1 Maerkte am Morgen

MM: DIHK: Abkühlung im 3. Quartal

Im 3. Quartal 2010 erwartet der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) eine Abkühlung der deutschen Wirtschaft. Demnach schätzt das Institut das BIPWachstum auf 0,7 Prozent, sagte DIHK-Chefvolkswirt Volker Treier der Bild-Zeitung. Dennoch wird die Jahresprognose für das Gesamtjahr beibehalten . ein Plus von 3,4 Prozent. .Der Aufschwung setzt sich fort. Auch wenn das hohe Tempo des 2. Quartals nicht gehalten wird, ist der Zuwachs noch erheblich besser als der Durchschnitt der vergangenen 10 Jahre., sagte Treier. Das BIP war im 2. Quartal binnen Jahresfrist um 2,2 Prozent gestiegen……

BIZ rechnet mit Entschuldung der Haushalte

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) erwartet, dass die Privathaushalte nach der Bankenkrise ihre Sparbemühungen verstärken werden. Das geht aus einem Bericht des Instituts hervor. Demnach folgte nach 17 von 20 Finanzkrisen eine Zeit der Schuldenreduktion. Im Verhältnis zum BIP verringerten sich die Schulden durchschnittlich um 38 Prozentpunkte. Die Ökonomen der BIZ rechnen nun damit, dass die privaten Haushalte ihre Verbindlichkeiten noch deutlicher senken werden, als bislang geschehen. Eine Gefahr für den internationalen Konjunkturaufschwung sehen sie allerdings nicht. .Es ist möglich, Schulden zu reduzieren und trotzdem ein gesundes Wachstum zu erzielen. Dafür muss die Politik jedoch die Probleme des Bankensystems in den Griff bekommen, die zu der Krise geführt haben., schreiben die Volkswirte in dem Bericht.

USA wollen IWF-Rat erweitern

Die europäischen Finanzminister wollen in dieser Woche ihren Einfluss im IWF verteidigen. Unerwartet hatte die USA eine Debatte ins Leben gerufen, wonach auch Schwellen- und Entwicklungsländer einen Sitz im IWF-Rat erhalten sollen. Dabei sollen die europäischen Staaten künftig ihre Plätze im Rat reduzieren. Im vergangenen Monat gab die USA bekannt, den Vorschlag, die Sitze im Fonds bei 24 zu belassen, zu blockieren. Einige Länder Europas könnten ihren Einfluss verlieren, wenn sie ihren Sitz zu Gunsten von China, Südkorea oder der Türkei aufgeben müssten. Der IWF wurde vor 65 Jahren gegründet, um bedürftigen Staaten Kredite zur Verfügung zu stellen, die sie auf dem freien Geldmarkt nicht bekommen würden.

DGB plant Proteste im Herbst

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) plant für diesen Herbst Protestaktionen gegen das Sparpaket der Bundesregierung. Das sagte DGB-Chef Michael Sommer  in einem Interview mit dem Handelsblatt. Durch eine Reihe von Demonstrationen wollen die Gewerkschaften gegen die Einschnitte zu Lasten von Arbeitnehmern und Arbeitslosen protestieren. So werde der Öffentliche Dienst noch in diesem Monat mit Aktionen vor Rathäusern ein Zeichen gegen die verfehlte Sparpolitik der Regierung setzten, so Sommer. .Unsere Mitglieder in der Industrie werden über Betriebsversammlungen und Aktionen vor den Werkstoren zeigen, was sie von Leiharbeit halten., erklärte der Gewerkschaftler weiter. Der DGB-Chef gab sich allerdings zuversichtlich, dass Angela Merkel sich nachgiebiger zeigt als ihr Vorgänger Gerhard Schröder. .Ich bin sicher, sie hat ein Gespür dafür, wie sich die Stimmung in der Gesellschaft ändert. Aber auch hier ist für uns entscheidend, welche Politik am Ende gemacht wird., betonte Sommer.

Finnland: müssen auf nächste Krise gefasst sein

Europa müsse darauf vorbereitet sein, dass es auch noch einmal schlimmer kommen kann, und dafür sorgen, dass die Krise sich so nicht wiederholt, sagte die finnische Ministerpräsidentin Mari Kiviniemi in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Finnland wurde von der Krise besonders hart getroffen. Das BIP sank im vergangenen Jahr um 8 Prozent. Dennoch gibt es nach Angaben von Kiviniemi auch Lichtblicke wie beispielsweise die Arbeitslosigkeit, die nicht so stark zugelegt hat, wie Ende 2008 erwartet. Am 16. September übernimmt Finnland die Präsidentschaft des Europ äischen Rats. EU-Präsident spricht über Lage der Union EU-Kommissionspräsident Barroso hält heute in Straß- burg zum ersten Mal eine .Rede zur Lage der Europäischen Union.. Dabei soll eine Debatte über das Arbeitsprogramm der Kommission für das kommende Jahr angeregt werden.

 

Quelle: Cognitrend  – Exklusiv für Deutsche Bank


Disclaimer

Die auf dieser Website abgebildeten Grafiken, Bilder, Texte und sonstigen Darstellungen entsprechen unserem Kenntnisstand zum Zeitpunkt der Erstellung. Spätere Änderungen behalten wir uns vor. Alle Angaben und Quellen werden sorgfältig recherchiert. Dennoch behalten wir uns trotz größter Sorgfalt und Prüfung einen Irrtum in Bezug auf den Inhalt, insbesondere Zahlenangaben, Kurse und Statistiken, ausdrücklich vor. Wir schließen jegliche Haftung für Schäden, die direkt oder indirekt aus der Benutzung dieses Berichts entstehen, aus. Für Irrtümer übernehmen wir keine Haftung. Im Falle von Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie von sonstigen Schäden, die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung beruhen, verbleibt es bei der gesetzlichen Regelung. Die bereitgestellten Informationen stellen zudem keinerlei Form der Handelsempfehlung oder -beratung oder die Empfehlung zur Vornahme einer Anlageentscheidung dar. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Risiken im Wertpapier- und Währungshandel mit der jeweiligen Hausbank oder Broker abgestimmt und geklärt werden müssen. Unsere Informationen ersetzen nicht die Beratung durch einen Anlageberater.

