-Yen-Dogma verschrieben zu haben.
In der Vergangenheit sparte er darum nicht mit Kritik an der BoJ, die seiner Ansicht nach ihre geldpolitischen Lockerungsbemühungen verstärken sollte. Nichtsdestotrotz mahnen Analysten, die Erwartungshaltung der Marktteilnehmer in Sachen schwächerer Yen, d.h. die Interventionsfantasie, sei schlichtweg übertrieben, solange sich die Welt im Krisenmodus befinde. Der Dollar pendelt weiter in einer breiten Konsolidierung (89,10 – 93,65).

EUR JPY (109,35) Auch wenn der Yen von hohen japanischen Maschinenbauaufträgen heute Morgen ein wenig Rückenwind erhalten haben mag – die Kursbewegungen spielten sich in einer äußerst engen Spanne ab. Für den Euro besteht Abwärtsrisiko bis 107,10. Darunter findet sich erst bei 104,10 weitere Unterstützung. Widerstand zeigt sich bei 110,90/11,05 und darüber bei 112,95.

GBP USD (1,4435) Dass die Ratingagentur Fitch einen schnelleren Abbau des britischen Defizits fordert, hätte Investoren gestern eigentlich nicht zu beunruhigen brauchen. Spätestens seit dem Schicksal Spaniens sollte bekannt sein, dass AAA-Bewertungen nicht als selbstverständlich erachtet werden können. Überdies hatte die neue Regierung ja bereits angekündigt, den Gürtel spürbar enger schnallen zu wollen. Dennoch geriet das Pfund nach den Fitch-Kommentaren etwas unter Druck. Abwärtsbewegungen könnten sich bis 1,4310 (leicht tiefer adjustiert) und dann bis 1,4190 erstrecken. Solange Sterling unter 1,4560 handelt, bleibt unsere Einschätzung negativ.

AUD USD (0,8220) Die gestrige Erholung ändert nichts an unserem schwachen Ausblick: Das Risiko reicht weiterhin bis 0,8065. Wir würden diese Marke gar als Kursziel einer bearishen Strategie anpeilen, sollte sich der Austral-Dollar bis 0,8300 erholen. Das Risikolimit läge bei 0,8345.


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