EUR USD (1,2885) Allerorten wird gerätselt, wie der Markt die Veröffentlichung der europäischen Bankenstresstests aufnehmen wird. Banken, Börsen und Finanzdienstleister sind besorgt, dass die Ergebnisse falsch eingeordnet werden könnten, so eine Studie des Center for Financial Studies der Universität Frankfurt. Böse Überraschungen sollten aber ausbleiben, auch wenn die Messlatte…
ziemlich hoch liegt, nachdem sich Finanzminister, EZBler und IWFler in den letzten Tagen eifrig die Klinke in die Hand gaben, um die Solidität des europäischen Bankensektors über den grünen Klee zu loben. Aber ebendiese Damen und Herren würden sich wohl kaum so weit aus dem Fenster lehnen, wären sie sich nicht eines glimpflichen Ausgangs sicher. Auch die Glaubwürdigkeit der Stresstests wird unter den Marktteilnehmern heiß diskutiert: Man ist besorgt, sie würden nicht streng genug durchgeführt. Glaubwürdigkeit ist in diesem Fall weniger eine Frage der angewandten Kriterien, sondern also vielmehr der Durchfallquote . die Akteure wollen einige der 91 unter die Lupe genommenen Banken durchfallen sehen! Ein Wackelkandidat sickerte im Vorfeld bereits durch . was aber niemanden verschreckte. Im Gegenteil: Es ist weithin bekannt, dass die heimische Hypo Real Estate, die sich längst in der Restrukturierung befindet, momentan noch auf staatliche Hilfe angewiesen ist. Selbst wenn die Akteure den Ergebnissen nicht so recht über den Weg trauen sollten . die Konsequenzen für die Finanzmärkte sollten gering ausfallen. Sie werden den Euro etwa kaum dafür abstrafen. Letzterer musste gestern zwar einen kleinen Dämpfer hinnehmen, wir glauben aber nach wie vor an eine Erholung und planen daher einen Dip-Kauf 35 Stellen vor der 1,2745er Marke, die gleichzeitig das Risikolimit darstellt.
USD JPY (87,10) Wenn man sich Gedanken über eine mögliche Intervention der Bank von Japan macht, sollte man nicht nur in Betracht ziehen, ob eine Intervention zeitgemäß ist. Vielmehr sollte man sich auch vor Augen halten, dass japanische Investoren mit ihren Anleihekäufen im Ausland eine gewisse Stütze für den Dollar gewesen sein müssen. Denn die jüngsten Zahlen des japanischen Finanzministeriums belegen, dass allein in den neun Wochen bis zum 9. Juli ausländische Bonds in Höhe von umgerechnet 88,3 Mrd. Dollar gekauft wurden. Davon dürfte der größte Teil in US-Treasuries angelegt worden sein. Dagegen nimmt sich die Summe der letzten großen Intervention der BoJ im ganzen Jahr 2004 mit 171 Mrd. USD (allerdings innerhalb von 47 Tagen) gar nicht so groß aus, weil man davon ausgehen darf, dass die japanischen Investoren ihre Käufe fortsetzen werden. Bislang haben letztere dem Yen jedoch keinen sichtbaren Dämpfer versetzen können. Das Risiko reicht nach wie vor bis 86,10 und darunter bis 85,30. Widerstand sollte sich bei
88,10 und 88,80 einstellen.
EUR JPY (112,20) Das Währungspaar produziert derzeit wenig Dynamik. Dabei wurde die 111,30/40er Unterstützung erneut gestestet, aber auch der erste der beiden Angebotspunkte bei 113,40 und 114,40 (Konsolidierungsobergrenze).
GBP USD (1,5270) Kabelpfunde litten unter der Nachricht, dass die Staatsverschuldung höher als erwartet ausgefallen ist. Da diese Zahlen jedoch noch nicht den Einfluss der jüngst verkündeten Sparmaßnahmen beinhalten, dürften sie für die zukünftige Entwicklung nur geringe Aussagekraft besitzen. Deswegen würden wir im Falle einer erneuten Korrektur 30 Pips vor 1,5105/20 eine bullishe Strategie wagen. Risikolimit wäre der zweite Nachfragebereich bei 1,5030. An der Oberseite würden indes jenseits von 1,5370 Kursgewinne bis 1,5640 winken.
AUD USD (0,8770) AUD steuern nach wie vor in Richtung 0,8900/10 (darüber 0,9135). Der Zwischenwiderstand bei 0,8840 hat aber bislang gehalten. Unterstützungen liegen bei 0,8715 und bei 0,8640 (Stabilitätspunkt).
Quelle: Deutsche Bank CMS: FX-Tagesausblick; Autor: Cognitrend
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USD JPY (91,50) Er gilt als Verfechter strikter Haushaltsdisziplin und hat aus seiner Vorliebe für einen schwächeren Yen nie einen Hehl gemacht: Japans frisch gebackener Ministerpräsident Naoto Kan. Diese Prinzipien einen ihn mit Yoshihiko Noda, den Kan gestern erwartungsgemäß zum Finanzminister seines neuen Kabinetts kürte. Viele unbekannte Gesichter sind darin übrigens nicht zu finden. Zu Stellvertretern Nodas wurden Motohisa Ikeda sowie Naoki Minezaki ernannt. Vor allem Letztgenannter scheint sich ebenfalls dem Niedrig-Yen-Dogma verschrieben zu haben.
In der Vergangenheit sparte er darum nicht mit Kritik an der BoJ, die seiner Ansicht nach ihre geldpolitischen Lockerungsbemühungen verstärken sollte. Nichtsdestotrotz mahnen Analysten, die Erwartungshaltung der Marktteilnehmer in Sachen schwächerer Yen, d.h. die Interventionsfantasie, sei schlichtweg übertrieben, solange sich die Welt im Krisenmodus befinde. Der Dollar pendelt weiter in einer breiten Konsolidierung (89,10 – 93,65).
EUR JPY (109,35) Auch wenn der Yen von hohen japanischen Maschinenbauaufträgen heute Morgen ein wenig Rückenwind erhalten haben mag – die Kursbewegungen spielten sich in einer äußerst engen Spanne ab. Für den Euro besteht Abwärtsrisiko bis 107,10. Darunter findet sich erst bei 104,10 weitere Unterstützung. Widerstand zeigt sich bei 110,90/11,05 und darüber bei 112,95.
GBP USD (1,4435) Dass die Ratingagentur Fitch einen schnelleren Abbau des britischen Defizits fordert, hätte Investoren gestern eigentlich nicht zu beunruhigen brauchen. Spätestens seit dem Schicksal Spaniens sollte bekannt sein, dass AAA-Bewertungen nicht als selbstverständlich erachtet werden können. Überdies hatte die neue Regierung ja bereits angekündigt, den Gürtel spürbar enger schnallen zu wollen. Dennoch geriet das Pfund nach den Fitch-Kommentaren etwas unter Druck. Abwärtsbewegungen könnten sich bis 1,4310 (leicht tiefer adjustiert) und dann bis 1,4190 erstrecken. Solange Sterling unter 1,4560 handelt, bleibt unsere Einschätzung negativ.
AUD USD (0,8220) Die gestrige Erholung ändert nichts an unserem schwachen Ausblick: Das Risiko reicht weiterhin bis 0,8065. Wir würden diese Marke gar als Kursziel einer bearishen Strategie anpeilen, sollte sich der Austral-Dollar bis 0,8300 erholen. Das Risikolimit läge bei 0,8345.
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