1 Maerkte am Morgen

IMK spricht sich gegen übermäßiges Sparen ausbbau“

Für die zweite Jahreshälfte sagt das gewerkschaftsnahe Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) eine deutliche Konjunkturabkühlung für Deutschland voraus.

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 Grund seien die in vielen europäischen Ländern auslaufenden Staatshilfen, erklärte das IMK am Dienstag zu seiner neuen Prognose. Für 2010 rechnen die Forscher wie bisher mit einem Wachstum der Wirtschaftsleistung von 2 Prozent. Für 2011 erhöhten sie ihre Schätzung auf 1,5 von 1,2 Prozent. Dabei kritisierte das Institut die Sparpakete Deutschlands und anderer Euro-Staaten: „Vor allem die EU-Länder verschenken Chancen auf höheres Wachstum und leichtere Budgetkonsolidierung, wenn jetzt alle gleichzeitig auf einen restriktiven Kurs umschwenken“, so IMK-Direktor Gustav Horn. Vielmehr müsse die Wirtschaftspolitik den sich anbahnenden Aufschwung nun unbedingt zur vollen Entfaltung kommen lassen. Überstürzte Konsolidierungsvorschläge, die teilweise „völlig unrealistisch seien“, schürten eher die Unsicherheit, als sie zu dämpfen. Zwar empfehlen die Ökonomen für die europäische Ebene durchaus, dass hoch verschuldete Staaten (wie Griechenland) einen Sparkurs einschlagen. Länder mit eher geringen Haushaltsdefiziten und Exportüberschüssen (wie Deutschland) sollten nach Ansicht des IMK aber ihre Binnennachfrage ankurbeln.

Arbeitsmarktzahlen im Fokus

Am heutigen Mittwoch wird die Bundesagentur für Arbeit (BA) die aktuellen Arbeitslosenzahlen für Juni bekanntgeben. Nach Einschätzung von Bankenvolkswirten und Konjunkturforschern haben der kräftige Konjunkturschub und Saisoneffekte die Zahl der Arbeitslosen im Juni auf 3,13 Mio. sinken lassen. Anlass zur Zuversicht bot gestern nicht zuletzt der monatlich ermittelte Stellenindex der BA: Dieser signalisiert, dass deutsche Firmen inzwischen wieder fast so viele neue Mitarbeiter wie vor Beginn der Krise suchen. Vor allem die flexible Nachfrage durch die Zeitarbeit habe zu der schnellen Erholung beigetragen, teilte die Bundesagentur zu dem Index mit, der auf konkreten Stellengesuchen der Firmen beruht.

Neuerliche Sorgen um Südeuropa

Versicherungen gegen einen Zahlungsausfall von Anleihen aus den verschuldeten Staaten Spanien, Portugal, Italien, Irland und Belgien haben sich am Dienstag deutlich verteuert. Nach Angaben des Datenanbieters Markit war der Schutz gegen den Ausfall 5-jähriger spanischer Anleihen so teuer wie nie zuvor, was mit Sorgen über die Refinanzierungs-Situation spanischer Banken angesichts des bevorstehenden Auslaufens des EZB-Jahrestenders begründet wurde.Banken der Euro-Zone müssen der EZB am morgigen Donnerstag 442 Mrd. EUR zurückzahlen. Frankreichs Zentralbankchef Christian Noyer fand unterdessen beruhigende Worte: „Die EZB wird tun was notwendig ist um sicherzustellen, dass es nicht zu einem Liquiditätsengpass kommt“, sagte er. Ähnlich hatte sich zuvor schon Österreichs Notenbankgouverneur Ewald Nowotny geäußert.

Wulff oder Gauck – Tag der Entscheidung

In geheimer Wahl wird die Bundesversammlung heute in Berlin über einen neuen Bundespräsidenten abstimmen. Der Kandidat der Regierung, Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff, gilt als Favorit, da Union und FDP 21 Stimmen mehr als die absolute Mehrheit besitzen. SPD und Grüne schicken den früheren DDR-Bürgerrechtler Joachim Gauck ins Rennen.

Die Kandidatin der Linkspartei, Luc Jochimsen, gilt als chancenlos. In den ersten beiden Wahlgängen ist die absolute Mehrheit erforderlich, danach reicht die einfache Mehrheit.

Seehofer hält an Hotelsteuerbonus fest

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer ist gegen eine Rücknahme der Mehrwertsteuersenkung für Hoteliers. Er sei für „Verlässlichkeit in der Politik“, sagte er. Zuvor hatte FDP-Generalsekretär Christian Lindner das Vorgehen bei der Hotelsteuer einen Fehler genannt und damit auch den Unmut von Kanzlerin Angela Merkel auf sich gezogen. Den Steuerbonus, d.h. die Reduzierung des Steuersatzes für Hotelübernachtungen von 19 auf 7 Prozent, hatten FDP und CSU im Koalitionsvertrag durchgesetzt.

Quelle: Deutsche Bank  CMS: Märkte am Morgen;  Autor: Cognitrend


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