Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker findet das griechische Spar- und Reformprogramm beeindruckend. Es übertreffe die Erwartungen der Euro-Finanzminister. Deshalb sei davon auszugehen, dass die zweite Tranche des 110 Mrd. EUR umfassenden Rettungspakets der Euro-Staaten im September fließen könne. EUWirtschaftskommissar ….
Olli Rehn kündigte an, eine Delegation aus IWF, EZB und EU-Kommission werde Ende Juli für 10 Tage nach Athen reisen, um zu kontrollieren, ob der Sparkurs der griechischen Regierung eingehalten wird.
Palin-Kandidatur im Jahr 2012?
Die hohen Summen, die US-Republikanerin Sarah Palin in jüngster Zeit an Spendengeldern eingenommen hat, schüren Spekulationen über eine mögliche Präsidentschaftskandidatur. Am Wochenende hatte das für Palins Spenden zuständige Komitee bekanntgegeben, in den vergangenen 3 Monaten über 865.000 USD erhalten zu haben. Anfang Juli habe man über Barmittel von mehr als 1 Mio. USD verfügt, hieß es in einer Mitteilung an die US-Wahlkommission. Die einstige Gouverneurin von Alaska war bei der Wahl 2008 überraschend für den Posten des Vize-Präsidenten nominiert worden.
Höhere Prognose für diesjährige Ölnachfrage
Die Internationale Energieagentur (IEA) hat ihre Prognose zur globalen Ölnachfrage für 2010 hochgeschraubt. Wie die Organisation mitteilte, schätzt sie die Nachfrage für das laufende Jahr auf 86,5 Mio. Barrel/ Tag – das entspricht einer Steigerung im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 Prozent und einer leichten Anhebung gegenüber der Prognose des Vormonatsberichts.
EU uneins über Stresstest-Veröffentlichung
Kreisen zufolge herrscht innerhalb der EU Uneinigkeit über die geplante Veröffentlichung der Ergebnisse der Banken-Stresstests. Mehrere Länder, z.B. Frankreich, hätten starke Vorbehalte dagegen, bestimmte Kennziffern aus dem Test zu veröffentlichen, wie eine mit den Beratungen vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters mitteilte. Andere wiederum (etwa Spanien und Großbritannien) bestünden darauf, so viel Transparenz wie möglich zu schaffen. Die Resultate sollen Ende kommender Woche, am 23. Juli, bekanntgegeben werden. Frankreichs Wirtschaftsministerin Christine Lagarde erklärte, die EU-Finanzminister wollten einen Tag vor dem Veröffentlichungstermin, am 22. Juli, in einer Telefonkonferenz letzte Fragen klären. Derweil zeigt sich die EU-Kommission besorgt, dass nicht alle Länder bei der Veröffentlichung der Einzelergebnisse mitziehen. Sie warnte in einem Brief an den Wirtschafts- und Finanzausschuss vor ernsten Konsequenzen, wenn die Ergebnisse zurückgehalten würden.
Optimismus im Vorfeld der Stresstests
EU-Wirtschaftskommissar Olli Rehn zeigt sich unterdessen zuversichtlich, dass die Banken-Stresstests die Stärke des Sektors aufzeigen werden. Der beste Weg, um das Vertrauen in Geldhäuser wiederherzustellen, sei die Veröffentlichung der Test-Ergebnisse. Ähnlich äußerte sich auch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble. Die Stresstests seien dazu da, die Finanzmärkte zu beruhigen, sagte der CDU-Politiker am Dienstag dem Deutschlandradio Kultur. Und er fügte an: „Ich glaube, dass Transparenz im Zweifel nicht Unruhe schafft, sondern Klarheit.“
Quelle: Deutsche Bank CMS: FX-Tagesausblick; Autor: Cognitrend
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USD JPY (91,50) Er gilt als Verfechter strikter Haushaltsdisziplin und hat aus seiner Vorliebe für einen schwächeren Yen nie einen Hehl gemacht: Japans frisch gebackener Ministerpräsident Naoto Kan. Diese Prinzipien einen ihn mit Yoshihiko Noda, den Kan gestern erwartungsgemäß zum Finanzminister seines neuen Kabinetts kürte. Viele unbekannte Gesichter sind darin übrigens nicht zu finden. Zu Stellvertretern Nodas wurden Motohisa Ikeda sowie Naoki Minezaki ernannt. Vor allem Letztgenannter scheint sich ebenfalls dem Niedrig-Yen-Dogma verschrieben zu haben.
In der Vergangenheit sparte er darum nicht mit Kritik an der BoJ, die seiner Ansicht nach ihre geldpolitischen Lockerungsbemühungen verstärken sollte. Nichtsdestotrotz mahnen Analysten, die Erwartungshaltung der Marktteilnehmer in Sachen schwächerer Yen, d.h. die Interventionsfantasie, sei schlichtweg übertrieben, solange sich die Welt im Krisenmodus befinde. Der Dollar pendelt weiter in einer breiten Konsolidierung (89,10 – 93,65).
EUR JPY (109,35) Auch wenn der Yen von hohen japanischen Maschinenbauaufträgen heute Morgen ein wenig Rückenwind erhalten haben mag – die Kursbewegungen spielten sich in einer äußerst engen Spanne ab. Für den Euro besteht Abwärtsrisiko bis 107,10. Darunter findet sich erst bei 104,10 weitere Unterstützung. Widerstand zeigt sich bei 110,90/11,05 und darüber bei 112,95.
GBP USD (1,4435) Dass die Ratingagentur Fitch einen schnelleren Abbau des britischen Defizits fordert, hätte Investoren gestern eigentlich nicht zu beunruhigen brauchen. Spätestens seit dem Schicksal Spaniens sollte bekannt sein, dass AAA-Bewertungen nicht als selbstverständlich erachtet werden können. Überdies hatte die neue Regierung ja bereits angekündigt, den Gürtel spürbar enger schnallen zu wollen. Dennoch geriet das Pfund nach den Fitch-Kommentaren etwas unter Druck. Abwärtsbewegungen könnten sich bis 1,4310 (leicht tiefer adjustiert) und dann bis 1,4190 erstrecken. Solange Sterling unter 1,4560 handelt, bleibt unsere Einschätzung negativ.
AUD USD (0,8220) Die gestrige Erholung ändert nichts an unserem schwachen Ausblick: Das Risiko reicht weiterhin bis 0,8065. Wir würden diese Marke gar als Kursziel einer bearishen Strategie anpeilen, sollte sich der Austral-Dollar bis 0,8300 erholen. Das Risikolimit läge bei 0,8345.
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