EUR USD (1,2545) Tatsächlich hat es kaum eine Rolle gespielt, ob die US-Arbeitsmarktdaten besser oder schlechter als erwartet ausgefallen waren. Denn der Euro vollzog nach Veröffentlichung dieser Zahlen seinen vorerst letzten kleinen Sprung nach oben und fiel danach auf sein Ausgangsniveau …
zurück. Denn wie von uns vermutet, hatten Euro-Bären schon tags zuvor ihre Engagements glatt gestellt, so dass entscheidende Anschlussnachfrage naturgemäß ausblieb. Während also die USA weiterhin darum kämpfen, ihren Arbeitsmarkt nachhaltig zu stabilisieren, hört man aus Deutschland vom Arbeitsmarkt derzeit eher Erbauliches – eine Arbeitslosenquote von 7,5 Prozent (die niedrigste seit Dezember 2008) kann sich sehen lassen. Nicht zuletzt dank der Exporte. Und so kann es sich Deutschland auch leisten, auf die Schuldenbremse zu treten. So sollte es nicht überraschen, dass der Bund gestern eine drastische Senkung der Schuldenaufnahme bis zum Jahr 2014 verkündete und selbst im Jahr 2011 sparen wird. Obwohl Letzteres im Rahmen des neuen Grundgesetzartikels nicht notwendig wäre. Denn die Neuverschuldung fällt bekanntlich etwa 20 Mrd. Euro niedriger aus als ursprünglich erwartet und erlaubt zumindest theoretisch etwas größere Spielräume. Manövriermasse, von der vor allem diejenigen träumen, die noch am alten Bezugspunkt „80 Mrd.“ kleben. Bei allem Optimismus darf man ohnehin nicht vergessen: Deutschland ist eine Insel in Europa. Für den Euro bleibt indes 1,2630 das Maß aller Dinge. Ein Überschreiten dieses Niveaus, würde nicht nur ausreichend neue Nachfrage, sondern auch eine bullishe Strategie mit Kursziel 1,2840/90 signalisieren – Risikolimit 1,2580.
USD JPY (87,90) An dieser Stelle über die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt zu sprechen, könnte sich bald erübrigt haben. Durch das überraschend starke Wachstum, mit dem die Chinesen im Krisenjahr 2009 aufwarteten, sind sie den Japanern eng auf die Pelle gerückt. Viel fehlt nicht mehr, um ihnen den Titel des Vize-Wirtschaftsweltmeisters abzuluchsen. Dazu soll es, wenn es nach Premier Naoto Kan geht, natürlich erst gar nicht kommen. Er möchte Japan stärker und finanzkräftiger gestallten. Die angestrebte Steuerreform soll dabei helfen. Hierzu sollen insgesamt zwar mehr Firmen zur Kasse gebeten werden. Im Gegenzug will Kan ihnen aber die Steuern senken. Ob dadurch der Export weiter gesteigert werden kann ist noch nicht ganz klar. Dies würde dann aber auf jeden Fall für größere Yen- Nachfrage seitens dieser Akteure sorgen. Dabei leiden Exporteure schon jetzt unter der festen Heimatwährung. Und sie droht gegenüber dem USD noch stärker zu werden: Das Risiko reicht derzeit bis 86,10/50. Letztere Zone würden wir als Kursziel anvisieren, wenn der Dollar sich bis auf 30 Stellen vor die 88,60er Marke (Risikolimit) erholen würde. An eine nachhaltige Erholung ist frühestens jenseits des 89,50er Widerstands zu denken.
EUR JPY (110,25) Unser Versuch, am Freitag tiefere Gefilde für den Euro anzuvisieren, ist leider fehlgeschlagen. Nun hat sich stattdessen eine neue Konsolidierungszone gebildet die zwischen 107,10 (neue Unterkante) und dem bekannten 114,40er Widerstand liegt. Dazwischen ist allerdings noch mit Angebot bei 111,70 und Nachfrage bei 108,60 zu rechnen.
