1 Maerkte am Morgen

Obama will Schadensersatz-Fonds einrichten

US-Präsident Barack Obama hat im Kampf gegen die Ölpest im Golf von Mexiko den Einsatz aller verfügbaren Mittel versprochen: Seine Regierung werde alles tun, damit sich die Region von der schlimmsten Umweltkatastrophe in der Geschichte der USA erhole, sagte Obama in seiner Rede zur Lage

der Nation im Weißen Haus. Für die entstandenen Schäden müsse dem BP-Konzern, dem der Präsident „Leichtsinn“ vorwirft, aufkommen. Dazu soll ein unabhängiger Fonds eingerichtet werden, damit Schadensersatzforderungen als Folge der Ölpest „fair und zeitnah“ erfüllt werden. Heute wird Obama mit BP-Chef Tony Hayward zusammentreffen.

Zusätzlicher Abschlag auf Griechenland-Bonds

Die EZB verschärft nach der Herabstufung der Kreditwürdigkeit Griechenlands durch Moody’s ihre Anforderungen für die Hereinnahme griechischer Staatspapiere als Sicherheit: Es werde ein zusätzlicher 5-prozentiger Abschlag auf Hellas-Bonds fällig, wenn Banken diese als Sicherheiten für Zentralbankgeld geben wollten, teilte ein EZB-Sprecher auf Anfrage von Reuters mit.

DIHK zuversichtlich, HWWI skeptisch

Mit Blick auf die Wirtschaftsentwicklung in Deutschland gehen die Meinungen auseinander: Während der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) seine zuversichtliche Einschätzung vom Februar bekräftigte, d.h. für 2010 weiter einen BIPAnstieg von 2,3 Prozent erwartet, und überdies davon ausgeht, dass die Konjunkturerholung im weiteren Jahresverlauf an Fahrt gewinnt, senkte das Hamburgische Weltwirtschafsinstitut (HWWI) seine Wachstumserwartung für das kommende Jahr: Für 2011 rechnet das Institut nur noch mit einem BIPZuwachs von 1,6 Prozent, nachdem es Anfang März noch 2,0 Prozent Wachstum vorhergesagt hatte.

Fortschritte im Vorfeld des G20-Gipfels

Der internationale Finanzstabilitätsrat (FSB) zieht nach dem jüngsten Vorbereitungstreffen für den G20- Gipfel ein positives Fazit: Wie der FSB-Vorsitzende und italienische Notenbankchef Mario Draghi am Dienstag mitteilte, wurden die Weichen für wichtige Finanzmarktreformen gestellt. Er erwähnte in diesem Zusammenhang unter anderem die Bereiche Basel II und Derivatehandel. Die Staats- und Regierungschefs der 20 führenden Industrieländer treffen sich am 26. und 27. Juni im kanadischen Toronto. Der FSB koordiniert in ihrem Auftrag deren Finanzpolitik.

US-Zinsschraube steht still

Glenn Rudebusch, führender Fed-Volkswirt, glaubt, dass sich die US-Notenbank bei ihrem Ausstieg aus der Politik des billigen Geldes Zeit nehmen wird. „Viele sagen vorher, dass die Konjunktur für die Rückkehr zur Vollbeschäftigung Jahre brauchen und die Inflation sehr niedrig bleiben wird“, schreibt Rudebusch in einer Analyse. Sollte dieser Fall eintreten, werde noch eine „beträchtliche Zeitspanne“ vergehen, bis die Fed die Leitzinsen wieder erhöhe. Angesichts der Prognosen für den Arbeitsmarkt und der Inflationserwartungen bestehe kaum die Notwendigkeit, in absehbarer Zeit an der Zinsschraube zu drehen.

Spanien prescht vor

Wie die Financial Times Deutschland (FTD) berichtet, plant Spanien anscheinend, die EU-Kommission dazu zu drängen, die Ergebnisse des Stresstests für die großen europäischen Banken zu veröffentlichen. Mit dem Vorstoß, versuche Madrid offenbar, von den eigenen Schwierigkeiten abzulenken, mutmaßt die FTD. Das Land wehrt sich seit Tagen gegen Spekulationen, wegen der Probleme seiner Banken Hilfen von der Eurozone und dem IWF zu erbitten.

Quelle: Deutsche Bank  CMS: Märkte am Morgen;  Autor: Cognitrend


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