EUR USD (1,1955) Gestern zweifelten Devisenmarktakteure daran, ob der Beitritt Estlands in die Eurozone im kommenden Jahr gutes Timing sei. Aber das Land würde ohnehin die Auswirkungen der Krise zu spüren bekommen, hieß es. In der Währungsunion lassen sich die Probleme angeblich besser verarbeiten und zudem kann man noch in „den Genuss der Vorteile“ kommen, meint Estlands Finanzminister. Nun, hoffentlich ist er sich der neuen Spielregeln wirklich bewusst, die gerade in Brüssel aufgestellt werden. Denn: Strafen bei Verstößen der Mitgliedsländer sollen nun wesentlich früher und schärfer geahndet werden.
Außerdem sollen Eurostat-Inspekteure mit erweiterten Vollmachten ausgestattet und im Verdachtsfall umfangreiche Kontrollen durchgeführt werden. Eigentlich war diese Reglung schon vor sechs Jahren im Gespräch. Damals schien aber keiner daran zu glauben, dass so etwas jemals nötig sei. Oder einige Mitgliedsländer wollten sich schlicht nicht in die Karten schauen lassen. Der Widerstand war seinerzeit jedenfalls ziemlich heftig. Doch trotz strengerer Regeln und trotz eines erkennbaren Spar- und Kontrollwillens, hegen Investoren derzeit große Zweifel am Fortbestand der Eurozone. Eine Umfrage, die unter 1.001 Bloomberg-Nutzern durchgeführt wurde, ergab, dass lediglich 23 Prozent der Befragten an Letzteres glauben. Daran ändert auch der gespannte 750- Mrd.-Euro-Schutzschirm nichts. K ein Wunder, dass derzeit der Druck auf den Euro so hoch ist. Gestern aber brachte uns die Erholung auf 1,2010 eine bearishe Strategie mit Kursziel 1,1520. Das Risikolimit bleibt vorerst bei 1,2065.

USD JPY (91,50) Er gilt als Verfechter strikter Haushaltsdisziplin und hat aus seiner Vorliebe für einen schwächeren Yen nie einen Hehl gemacht: Japans frisch gebackener Ministerpräsident Naoto Kan. Diese Prinzipien einen ihn mit Yoshihiko Noda, den Kan gestern erwartungsgemäß zum Finanzminister seines neuen Kabinetts kürte. Viele unbekannte Gesichter sind darin übrigens nicht zu finden. Zu Stellvertretern Nodas wurden Motohisa Ikeda sowie Naoki Minezaki ernannt. Vor allem Letztgenannter scheint sich ebenfalls dem Niedrig-Yen-Dogma verschrieben zu haben.
In der Vergangenheit sparte er darum nicht mit Kritik an der BoJ, die seiner Ansicht nach ihre geldpolitischen Lockerungsbemühungen verstärken sollte. Nichtsdestotrotz mahnen Analysten, die Erwartungshaltung der Marktteilnehmer in Sachen schwächerer Yen, d.h. die Interventionsfantasie, sei schlichtweg übertrieben, solange sich die Welt im Krisenmodus befinde. Der Dollar pendelt weiter in einer breiten Konsolidierung (89,10 – 93,65).

EUR JPY (109,35) Auch wenn der Yen von hohen japanischen Maschinenbauaufträgen heute Morgen ein wenig Rückenwind erhalten haben mag – die Kursbewegungen spielten sich in einer äußerst engen Spanne ab. Für den Euro besteht Abwärtsrisiko bis 107,10. Darunter findet sich erst bei 104,10 weitere Unterstützung. Widerstand zeigt sich bei 110,90/11,05 und darüber bei 112,95.

GBP USD (1,4435) Dass die Ratingagentur Fitch einen schnelleren Abbau des britischen Defizits fordert, hätte Investoren gestern eigentlich nicht zu beunruhigen brauchen. Spätestens seit dem Schicksal Spaniens sollte bekannt sein, dass AAA-Bewertungen nicht als selbstverständlich erachtet werden können. Überdies hatte die neue Regierung ja bereits angekündigt, den Gürtel spürbar enger schnallen zu wollen. Dennoch geriet das Pfund nach den Fitch-Kommentaren etwas unter Druck. Abwärtsbewegungen könnten sich bis 1,4310 (leicht tiefer adjustiert) und dann bis 1,4190 erstrecken. Solange Sterling unter 1,4560 handelt, bleibt unsere Einschätzung negativ.

AUD USD (0,8220) Die gestrige Erholung ändert nichts an unserem schwachen Ausblick: Das Risiko reicht weiterhin bis 0,8065. Wir würden diese Marke gar als Kursziel einer bearishen Strategie anpeilen, sollte sich der Austral-Dollar bis 0,8300 erholen. Das Risikolimit läge bei 0,8345.


Newsletter
Ich habe gelesen Privacy & Cookies Policy und ich stimme der Verarbeitung meiner persönlichen Daten für die darin genannten Zwecke zu.
Ich habe gelesen Privacy & Cookies Policy und ich stimme der Verarbeitung meiner persönlichen Daten für die darin genannten Zwecke zu.