Der neue Bundespräsident Christian Wulff wird heute seinen Amtseid auf das Grundgesetz ablegen. Dazu kommen Bundestag und Bundesrat zu einer gemeinsamen Sitzung zusammen. Danach …
wird Wulff seine erste Rede als Staatsoberhaupt halten. Davon werden Hinweise auf seine Arbeitsschwerpunkte in den kommenden 5 Jahren erwartet. Anschließend werden Wulff und seine Frau Bettina im Schloss Bellevue offiziell mit militärischen Ehren empfangen. Am Abend findet das traditionelle Sommerfest im Garten des Schlosses statt.
Bundestag berät über Leerverkaufsverbot
Der Bundestag wird heute abschließend über den Gesetzentwurf zum Verbot ungedeckter Leerverkäufe beraten. Die Koalitionsfraktionen wollen künftig ungedeckte Leerverkäufe von Aktien und Schuldtiteln von Staaten der Eurozone verbieten. Untersagt werden soll außerdem der Abschluss bestimmter ungedeckter Kreditausfallversicherungen (CDS) auf Verbindlichkeiten von EU-Mitgliedsstaaten.
Stark (EZB) sieht keine Euro-Vertrauenskrise
Nach Auffassung des Chefvolkswirts der Europäischen Zentralbank, Jürgen Stark, gibt es derzeit keine Euro- Vertrauenskrise, sondern lediglich einen Vertrauensverlust in die Staatsfinanzen einiger Euro-Länder. Das Phänomen wackliger Staatsfinanzen sei zudem nicht auf den Euroraum beschränkt, sondern eher eine „globale Erscheinung“, fügte der EZB-Ökonom an. So seien etwa die Budgetdefizite in Großbritannien, USA und Japan viel höher als der Durchschnitt der Eurozone.
Europas Manager besorgt um die Eurozone
Europas Manager sorgen sich derweil durchaus um den Euro, wie das Handelsblatt am Donnerstag unter Berufung auf eine Umfrage unter knapp 1.200 Managern aus Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien und der Schweiz berichtete. Demnach erwarten zwei Drittel der Befragten, dass die Eurozone „nachhaltig geschwächt“ wird oder gar deren „Fortexistenz nicht gesichert“ ist. Zuversichtlicher als die europäischen Führungskräfte in der Gesamtbetrachtung sind die deutschen Manager: Hierzulande geht immerhin jeder Zweite davon aus, dass das gemeinsame Währungsgebiet
letztlich gestärkt aus der Krise hervorgehen wird. Und auch bezüglich der Krisenbewältigung der Politik haben hiesige Führungskräfte einen anderen Blick – in diesem Fall allerdings einen kritischeren: 64 Prozent halten das Krisenmanagement der Regierung für schlecht. Europaweit sagen das nur 51 Prozent. Und während in Deutschland mehr als die Hälfte der Befragten „enttäuscht“ über die Arbeit der Regierung ist, hat in den anderen Ländern eine relative Mehrheit von 47 Prozent „nichts anderes erwartet“. Positiv von der Politik überrascht waren dagegen europaweit lediglich 11 Prozent.
US-Senatsausschuss hört Fed-Kandidaten an
Der Bankenausschuss des amerikanischen Senats wird die Kandidaten von US-Präsident Barack Obama für das Board der Federal Reserve am 15. Juli anhören. Chairman Christopher Dodd sagte am Donnerstag, angehört würden Janet Yellen, Peter Diamond und Sarah Bloom Raskin. Nach Obamas Wunsch soll Yellen stellvertretende Chefin des Fed Boards werden, Diamond und Raskin Mitglieder.
Quelle: Deutsche Bank CMS: FX-Tagesausblick; Autor: Cognitrend
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USD JPY (91,50) Er gilt als Verfechter strikter Haushaltsdisziplin und hat aus seiner Vorliebe für einen schwächeren Yen nie einen Hehl gemacht: Japans frisch gebackener Ministerpräsident Naoto Kan. Diese Prinzipien einen ihn mit Yoshihiko Noda, den Kan gestern erwartungsgemäß zum Finanzminister seines neuen Kabinetts kürte. Viele unbekannte Gesichter sind darin übrigens nicht zu finden. Zu Stellvertretern Nodas wurden Motohisa Ikeda sowie Naoki Minezaki ernannt. Vor allem Letztgenannter scheint sich ebenfalls dem Niedrig-Yen-Dogma verschrieben zu haben.
In der Vergangenheit sparte er darum nicht mit Kritik an der BoJ, die seiner Ansicht nach ihre geldpolitischen Lockerungsbemühungen verstärken sollte. Nichtsdestotrotz mahnen Analysten, die Erwartungshaltung der Marktteilnehmer in Sachen schwächerer Yen, d.h. die Interventionsfantasie, sei schlichtweg übertrieben, solange sich die Welt im Krisenmodus befinde. Der Dollar pendelt weiter in einer breiten Konsolidierung (89,10 – 93,65).
EUR JPY (109,35) Auch wenn der Yen von hohen japanischen Maschinenbauaufträgen heute Morgen ein wenig Rückenwind erhalten haben mag – die Kursbewegungen spielten sich in einer äußerst engen Spanne ab. Für den Euro besteht Abwärtsrisiko bis 107,10. Darunter findet sich erst bei 104,10 weitere Unterstützung. Widerstand zeigt sich bei 110,90/11,05 und darüber bei 112,95.
GBP USD (1,4435) Dass die Ratingagentur Fitch einen schnelleren Abbau des britischen Defizits fordert, hätte Investoren gestern eigentlich nicht zu beunruhigen brauchen. Spätestens seit dem Schicksal Spaniens sollte bekannt sein, dass AAA-Bewertungen nicht als selbstverständlich erachtet werden können. Überdies hatte die neue Regierung ja bereits angekündigt, den Gürtel spürbar enger schnallen zu wollen. Dennoch geriet das Pfund nach den Fitch-Kommentaren etwas unter Druck. Abwärtsbewegungen könnten sich bis 1,4310 (leicht tiefer adjustiert) und dann bis 1,4190 erstrecken. Solange Sterling unter 1,4560 handelt, bleibt unsere Einschätzung negativ.
AUD USD (0,8220) Die gestrige Erholung ändert nichts an unserem schwachen Ausblick: Das Risiko reicht weiterhin bis 0,8065. Wir würden diese Marke gar als Kursziel einer bearishen Strategie anpeilen, sollte sich der Austral-Dollar bis 0,8300 erholen. Das Risikolimit läge bei 0,8345.
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