GBP USD (1,5185) Wie schon im EUR/USD, dürften die US-Arbeitsmarktdaten auch in diesem Währungspaar ausgereicht haben, kurzfristig ausgerichtete Bären auszuhebeln. Kabelpfunde verloren daraufhin aber ihr Aufwärtsmomentum. Das bedeutet auch, dass weniger potenzielle Dip-Käufer bei Kursrückschlägen zu erwarten sein werden. Zu viel Beachtung können wir der ersten Unterstützung bei 1,5150 nicht schenken. Bessere Nachfrage ist nach wie vor bei 1,5040/70 zu erwarten. Auf der Oberseite bleibt das bullishe Potenzial derweil die 1,5300/10er Widerstandszone.
AUD USD (0,8445) AUD verbleiben heute Morgen neutral zwischen 0,8315 und 0,8595. Erster Widerstand liegt bei 0,8525.
Quelle: Deutsche Bank CMS: FX-Tagesausblick; Autor: Cognitrend
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USD JPY (91,50) Er gilt als Verfechter strikter Haushaltsdisziplin und hat aus seiner Vorliebe für einen schwächeren Yen nie einen Hehl gemacht: Japans frisch gebackener Ministerpräsident Naoto Kan. Diese Prinzipien einen ihn mit Yoshihiko Noda, den Kan gestern erwartungsgemäß zum Finanzminister seines neuen Kabinetts kürte. Viele unbekannte Gesichter sind darin übrigens nicht zu finden. Zu Stellvertretern Nodas wurden Motohisa Ikeda sowie Naoki Minezaki ernannt. Vor allem Letztgenannter scheint sich ebenfalls dem Niedrig-Yen-Dogma verschrieben zu haben.
In der Vergangenheit sparte er darum nicht mit Kritik an der BoJ, die seiner Ansicht nach ihre geldpolitischen Lockerungsbemühungen verstärken sollte. Nichtsdestotrotz mahnen Analysten, die Erwartungshaltung der Marktteilnehmer in Sachen schwächerer Yen, d.h. die Interventionsfantasie, sei schlichtweg übertrieben, solange sich die Welt im Krisenmodus befinde. Der Dollar pendelt weiter in einer breiten Konsolidierung (89,10 – 93,65).
EUR JPY (109,35) Auch wenn der Yen von hohen japanischen Maschinenbauaufträgen heute Morgen ein wenig Rückenwind erhalten haben mag – die Kursbewegungen spielten sich in einer äußerst engen Spanne ab. Für den Euro besteht Abwärtsrisiko bis 107,10. Darunter findet sich erst bei 104,10 weitere Unterstützung. Widerstand zeigt sich bei 110,90/11,05 und darüber bei 112,95.
GBP USD (1,4435) Dass die Ratingagentur Fitch einen schnelleren Abbau des britischen Defizits fordert, hätte Investoren gestern eigentlich nicht zu beunruhigen brauchen. Spätestens seit dem Schicksal Spaniens sollte bekannt sein, dass AAA-Bewertungen nicht als selbstverständlich erachtet werden können. Überdies hatte die neue Regierung ja bereits angekündigt, den Gürtel spürbar enger schnallen zu wollen. Dennoch geriet das Pfund nach den Fitch-Kommentaren etwas unter Druck. Abwärtsbewegungen könnten sich bis 1,4310 (leicht tiefer adjustiert) und dann bis 1,4190 erstrecken. Solange Sterling unter 1,4560 handelt, bleibt unsere Einschätzung negativ.
AUD USD (0,8220) Die gestrige Erholung ändert nichts an unserem schwachen Ausblick: Das Risiko reicht weiterhin bis 0,8065. Wir würden diese Marke gar als Kursziel einer bearishen Strategie anpeilen, sollte sich der Austral-Dollar bis 0,8300 erholen. Das Risikolimit läge bei 0,8345.
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