Im 3. Quartal 2010 erwartet der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) eine Abkühlung der deutschen Wirtschaft. Demnach schätzt das Institut das BIPWachstum auf 0,7 Prozent, sagte DIHK-Chefvolkswirt Volker Treier der Bild-Zeitung. Dennoch wird die Jahresprognose für das Gesamtjahr beibehalten . ein Plus von 3,4 Prozent. .Der Aufschwung setzt sich fort. Auch wenn das hohe Tempo des 2. Quartals nicht gehalten wird, ist der Zuwachs noch erheblich besser als der Durchschnitt der vergangenen 10 Jahre., sagte Treier. Das BIP war im 2. Quartal binnen Jahresfrist um 2,2 Prozent gestiegen……
BIZ rechnet mit Entschuldung der Haushalte
USA wollen IWF-Rat erweitern
Die europäischen Finanzminister wollen in dieser Woche ihren Einfluss im IWF verteidigen. Unerwartet hatte die USA eine Debatte ins Leben gerufen, wonach auch Schwellen- und Entwicklungsländer einen Sitz im IWF-Rat erhalten sollen. Dabei sollen die europäischen Staaten künftig ihre Plätze im Rat reduzieren. Im vergangenen Monat gab die USA bekannt, den Vorschlag, die Sitze im Fonds bei 24 zu belassen, zu blockieren. Einige Länder Europas könnten ihren Einfluss verlieren, wenn sie ihren Sitz zu Gunsten von China, Südkorea oder der Türkei aufgeben müssten. Der IWF wurde vor 65 Jahren gegründet, um bedürftigen Staaten Kredite zur Verfügung zu stellen, die sie auf dem freien Geldmarkt nicht bekommen würden.
DGB plant Proteste im Herbst
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) plant für diesen Herbst Protestaktionen gegen das Sparpaket der Bundesregierung. Das sagte DGB-Chef Michael Sommer in einem Interview mit dem Handelsblatt. Durch eine Reihe von Demonstrationen wollen die Gewerkschaften gegen die Einschnitte zu Lasten von Arbeitnehmern und Arbeitslosen protestieren. So werde der Öffentliche Dienst noch in diesem Monat mit Aktionen vor Rathäusern ein Zeichen gegen die verfehlte Sparpolitik der Regierung setzten, so Sommer. .Unsere Mitglieder in der Industrie werden über Betriebsversammlungen und Aktionen vor den Werkstoren zeigen, was sie von Leiharbeit halten., erklärte der Gewerkschaftler weiter. Der DGB-Chef gab sich allerdings zuversichtlich, dass Angela Merkel sich nachgiebiger zeigt als ihr Vorgänger Gerhard Schröder. .Ich bin sicher, sie hat ein Gespür dafür, wie sich die Stimmung in der Gesellschaft ändert. Aber auch hier ist für uns entscheidend, welche Politik am Ende gemacht wird., betonte Sommer.
Finnland: müssen auf nächste Krise gefasst sein
Europa müsse darauf vorbereitet sein, dass es auch noch einmal schlimmer kommen kann, und dafür sorgen, dass die Krise sich so nicht wiederholt, sagte die finnische Ministerpräsidentin Mari Kiviniemi in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Finnland wurde von der Krise besonders hart getroffen. Das BIP sank im vergangenen Jahr um 8 Prozent. Dennoch gibt es nach Angaben von Kiviniemi auch Lichtblicke wie beispielsweise die Arbeitslosigkeit, die nicht so stark zugelegt hat, wie Ende 2008 erwartet. Am 16. September übernimmt Finnland die Präsidentschaft des Europ äischen Rats. EU-Präsident spricht über Lage der Union EU-Kommissionspräsident Barroso hält heute in Straß- burg zum ersten Mal eine .Rede zur Lage der Europäischen Union.. Dabei soll eine Debatte über das Arbeitsprogramm der Kommission für das kommende Jahr angeregt werden.
Quelle: Cognitrend – Exklusiv für Deutsche Bank
Disclaimer
USD JPY (91,50) Er gilt als Verfechter strikter Haushaltsdisziplin und hat aus seiner Vorliebe für einen schwächeren Yen nie einen Hehl gemacht: Japans frisch gebackener Ministerpräsident Naoto Kan. Diese Prinzipien einen ihn mit Yoshihiko Noda, den Kan gestern erwartungsgemäß zum Finanzminister seines neuen Kabinetts kürte. Viele unbekannte Gesichter sind darin übrigens nicht zu finden. Zu Stellvertretern Nodas wurden Motohisa Ikeda sowie Naoki Minezaki ernannt. Vor allem Letztgenannter scheint sich ebenfalls dem Niedrig-Yen-Dogma verschrieben zu haben.
In der Vergangenheit sparte er darum nicht mit Kritik an der BoJ, die seiner Ansicht nach ihre geldpolitischen Lockerungsbemühungen verstärken sollte. Nichtsdestotrotz mahnen Analysten, die Erwartungshaltung der Marktteilnehmer in Sachen schwächerer Yen, d.h. die Interventionsfantasie, sei schlichtweg übertrieben, solange sich die Welt im Krisenmodus befinde. Der Dollar pendelt weiter in einer breiten Konsolidierung (89,10 – 93,65).
EUR JPY (109,35) Auch wenn der Yen von hohen japanischen Maschinenbauaufträgen heute Morgen ein wenig Rückenwind erhalten haben mag – die Kursbewegungen spielten sich in einer äußerst engen Spanne ab. Für den Euro besteht Abwärtsrisiko bis 107,10. Darunter findet sich erst bei 104,10 weitere Unterstützung. Widerstand zeigt sich bei 110,90/11,05 und darüber bei 112,95.
GBP USD (1,4435) Dass die Ratingagentur Fitch einen schnelleren Abbau des britischen Defizits fordert, hätte Investoren gestern eigentlich nicht zu beunruhigen brauchen. Spätestens seit dem Schicksal Spaniens sollte bekannt sein, dass AAA-Bewertungen nicht als selbstverständlich erachtet werden können. Überdies hatte die neue Regierung ja bereits angekündigt, den Gürtel spürbar enger schnallen zu wollen. Dennoch geriet das Pfund nach den Fitch-Kommentaren etwas unter Druck. Abwärtsbewegungen könnten sich bis 1,4310 (leicht tiefer adjustiert) und dann bis 1,4190 erstrecken. Solange Sterling unter 1,4560 handelt, bleibt unsere Einschätzung negativ.
AUD USD (0,8220) Die gestrige Erholung ändert nichts an unserem schwachen Ausblick: Das Risiko reicht weiterhin bis 0,8065. Wir würden diese Marke gar als Kursziel einer bearishen Strategie anpeilen, sollte sich der Austral-Dollar bis 0,8300 erholen. Das Risikolimit läge bei 0,8345.
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